Peter Pan
James Matthew Barrie
Spartenübergreifendes Theater / Empfohlen ab 12 Jahren
PREMIERE Sa. 16.05.26 / 19:30 Uhr / Stadttheater
Inszenierung Michael Heicks Musikalische Leitung und Arrangement Laurenz
Wannenmacher Bühne Annette Breuer Kostüme Sandra Maria Paluch Video Sascha
Vredenburg Choreografie Gianni Cuccaro Licht Johann Kaiser-Kranefoed Dramaturgie
Felix Berning, Kerstin Car, Jón Philipp von Linden
Mit Oliver Baierl, Georg Böhm, Brit Dehler, Isabell Giebeler, Lara Hofmann, Christina
Huckle, Melanie Kreuter, Hampus Larsson, Arsalan Naimi, Laura Martín Rey, Faris
Yüzbaşıoğlu, E-Motion, Neverland Band
Als James Matthew Barries Theaterstück »Peter Pan, or the boy who wouldn’t grow up« 1904 im Duke of York’s Theatre in London uraufgeführt wurde, konnte niemand der
Anwesenden erahnen, welchen durchschlagenden und nachhaltigen Erfolg James Matthew Barrie damit haben sollte. Peter Pan selbst tauchte bereits 1902 in seinem Roman »The Little White Bird« als Nebenfigur auf, bevor ihm Barrie zwei Jahre später das Theaterstück und 1906 seine Kurzgeschichtensammlung »Peter Pan in Kensington Gardens« widmete. 1911 erschien schließlich der Roman »Peter and Wendy«, eine auf dem Theaterstück basierende literarische Weiterverarbeitung. Seitdem wurde »Peter Pan and Wendy« in über hundert Sprachen übersetzt und über fünfzigmal filmisch adaptiert. Es scheint, als würde jede*r Peter Pan und seine Geschichte kennen. Bei einem nächtlichen Besuch im Londoner Haus der Darlings verliert Peter Pan seinen widerspenstigen Schatten. Mit Hilfe der jungen Wendy Darling gelingt es ihm, den Abtrünnigen wiederzufinden und schließt dabei gleich Freundschaft mit dem jungen Mädchen und ihren beiden Brüdern John und Michael. Da Peter immer auf der Suche nach neuen »Müttern« für seine Verlorenen Jungs ist, überredet er Wendy kurzerhand, mit ihm nach Nimmerland zu fliegen – Wendy, selbst noch ein Kind, ist sich sicher, dieser Aufgabe gewachsen zu sein und verkörpert spielerisch die Mutter ihrer »Kinder«, die nur wenige Jahre jünger sind als sie. Was anfangs wie ein wahrgewordener Kindertraum klingt, entpuppt sich alsbald als rasanter Alptraum, in dem die Piratenmannschaft um Kapitän Hook, das Gefolge von Häuptlingstochter Tigerlilly, ein tickendes Krokodil und allerhand kuriose Ereignisse aufeinandertreffen, die mal verwundern, mal verzaubern. Als Hook und seine Männer schließlich Wendy und die Verlorenen Jungs überfallen und entführen, hat allerdings jeglicher kindliche Spaß ein Ende – um Wendy und seine Freunde zu retten, muss Peter Pan nicht nur sein Ego hinter sich lassen, sondern auch sein vielleicht größtes Risiko auf sich nehmen. Schließlich stehen sich er und Hook in einem spektakulären Showdown gegenüber, bei dem es nur einen Gewinner geben kann. Doch was passiert, wenn das Abenteuer vorbei ist? Ist es erstrebenswert, niemals
erwachsen zu werden?
Der Reiz der ewigen Jugend und Unsterblichkeit – ein Motiv, das sich seit Jahrtausenden durch die Kulturen unserer Welt zieht, wurde von Barrie neu gedeutet und kommt nun
als spartenübergreifende Inszenierung von Michael Heicks, mit der Musikalischen Leitung von Laurenz Wannenmacher, einem Bühnenbild von Annette Breuer, Kostümen
von Sandra Maria Paluch, Videos von Sascha Vredenburg und einer Choreografie von Gianni Cuccaro auf die Bielefelder Bühne. An diesem Abend zieht das Theater Bielefeld
alle Register, um die fantastische, manchmal sehnsuchtsvolle, häufig aber auch alptraumhafte Welt von Peter Pan und seinem Nimmerland auf die Bühne zu bringen – und
schreckt nicht davor zurück, das Groteske, Absurde und auch Abschreckende auf lustvoll theatrale Art zu zeigen.
Michael Heicks‘ »Peter Pan« spielt an dem Ort, an dem sonst Clowns, Akrobaten, Zirkusdirektoren und Dompteure die Manege beherrschen: in einem Zirkus – Ort der Illusionen,
des Scheins, der Magie, der Zaubertricks und akrobatischen Kunststücke. Ein Ort, an dem alles möglich scheint und Sehnsüchte ihren Platz finden. Ein Ort wie Nimmerland.
Laurenz Wannenmacher und seine fünfköpfige Band begleiten das Geschehen sowohl mit Eigenkompositionen als auch mit atmosphärisch aufgeladenen Pop- und Rocksongs, u. a. von The Tiger Lillies, Coco Rosie, Kaizers Orchestra, u. v. m., die er eigens für den Abend arrangiert und neu orchestriert hat. In den Rollen von Peter Pan und Wendy erleben Sie Arsalan Naimi und Lara Hofmann. Laura Martín Rey ist Tinkerbell und Captain Hook wird von Faris Yüzbaşıoğlu verkörpert, der genau wie Christina Huckle, Georg Böhm, Brit Dehler, Hampus Larsson, Oliver Baierl und Melanie Kreuter weitere Rollen spielt. Ein Wiedersehen gibt es mit Isabell Giebeler, die von 2012 bis 2017 dem Theater Bielefeld angehörte. Mitglieder des Bewegungschores E-Motion vervollständigen das »Peter-Pan«-Ensemble.
Weitere Termine 20.05. / 25.05. / 30.05. / 04.06. / 12.06. / 14.06. / 25.06. / 26.06. /
08.07. / 12.07. Karten T. 0521 51 5454 // www.theater-bielefeld.de
MUSIKALISCHE LEITUNG
Laurenz Wannenmacher wurde in Bielefeld geboren. Nach seinem Klavierstudium holte ihn Tom Waits für die Erfolgsproduktion »Alice« 1992 an das Thalia Theater in Hamburg.
Seitdem wirkte Laurenz Wannenmacher in zahlreichen Theaterproduktionen als musikalischer Leiter, Arrangeur, Pianist und Darsteller mit. Im Schauspiel arbeitete er u. a. mit
Claus Peymann, Sven-Eric Bechtolf, Katharina Thalbach, Jan Bosse, Ulrike Maack, Nicolas Stemann, Anna Bergmann, Jette Steckel und Heike Götze zusammen. Für das Musiktheater leitete er Aufführungen von »Die Comedian Harmonists« in Kiel, Mayen und Frankfurt, schrieb Arrangements und spielte den Pianisten Erwin Bootz. Für das Musical
»Blues Brothers« und die Revue »Kleiner Mann, was nun?« arrangierte er in den Inszenierungen von Barbara Neureiter die Musik. Am Theater Bielefeld verantwortete er
bereits die musikalische Leitung bei »Meisterklasse«, »Ewig jung«, »Cry Baby« und »Fahrenheit 451«.
INSZENIERUNG
Michael Heicks war von 2005 – 2025 Intendant der Bühnen und Orchester Bielefeld, wo er von 2000 bis 2004 bereits Schauspieldirektor war. Mit Beginn der Spielzeit 2018/19
übernahm er zudem die Intendanz der Rudolf-Oetker-Halle (Konzerthaus Bielefeld). Begonnen hatte Michael Heicks nach seinem Regie- und Schauspielstudium an der Otto-
Falckenberg-Schule in München zunächst als freier Regisseur mit Inszenierungen am Staatstheater Braunschweig, Staatstheater Oldenburg, Grips Theater Berlin, am
Deutschen Theater Göttingen, Theater Salzburg, bei den Freilichtspielen Schwäbisch Hall, am Theater Basel, Theater am Neumarkt in Zürich, an den Münchner Kammerspielen
und am Thalia Theater Hamburg. Am Theater Bielefeld inszenierte er zuletzt »Der Sandmann«, »Cabaret«, »Der Gott des Gemetzels«, »Fahrenheit 451« und »State of the Union«.
BESETZUNG
Arsalan Naimi Peter Pan
Faris Yüzbaşıoğlu Kaptain Hook / Curly (Lost Boy)
Lara Hofmann Wendy Darling
Christina Huckle Hund Nana / Zirkusdirektor / Clown
Georg Böhm John Darling / Slightly (Lost Boy) / Cecco (Pirat)
Brit Dehler Michael Darling / Nibs (Lost Boy) / Tiger Lilly
Isabell Giebeler Zwillinge (Lost Boy) / Bill Jukes (Pirat)
Hampus Larsson Mr. Darling / Starkey (Pirat)
Oliver Baierl Tootles (Lost Boy) / Smee (Pirat)
Laura Martín Rey Tinkerbell
Melanie Kreuter Mrs. Darling
Madlene Holtmann Schattenspiel
Oliver Siegel Keyboard
Patrick Reerink Cello
Johannes Huth Bass / E-bass
Reinhold Westerheide Schlagzeug
E-Motion Garçons de Piste





