Warum wir falsche Vorstellungen von jüdischem Leben haben und das gemeinsam ändern sollten

09.10.2026 um 19 Uhr in der VHS-Lemgo-Detmold, Haus Wippermann
Eintritt: 5 € | Mit Voranmeldung über die VHS Detmold-Lemgo
„Du siehst ja gar nicht jüdisch aus“ ist ein Satz, den Tanya beim Dating schon oft gehört hat. Seitdem sie auf dem Pausenhof mitbekam, wie ein Mitschüler den anderen mit „Du Jude“ beschimpfte, beschäftigen sie viele Fragen: Was bedeutet es, jüdisch auszusehen? Gibt es so etwas überhaupt? Muss ich mich für mein Jüdischsein schämen oder darf ich stolz darauf sein?
Die Gedenkstätte Frenkel-Haus und die VHS Detmold-Lemgo verfolgen gemeinsam das Ziel, jungen jüdischen Stimmen eine Bühne in Lemgo zu bereiten. Im vergangenen Jahr war bereits Max Czollek zu Gast, der mit seinem Blick auf die deutsche Erinnerungskultur spannende Diskussionen auslöste. Nun kommt mit Tanya Raab, die auf Social Media unter dem Namen oy_jewish_mama sehr viele Menschen erreicht, in das Haus Wipüpermann und liest aus Ihrem Buch „Shalom zusammen“.
Geboren in der Ukraine, zog Tanya Raab mit 3 Jahren als jüdischer Kontingentflüchtling nach Deutschland. Ihre Mutter ist jüdisch, ihr Vater nicht. Über die Jahre wird ihr immer wieder geraten, diesen Teil von ihr zu verschweigen, um sich selbst zu schützen. Doch eines Tages beschließt sie, sich nicht länger zu verstecken. Ob mit Davidstern-Kette im Fitnessstudio oder Regenbogen-Kippah beim Einkaufen – die queere und feministische Aktivistin zeigt, dass jüdisches Leben anders gelebt werden kann, als man es erwartet. Selbstbewusst erzählt sie von ihrem Alltag zwischen Tradition und Moderne sowie tagtäglichen Erfahrungen mit Antisemitismus, klärt über weit verbreitete Stereotype auf und rechnet mit der deutschen Erinnerungskultur ab.
Mit Scharfsinn und Witz gibt Tanya Raab Impulse für eine Zukunft, in der Jüdinnen und Juden ein Leben ohne Angst und Vorurteile in Deutschland führen können.



