BlickWechsel
in die andere Richtung des Lebens – ein Richtungswechsel.
Lange schon gibt es in Deutschland Hospize, stationäre und ambulante Hospizdienste.
Führend war jedoch England durch Cicely Saunders, die den Satz prägte: „Hospiz ist kein Ort an dem wir uns einrichten, sondern eine Haltung mit der wir uns begegnen.“
1967 eröffnete sie in London das erste Hospiz.
Erst 20 Jahre später wurden in Aachen und München die ersten deutschen Hospize gegründet.
In der DDR machte sich 1987 der katholische Pfarrer Heinrich Pera aus Halle stark für einen ambulanten Hospizdienst. 1989 gründete er das erste stationäre Hospiz in Halle.
Die Psychiaterin Elisabeth Kübler-Ross beobachtete durch ihre Erfahrung Sterbende zu begleiten einen Fünf-Phasen-Prozess, den totkranke Menschen durchmachen:
- Leugnen
- Frustration
- Feilschen
- Depression
- Akzeptanz
In Detmold trafen sich 1993 erstmals zwölf Menschen, um die Hospizbewegung hier ins Leben zu rufen. Eine nicht ganz leichte Aufgabe, da viele Menschen das Wort Hospiz und was dahinter stecken würde, negativ und falsch beurteilten.
Schon 1997 fand in der Stadthalle der 1.Detmolder Hospiztag mit 400 Teilnehmern statt. Namhafte Referenten wie Heinrich Pera, Martina Kern und Professor Franko Rest waren unserer Einladung gefolgt.
Im Jahr 2000 wurde das Netzwerk Hospiz und Palliativmedizin geründet.
2004 traf sich erstmals die Gruppe Ambulante Kinderhospizarbeit. Inzwischen ist die Betreung schwerstkranker Kinder, ihrer Familien und verwaister Eltern ein fester Bestandteil der Hospizarbeit.
Seit 2007 gibt es das Trauercafé, welches von Hinterbliebenen gern und lange besucht wird.
Monatlich erscheint der Rundbrief „BlickWechsel“.
Seit 2016 hat offiziell die Mobile Ethikberatung Lippe ihre Arbeit aufgenommen (MELIP).
2021 erschien im BlickWechsel ein Beitrag zum Thema „Beihilfe zum Suizid“ ein stark nachgefragtes Thema!
Der Ambulante Hospiz- und Palliativ-Beratungsdienst Lippe e.V. (=AHPBLippe) hat aktuell 1.000 Mitglieder.
170 Frauen und Männer sind ehramtlich im Hospizdienst aktiv betreuend tätig.
Dieser Beitrag war mit Informationen und Fakten gespickt. Er war ein Wunsch, das Thema einmal aufzugreifen.
Sabine Penckwitt für kulturinfo-lippe




