Zweite Runde für den „Aktionstag Musik“
Johannes-Brahms-Musikschule und Hochschule für Musik vertiefen erfolgreiche Kooperation
Detmold. Wie vertont man improvisatorisch einen Stummfilm? Wie fühlt sich ein absolut schalltoter Raum an? Und welche Wege führen später einmal in einen Musikberuf? Antworten auf diese Fragen erhielten 25 Schülerinnen und Schüler der Johannes-Brahms-Musikschule (JBM) beim mittlerweile zweiten „Aktionstag Musik“. Die Veranstaltung fand im Rahmen des „Modellprojektes Talentförderung Detmold“ statt – einer Kooperation zwischen der JBM und der Hochschule für Musik (HfM) Detmold, gefördert durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen.
Dass der Aktionstag in diesem Jahr an der Hochschule stattfand, erfüllte den Wunsch der Teil-nehmenden vom ersten Durchgang. So öffnete der zweite Aktionstag den Kindern und Jugendlichen nun die Türen zu den professionellen Ausbildungsstätten der HfM. Das erklärte Ziel: musikalische Berufsfelder frühzeitig erlebbar machen, Berührungsängste abbauen und gelingende Übergänge innerhalb musikalischer Bildungsbiografien gestalten.
Der Tag begann mit einer exklusiven Campusführung durch den Rektor der HfM Detmold, Prof. Dr. Thomas Grosse. Er nahm sich ausgiebig Zeit, um die Fragen der wissbegierigen Schülerinnen und Schüler zu beantworten und gab mithilfe eines Kurzfilms erste Einblicke in die Vielfalt traditioneller und moderner Musikberufe.
Im renommierten Erich-Thienhaus-Institut (ETI) begrüßte Prof. Dr. Timo Grothe die Gruppe und unterstrich die internationale Bedeutung der Detmolder Tonmeisterausbildung. Unter der fachkundigen Führung der Studierenden Bela Härle und Janosch Alze durften die Jugendlichen in die Praxis eintauchen. Sie erlebten hochmodernes Equipment und die Arbeit an einer Musikproduktion im Regieraum sowie die Extreme der Akustik: vom faszinierenden Hallraum bis zum völlig schalltoten Raum des Labors. Gemeinsam mit Studierenden der Klasse von HfM-Dozentin für Improvisation Anja Damianov machten sich die Teilnehmenden mit ihren Instrumenten daran, einen Kurzfilm live zu vertonen. Ein kreativer Prozess, der den Jugendlichen viel Spaß machte. Bei der Ergebnispräsentation, zu der auch die Eltern eingeladen waren, wurde der vertonte Kurzfilm stolz vorgeführt. Der ereignisreiche Tag klang schließlich bei ei-nem gemeinsamen Essen in der Mensa aus.
Moritz Reuter, Projektleiter des Modellprojekts Talentförderung, zog ein durchweg positives Fazit: „Mein Dank gilt allen Mitwirkenden, die den Kindern und Jugendlichen den wertvollen Einblick in die Welt der HfM Detmold ermöglicht haben.“




