Zu viel Glück
heißt das Buch der Kanadierin Alice Munro. Man nennt sie die Meisterin der Kurzgeschichten.
Sie verstand es treffsicher und ausgewogen die Charaktere ihrer Protagonisten zu schildern.:
Munro habe „eine hohe Intensität in ihren Texten, sie kann auf 30 Seiten mehr sagen als andere Autoren auf 300“, erläuterte Peter Englund, der ständige Sekretär der Schwedischen Akademie. Er lobte ihre stilistische Perfektion und ihre fantastische Melodie. Für ihre Wärme und ihr Mitgefühl wird Munro oft mit dem russischen Schriftsteller Anton Tschechow verglichen.
Kurzgeschichten so zu verfassen, dass etwas aussagt wird, was mitunter ein Leben ausmacht oder eine moralisch Quintessenz enthält, ist die Kunst.
Alice Munro beherrschte sie meisterhaft.
Das Buch „Zu viel Glück“ enthält zehn Erzählungen, welche Munros Schreibkunst beweisen.
Sie wurde 1931 geboren. Den Beruf der Journalistin gab sie durch die Heirat mit James Munro auf. Das Paar hatte drei Kinder.
In früheren Jahren hatte sie Ideen und Einfälle zu Papier gebracht
Doch erst Anfang der 60iger Jahre, als sie ihre eigene Buchhandlung führte, begann da kontinuierlich Kurzgeschichten zu schreiben.
Nach der Trennung von Munro heiratete sie 1976 Gerold Femlin. Dieser gestand nach dem Vorwurf seiner Stieftochter, dass er sie jahrelang missbraucht hatte, seine Schuld ein.
Alice Munro blieb jedoch bei ihm! Er starb 2005. In der Öffentlichkeit und in Pressekommentaren wurde ihr Verhalten kräftig kritisiert.
Munro selbst starb 2014.
Sabine Penckwitt für kulturinfo-lippe





