Die goldene Ära des Films
Oder vom Varieté zum Kinosaal.
Obwohl Valete und Theater nicht tabu sind, der Kinosaal sich noch an Beliebtheit erfreut, sitzen die Menschen viel am Abend vor den Fernsehapparaten und wählen Streamingdienste. Nach acht wird das Programmselbst gemacht!
Aber – wie fing denn mal alles an mit dem Film und wann?
Im April 1895 wurden in Berlin die ersten Filme auf kleinem Raum vorgeführt.
Kurz zuvor fand in Paris vor bereits zahlenden Publikum der Film „Die Ankunft eines Zuges im Bahnhof“ statt. Die Brüder Auguste und Louis Lummiere zeigten den Film mit ihrem Cinematographen. Wie immer in technischen Neuigkeiten ging es schnell vorwärts in der Entwicklung des Films.
1902 erschien der Film „Reise zum Mond“ von Georges Mellies und Edwin Porters „Der große Eisenbahnraub“.
Großstädte hatten Kinosäle, die auf großen Leinwänden den Film zeigten, während jemand die Geschichte im Saal kommentierte. Oft wurde die Handlung durch passendes Klavierspiel untermalt.
Berühmt wurden bald Schauspielerinnen und ihre männlichen Kollegen.
Sarah Bernardt, Harry Davenport, Rudolfo Valentino, Erna Naren und Paul Hermann Bildt sollen hier stellvertretend für die Akteure der beginnenden Kinoära stehen.
Dann kamen allmählich die Filmgattungen ins Spiel. Zum Beispiel Film Noir.
Es waren betont düstere pessimistische Thriller, die in den 1940 und 1950 Jahren, wie „Boulevard der Dämmerung“ von 1950 und „Frau ohne Gewissen“ von 1944, um nur zwei zu nennen.
Für Politik und Militär spielte der Film eine große Rolle. So wurden in der Zeit des Nationalsozialismus vor dem Hauptfilm Propaganda bzw. während des Krieges geschönte Frontberichte gezeigt.
„Der Augenzeuge“ war die Vorinformation vor dem Hauptfilm der DDR Kinos. Auch darin gab es geschönte lügnerische Berichte von erreichten Erntehöhepunkten oder großen Erfolgen in der Industrie.
Heute sieht der Kinobesucher Reklame oder Vorschau kommender Filme.
Sabine Penckwitt für kulturinfo-lippe




