„überLeben – Walheimat Urmeer“ im Lippischen Landesmuseum eröffnet
Mit dem dritten Kapitel der Paläontologischen Landesausstellung Nordrhein-Westfalen geht es zurück in eine Zeit, als NRW noch unter Wasser lag
. Wale in Nordrhein-Westfalen? Was heute ziemlich ungewöhnlich klingt, war vor Millionen von Jahren Realität. Ein warmes Flachmeer bedeckte weite Teile des heutigen Landes, Wale, Seekühe, Robben und Haie bevölkerten seine Gewässer. Seit heute ist diese längst verschwundene Welt im Lippischen Landesmuseum Detmold wieder zu erleben: Die Ausstellung „überLeben – Walheimat Urmeer“ ist eröffnet. Den offiziellen Auftakt bildete am Freitagabend eine ebenso kurzweilige wie ungewöhnliche Eröffnungsveranstaltung in der Stadthalle Detmold. Regierungspräsidentin Anna Katharina Bölling
repräsentierte dabei das Land Nordrhein-Westfalen. Gemeinsam mit Jörg Düning-Gast, Verbandsvorsteher des Landesverbandes Lippe, und Museumsdirektor Dr. Michael Zelle eröffnete sie die Detmolder Teilausstellung der Paläontologischen Landesausstellung Nordrhein-Westfalen.
Statt einer langen Folge klassischer Festreden stand bereits der Abend ganz im Zeichen der Ausstellung: Wissenschaft, überraschende Einblicke und Unterhaltung verbanden sich zu einem abwechslungsreichen Auftakt und machten neugierig auf die Welt, die nur wenige Schritte entfernt im Museum auf die Gäste wartete.
Und auch vor dem Museum waren die Wale bereits angekommen. Die Baltic Kite Friends brachten rund zehn ihrer riesigen Wal-Drachen mit nach Detmold. Aufgeblasen boten die Meeresriesen vor dem Landesmuseum einen außergewöhnlichen Anblick – und machten schon von weitem deutlich: In Detmold dreht sich in den kommenden Monaten vieles um Wale. Im Mittelpunkt steht jedoch das Urmeer selbst. „überLeben – Walheimat Urmeer“ führt Millionen
Jahre zurück in eine Zeit, in der Nordrhein-Westfalen kaum wiederzuerkennen gewesen wäre. Nach dem Ende der Dinosaurier eroberten Säugetiere neue Lebensräume – und mit Walen, Seekühen und Robben schließlich auch die Meere. Originale Fossilien, eindrucksvolle Rekonstruktionen und
Lebensbilder lassen diese verschwundene Welt wieder lebendig werden. Zu den Höhepunkten gehört der rund 6,50 Meter lange Kervenheimer Wal, ein fossiler Bartenwal, der erstmals in dieser Form präsentiert wird. Fossilien von Zahnwalen, Seekühen und Robben erzählen von der erstaunlichen Vielfalt der damaligen Meeresbewohner. Haizähne erinnern daran, dass in diesen Gewässern auch gewaltige Räuber unterwegs waren. Moderne Rekonstruktionen
zeigen schließlich, wie diese Tiere ausgesehen haben könnten und in welchen Lebensräumen sie sich bewegten.
Die Detmolder Ausstellung ist Teil der Paläontologischen Landesausstellung Nordrhein-Westfalen, die auf Initiative des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen ins Leben gerufen und von diesem finanziert wird. Gemeinsam präsentieren
das LWL-Museum für Naturkunde in Münster, das Lippische Landesmuseum Detmold und das Ruhr Museum in Essen unter dem Titel „überLeben“ drei eigenständige Ausstellungen, die unterschiedliche Kapitel der Erdgeschichte in den Blick nehmen.
„überLeben – Walheimat Urmeer“ ist vom 26. September 2026 bis zum 4. April 2027 im Lippischen Landesmuseum Detmold zu sehen.

überLeben – Walheimat Urmeer
26. September 2026 – 4. April 2027
Lippisches Landesmuseum Detmold,
Ameide 4 · 32756 Detmold
www.lippisches-landesmuseum.de
Bildunterschriften:
Die Baltic Kite Friends brachten riesige Wal-Drachen mit zur Eröffnung nach Detmold (Foto: Lippisches
Landesmuseum Detmold)
Eintauchen ins Urmeer: Eindruck aus der neuen Ausstellung „überLeben – Walheimat Urmeer“ im Lippischen
Landesmuseum Detmold. Originalfossilien und eindrucksvolle Rekonstruktionen lassen die längst
verschwundene Meereswelt Nordrhein-Westfalens wieder lebendig werden. (Foto: Lippisches Landesmuseum
Detmold)

„überLeben – Walheimat Urmeer“ ist eröffnet: Dr. Michael Zelle, Regierungspräsidentin Anna Katharina
Bölling, die Kuratoren Denis Theda und René Dederichs sowie Verbandsvorsteher Jörg Düning-Gast (v. l.). (Foto:
Lippisches Landesmuseum Detmold)




