PREMIERE Sa. 25.04.26 / 19:30 Uhr / Stadttheater
Candide
Leonard Bernstein
A Comic Operetta in zwei Akten / SCOTTISH OPERA VERSION (1988) / Musik von Leonard
Bernstein / Buch nach Voltaire von Hugh Wheeler / Gesangstexte von Richard Wilbur / Zusätzliche
Gesangstexte von Stephen Sondheim, John Latouche, Lillian Hellman, Dorothy Parker und
Leonard Bernstein / Orchestrierung von Leonard Bernstein und Hershy Kay / Zusätzliche Orchestrierungen
von John Mauceri / Deutsche Dialoge von Stephan Kopf sowie Zelma und Michael
Millard / Mit deutschen Sprechtexten, englischen Gesangstexten und mit deutschen Übertiteln
Musikalische Leitung Gregor Rot / Inszenierung Wolfgang Nägele / Bühne Thilo Ullrich /
Kostüme Annette Braun / Choreografie Gal Fefferman / Licht Carsten Lenauer /
Dramaturgie Laura Herder / Choreinstudierung Hagen Enke / Mit Evgueniy Alexiev /
Daniel Alejandro Cobos Ortiz / Mayan Goldenfeld / Alexandra Ionis / Tomas Kildišius /
Veronika Lee / Moon Soo Park / Dumitru-Bogdan Sandu / Andrei Skliarenko / Paata
Tsivtsivadze / Thomas Wolff / Lorin Wey / E-Motions / Bielefelder Opernchor /
Bielefelder Philharmoniker
Armer Candide! Als Ziehsohn wächst er im Hause des Barons Thunder-Ten-Tronckh im beschaulichen und für seine Herzlichkeit bekannten Westfalen auf. Er verliebt sich in die
Tochter des Hauses: Cunegonde! Prompt wirft man den Flegel hinaus. Aber: Er lebt doch in »der besten aller möglichen Welten«, wie ihm Lehrer Pangloss beibrachte. Mit schier
unerschütterlichem Optimismus und nahezu professioneller Naivität manövriert sich Candide durch eine Welt voller Katastrophen, Kriege und Verbrechen, Seuchen, Schiffbrüche
und so manch lebensgefährdende Situation. Als er endlich zu Cunegonde zurückfindet, bleibt ihm nur ein einziger Wunsch: selbst die Saat zu säen für die »beste aller möglichen Welten« – und sei sie noch so klein …
Ein Werk voll bitterbösem Witz, Scharfzüngigkeit und schwarzem Humor schuf Leonard Bernstein mit seiner Comic Operetta »Candide« und macht darin nicht nur eine Reise
durch die europäische Musikgeschichte – er macht ihr gleich eine »Liebeserklärung«, so sagte er selbst. Als Vorlage diente ihm die gleichnamige Satire Voltaires, dem es 1759
sensationell gelang, von der Zensur unbemerkt seine Kritik und Ablehnung des für ihn unverständlichen Optimismus Leibniz’ zu verbreiten. Dass Bernstein sein Werk 1956 als
Reaktion auf die McCarthy-Ära und zur Zeit des Kalten Krieges schrieb, sind nur zwei von vielen erschreckend aktuellen Parallelen zu unserer heutigen »bestmöglichen Welt«.
Die Karriere von Leonard Bernstein scheint wie der gelebte »amerikanische Traum«: Als Kind einer jüdischen Einwandererfamilie aus Riwne in der heutigen Ukraine wächst er
zunächst in einfachen Verhältnissen auf. Doch auf dem Klavier spielt er sich zum Harvard-Studium, an das Curtis Institute und schließlich zum Assistenten des Dirigenten
der New Yorker Philharmoniker, Bruno Walter. Als dieser 1943 vor einem weltweit übertragenen Konzert mit äußerst anspruchsvollem Programm erkrankt, kann niemand ohne
Probe einspringen – außer Leonard Bernstein. Er dirigiert das Konzert und wird so auf einen Schlag weltberühmt.
Mit seinen Bühnenwerken revolutioniert er das Musical, indem er gesellschaftskritische Stoffe an den Broadway bringt, und ihm gelingt als einem der wenigen der Spagat
zwischen »U«- und »E«-Musik auf Weltniveau. Parallel zu seinem wohl berühmtesten Bühnenwerk, der »West Side Story«, arbeitete er jedoch an einem ganz anders gearteten,
komischen, satirisch-gesellschaftskritischen und zugleich sehr persönlichen Stück: »Candide«, für das er das Genre der Comic Operetta prägt. Das Beste aus Oper, Ooerette
und Musical vereint er darin – bewegende Ariosi, schwungvolle Tänze und Shownummern, traditionelle Volksmusiken, bissige Dialoge und rasante Szenenwechsel.
Autorin Lillian Hellman war es, die ihn Anfang der 1950er-Jahre auf die Novelle »Candide, ou l’optimisme« von Docteur Ralph, einem der Pseudonyme Voltaires, stieß.
Sie erkannten in der zynischen Reaktion des Philosophen auf das Erdbeben von Lissabon 1755 das Potenzial, auch ihre eigene Zeit chiffriert auf die Bühne zu bringen. Als Kunstschaffende litten sie unter dem harten Vorgehen der Antikommunismus-Kampagnen, deren Gesicht Senator Joseph McCarthy war. Sie beschrieben diese Zeit als »Hexenjagd
«: Künstler*innen standen unter Generalverdacht, wurden überwacht, verfolgt, teilweise in ihrer Arbeit massiv eingeschränkt. Auch Bernsteins eigene FBI-Akte wuchs
selbst noch bis in die 1970er-Jahre auf über 800 Seiten an.
Mit der Uraufführung von »Candide« 1956 begann jedoch erst die eigentliche Arbeit an dem Werk, das für Bernstein nie fertig war. Immer wieder überarbeitete er es mit zahlreichen
weiteren Autor*innen, veränderte Figuren, Songs und Texte. Die verschiedenen Fassungen – bis hin zur »Scottish Opera Version« – prägen die Machart des Stücks bis heute. Seine Fülle an Anspielungen und Pointen entlarvt Rassismus, falsche Moral, Materialismus sowie die Überheblichkeit und Selbstgefälligkeit einer Gesellschaft.
Nach Inszenierungen wie »Endstation Sehnsucht« und »Hoffmanns Erzählungen« in der vergangenen Saison am Theater Bielefeld sowie seinem Frankfurter Erfolg der absurden
Komödie »Punch and Judy« widmet sich Wolfgang Nägele nun wieder einem komischen Werk. Gemeinsam mit Bühnenbildner Thilo Ullrich, Kostümbildnerin Annette Braun und
Choreografin Gal Fefferman zeigt Nägele einen jungen Candide, der die Freiheit der Selbstständigkeit herbeisehnt, von einer besseren Welt träumt und naiv in die Zukunft
blickt – und plötzlich und unerwartet in eine Welt voller Krisen geworfen wird. Er lernt das Marschieren, erlebt die große Liebe und deren Verlust, Krankheit, Zerstörung und
die Heimsuchung von Leid und Versehrung. Das soll sie sein – »die beste aller möglichen Welten«? Währenddessen blickt sein älteres Ich auf diese jugendlich-naive Zeit zurück
und wird zugleich zum lenkenden Prinzip, das Katastrophe um Katastrophe entstehen lässt und seinem jüngeren Selbst beim Manövrieren durch die »Realität« zusieht. Im
rosafarbenen Bühnenraum mit seiner betont mechanisch-eindimensionalen Kulisse entfaltet sich die Handlung mit ihren zahlreichen Spielorten fast selbst wie eine Inszenierung. Die Choreografie greift Walzer, Tango, Polka und zahlreiche weitere Tanzformen auf, die einerseits die Freude des Werks ausmachen und andererseits das Lachen hervorrufen, das dem einen oder der anderen im Halse stecken bleiben dürfte. Die naive Titelrolle wird komisch wie mitreißend von Andrei Skliarenko verkörpert, der vor allem in seiner Sehnsucht nach Cunegonde, Veronika Lee, herzzerreißende Leitmotive erklingen lässt. Auf seine Zeit als junger Naivling blickt Schauspieler Thomas Wolff als Voltaire und Alter Candide zurück und führt mit seinen Texten durch Szene und Handlung des Stücks. Maximilian und Paquette – Tomas Kildišius, auch als Captain zu erleben, und Mayan Goldenfeld – wuchsen einst gemeinsam mit Candide und Cunegonde auf Schloss Thunder-Ten-Tronckh auf, bevor auch sie jäh in die Welt der Katastrophen geworfen werden. Evgueniy Alexiev ist als Pangloss der optimistische Indoktrinierer der jungen Generation, kann aber als dessen pessimistischer Antipode Martin und als Cacambo unter Beweis stellen, dass nicht nur Katzen mehrere Leben haben. Alexandra Ionis schlüpft als Old Lady in eine zwar nicht allzu in die Jahre gekommene, aber erfahrenere Dame von Welt, die sich mit wechselnden Identitäten vor den
Grauen der Menschheit schützt. Lorin Wey gehört zu denjenigen, die in der Katastrophen- Szenerie gleich mehrere Rollen übernehmen – darunter ein bulgarischer Soldat,
der Großinquisitor, Vanderdendur, und der Gouverneur – und dabei sein komödiantisches wie sängerisches Potenzial voll ausspielen. Ebenso tun es ihm Moon-Soo Park
als Zar Iwan und Senor und Dumitru-Bogdan Sandu, u.a. als bulgarischer Offizier, Sklaventreiber und Inquisitor, gleich; Paata Tsivtsivadze und Daniel Cobos sind als u.a.
Könige Stanilaus und Herrmann Augustus zu erleben. Das große Treiben wird durch die E-Motions (Leitung: Gianni Cuccaro, Choreografie: Gal Fefferman) bereichert, die
tänzerisch wie darstellerisch dazu beitragen, dass die Katastrophen sich zumindest für Candide als die brutale Realität darstellen. Bis schließlich der Bielefelder Opernchor
(Einstudierung: Hagen Enke) musikalisch beschwingt und szenisch eindrucksvoll zeigt, wie zynisch die Welt der Versehrten auszusehen vermag. Unter der musikalischen
Leitung von Gregor Rot wird das Stück so zu einem musikalischen Bühnenspaß, der in seinen Nuancen wie in seinen großen Szenen seinesgleichen sucht.
Nächste Termine 01.05. / 08.05. / 14.05. / 21.05. / 31.05. / …
Karten theater-bielefeld.de / 0521 51-5454
MUSIKALISCHE LEITUNG
Der österreichische Dirigent Gregor Rot wurde in Wien geboren und studierte dort Gesang, Cembalo sowie Dirigieren bei Georg Mark. Noch während des Studiums übernahm er die musikalische Leitung der Sommerfestspiele Röttingen (Taubertal, Franken). 2008/09 fuhr er als Cembalist und Assistent für »Così fan tutte« und »Le nozze di Figaro« nach Venezuela zum Simón Bolivar Youth Orchestra. Es folgte eine Einladung als Gastdozent für Gesang und Deutsches Lied nach Caracas. Erste Engagements führten Gregor Rot zum Schönbrunner Schlossorchester, dem Leipziger Sinfonieorchester sowie als Assistent an die Opéra national du Rhin in Straßburg. Seine Theaterlaufbahn begann er am Südthüringischen Staatstheater Meiningen als Repetitor mit Dirigierverpflichtung und leitete bereits in seiner ersten Spielzeit fast 50 Vorstellungen (darunter Richard Wagners »Rienzi«). Nach zwei Jahren stieg er in Meiningen zum 2. Kapellmeister auf und dirigierte ein umfangreiches Repertoire in Musiktheater und Ballett. Für die überregional beachtete deutsche Erstaufführung der kasachischen Nationaloper »Abai« übernahm er die Einstudierung und die Umarbeitung des musikalischen und textlichen Materials für die Meininger Aufführung. 2013 bis 2017 war Gregor Rot 1. Kapellmeister des Mecklenburgischen Staatstheaters Schwerin und dirigierte dort u. a. die Premieren von »Aida«, »The Rake’s Progress«, »Die Verkaufte Braut«, »Die Zauberflöte«, Jake Heggies »Dead Man Walking« und zahlreiche Konzerte. Gastdirigate führten ihn u. a. an die Theater Duisburg, Würzburg, Regensburg und Eisenach. 2016 gab Gregor Rot sein Debüt beim Bruckner Orchester im Brucknerhaus Linz und dem Wuppertaler Sinfonieorchester in der Historischen
Stadthalle Wuppertal. Seit 2017 ist er 1. Kapellmeister des Theaters Bielefeld und der Bielefelder Philharmoniker.
INSZENIERUNG
Wolfgang Nägele, geboren in Landsberg am Lech, studierte Literaturwissenschaften und Philosophie an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Arbeiten von ihm waren
u. a. an der Bayerischen Staatsoper, der Hamburgischen Staatsoper, der Deutschen Oper Berlin, an der Staatsoper Hannover, am Theater Basel, am Staatstheater Darmstadt, am
Staatstheater Mainz, am Saarländischen Staatstheater, bei der Musikbiennale Venedig und der Philharmonie Luxemburg zu sehen. Zuletzt »A Midsummer Night’s Dream« an
der Korean National Opera in Seoul, »Il Trittico« am Saarländischen Staatstheater und »Punch and Judy« an der Oper Frankfurt. In Bielefeld inszenierte er »Dead Man Walking«, »Paradise Reloaded«, »Odysseus’ Heimkehr«, »Falstaff«, »Endstation Sehnsucht«, »Hoffmanns Erzählungen« und die von der Deutschen Bühne als beste spartenübergreifende Produktion der Spielzeit 2022/23 ausgezeichnete Uraufführung »Berlin Alexanderplatz«. Seit der Spielzeit 2023/24 ist er Hausregisseur in der Sparte Musiktheater in Bielefeld. Von 2007 bis 2016 verband ihn eine enge Zusammenarbeit mit dem Regisseur Hans Neuenfels, mit dem er u. a. bei den Salzburger Festspielen, am Volkstheater München, am Aalto-Theater Essen, bei den Schwetzinger Festspielen, an der Bayerischen Staatsoper, bei den Bayreuther Festspielen, der Berliner Staatsoper Unter den Linden, am Opernhaus Zürich und der Oper Frankfurt arbeitete. Wolfgang Nägele war Stipendiat der Akademie Musiktheater Heute der Deutschen Bank Stiftung. Mit seinem Konzept von »Don Pasquale« war er Semifinalist des RING AWARD 2017 und gewann den Tischlerei Preis der Deutschen Oper Berlin. Seit der Spielzeit 2024/25 ist Wolfgang Nägele Teil der Jury für den Götz-Friedrich-Preis.
BÜHNE
Thilo Ullrich absolvierte zunächst eine Ausbildung zum Theatermaler am Theater Bremen, bevor er von 2011 bis 2015 an der Universität Mozarteum Salzburg Bühnenund
Kostümgestaltung sowie Film- und Ausstellungsarchitektur studierte. Nach seinem mit Auszeichnung abgeschlossenen Diplom folgte von 2015 bis 2018 eine feste Ausstattungsassistenz am Residenztheater München. Dort arbeitete er unter anderem mit Aleksandar Denić, Raimund Orfeo Voigt und Ulrich Rasche. In dieser Zeit begann auch
die kontinuierliche Zusammenarbeit mit der Regisseurin Mirjam Loibl. Thilo Ullrich ist als freischaffender Bühnen- und Kostümbildner für Schauspiel und Oper tätig. Seine Entwürfe wurden unter anderem an der Oper Frankfurt, am Berliner Ensemble, an der Staatsoper Unter den Linden, der Staatsoper Hannover, der Bergen Nasjonale Opera in
Norwegen sowie am Teatro Massimo in Palermo realisiert. 2020 lernte er den Regisseur Dennis Duszczak kennen; zusammen entwickelten sie vier Inszenierungen am Schauspiel
Dortmund. »GRM Brainfuck« wurde 2023 zum Festival Radikal Jung im Münchner Volkstheater eingeladen. Weitere Projekte führten ihn 2023 an das JOIN der Staatsoper Stuttgart und zurück an das Theater Bremen, wo er seine ersten Theatererfahrungen gesammelt hatte. Für die Opernregisseurin Barbora Horáková entwarf er 2020 erstmals einen
Raumentwurf für die Neuinszenierung von »Carmen« an der Staatsoper Hannover. Seitdem führen sie ihre Zusammenarbeit an international renommierten Opernhäusern fort.
Mit der Produktion »Candide« kehrt er gemeinsam mit Regisseur Wolfgang Nägele an das Theater Bielefeld zurück. Zuvor entstanden dort »Hoffmanns Erzählungen« sowie an
der Oper Frankfurt »Punch and Judy«. Thilo Ullrich ist Alumnus der Akademie Musiktheater heute. 2019 entstand an der Staatsoper Hamburg gemeinschaftlich das
Werk »Die Nacht der Seeigel«.
KOSTÜME
Annette Braun, geboren in Berlin, studierte Kostüm- und Bühnenbild an der Weissensee Kunsthochschule Berlin und schloss ihr Diplom 1995 mit Auszeichnung ab. Anschließend
war sie Meisterschülerin bei Prof. Volker Pfüller. Es folgten neben freien Arbeiten und Aufträgen an den Musikhochschulen Nürnberg und Frankfurt/ Main zahlreiche Ausstattungen
für Film, Tanztheater, Oper, Operette und Schauspiel, wie am Berliner Ensemble, Theater Augsburg, Dortmund, Flensburg, Heidelberg, Jena, Magdeburg und Rostock, an
den Staatstheatern Darmstadt, Kassel, Mainz, am Gärtnerplatz München, der Semperoper Dresden, an der Oper Leipzig und der Oper Graz, beim Festival St. Margarethen in
Österreich, am Teatro dell´Opera di Roma sowie an der Koreanischen National Oper, Seoul und an der Oper Daegu in Südkorea. Mit Wolfgang Nägele ist es mit »Candide« die
vierte Zusammenarbeit, nach »La Bohème« am Staatstheater Darmstadt, »Boris Godunov« am Staatstheater Mainz und »Midsummer Night´s Dream« an der KNO,
Südkorea.
CHOREGRAFIE
Gal Fefferman ist freischaffende Choreografin. Seit 2011 lebt sie in Frankfurt am Main. Nach ihrer Ausbildung an der Maslool School of Contemporary Dance in Tel Aviv abso
vierte sie einen Bachelor in Tanz an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt (HfMDK). Ihr choreografisches Filmprojekt »HINENI«, das 2021 im
studioNAXOS Frankfurt uraufgeführt wurde, war zu mehreren Theaterfestivals eingeladen, darunter die Hessischen Theatertage 2021 und das MADE.Festival 2022. Seit
2021 arbeitet sie mit Julia Blando und Anno Bolender zusammen. Gemeinsam gründeten sie das Kollektiv gossips, das seither die Projekte »ACHSCHAV, HUNGRY« und
»Superheroes gehen nicht auf’s Klo« realisierte. Im März 2026 feierte das neue Stück des Kollektivs, »This Is Not a Solo«, Premiere an den Landungsbrücken Frankfurt.
Ihr Debüt als Choreografin im Sprechtheater gab Gal Fefferman 2025 am Staatsschauspiel Dresden mit »Der Komet«; im Februar 2026 entwickelte sie die Choreografie zu
»Krieg und Frieden« am Düsseldorfer Schauspielhaus (beide mit Regisseur Tillmann Köhler). Ihr besonderes Interesse an Musik führte zu einer regelmäßigen Tätigkeit im
Bereich Oper und Musiktheater. Über viele Jahre war sie als Tänzerin sowie als choreografische Assistentin an zahlreichen Produktionen von Claus Guth beteiligt, an der Oper
Frankfurt, beim Festival d’Aix-en-Provence und an der Opéra-Comique in Paris. Als Choreografin arbeitete sie u.a. in den Inszenierungen »Der Traumgörge« und »Le nozze
di Figaro« (Regie: Tilmann Köhler) sowie »Macbeth« (Regie: R.B. Schlather) und »Die Zauberin« (Regie: Vasily Barkhatov) an der Oper Frankfurt. Zuletzt war sie mit Regisseur
Dennis Krauß an »Der fliegende Holländer« am Theater Osnabrück beteiligt. »Candide« ist ihre erste Zusammenarbeit mit Wolfgang Nägele sowie ihre erste Arbeit
am Theater Bielefeld.
BESETZUNG
Thomas Wolff Voltaire/ Alter Candide/ James / Seemann
Evgueniy Alexiev Pangloss / Martin / Cacambo
Andrei Skliarenko Candide
Veronika Lee Cunegonde
Tomas Kildišius Maximilian / Captain
Alexandra Ionis Old Lady
Mayan Goldenfeld Paquette
Lorin Wey 1. bulgarischer Offizier / Großinquisitor u.a.
Paata Tsivtsivadze Inquisitor 2 u.a.
Moon Soo Park Bear-Keeper / Inquisitor 3 u.a.
Dumitru-Bogdan Sandu 2. bulgarischer Offizier u.a.
Daniel Alejandro Cobos Ortiz Doctor u.a.PREMIERE Sa. 25.04.26 / 19:30 Uhr / Stadttheater




