Letzte Vorstellung von „No Way to Treat a Lady“ am Theater Paderborn am 8. März 2026
Am 08. März 2026 um 18:00 Uhr zeigt das Theater Paderborn die letzte Vorstellung des Musicals „No Way to Treat a Lady“. Das Musical mit Buch, Musik und Songtexten von Douglas J. Cohen, basierend auf dem Roman von William Goldman und übersetzt von Holger Hauer, wurde im Großen Haus mit großem Erfolg gezeigt. Zur Premiere im Oktober war eigens der Autor und Komponist Douglas J. Cohen aus New York nach Paderborn angereist, um die Produktion persönlich zu erleben.
Im Mittelpunkt der Geschichte steht Detective Morris Brummel, dessen Karriere beim New York Police Department ins Stocken geraten ist. Zwischen familiären Erwartungen und beruflichen Herausforderungen sehnt er sich nach einem großen Fall, der ihm Anerkennung bringt. Dieser lässt nicht lange auf sich warten: Ein Serienmörder hält die Stadt in Atem und tritt in direkten Kontakt mit Morris, um ihn in perfide Psychospielchen zu verwickeln.
„No Way to Treat a Lady“ verbindet die Spannung eines Thrillers mit der pointierten Schärfe einer schwarzen Komödie. Der Blick in die Seele eines Mörders und die parallelen Eitelkeiten zwischen Täter und Ermittler erzeugen ein faszinierendes Wechselspiel aus Humor und Abgrund. Für sein Werk erhielt Douglas J. Cohen 1987 den renommierten Richard Rodgers Development Award der American Academy of Arts and Letters.
Tickets für die letzten Vorstellungen von „No Way to Treat a Lady“ sind an der Theaterkasse am Neuen Platz 6 und online unter www.theater-paderborn.de erhältlich.

No Way to Treat a Lady
Buch, Musik und Songtexte von Douglas J. Cohen
Basierend auf dem Roman von William Goldman
Übersetzt von Holger Hauer
im Großen Haus
Aufführungsrechte The Barbara Hogenson Agency
Dauer ca. 2 Stunden, 20 Minuten, inkl. eine Pause26 /
// BESETZUNG
Kit Gill Fehmi Göklü
Morris Brummel Florian Soyka
Sarah Stone Marlene Jubelius
Mütter / Opfer Claudia Dilay Hauf
Keys Peter Andreas Stolle & Markus Maurer
Korrepetition Peter Andreas Stolle, Markus Maurer & Jakob J. Lübke
Reeds 1 Thorsten Floth & Jonas Buschsieweke
Reeds 2 Anja Heix & Karsten Scheunemann
Bass Manuel Bürgel & Daniel Le-Van-Vo
Drums Arndt Hesse
Regie & Choreographie Eric Rentmeister / Bühne & Kostüme Stephan Prattes / Musikalische Leitung Peter Andreas Stolle / Dramaturgie Eva Veiders / Regieassistenz Hannah Wolfhagen & Anna-Katharina Gülicher / Inspizienz Robert Häselbarth / Technischer Leiter Klaus Herrmann / Bühnenmeister Sven Belzer / Programmierung Bühne Felix Lütke-Bexten & Philipp Neiteler / Beleuchtungsmeister Marcus Krömer / Einrichtung Licht Marcus Krömer / Programmierung Licht Marcus Krömer & Georg Rolle / Betreuung Licht Viviane Wiegers & Georg Rolle / Ton & Video Till Herrlich-Petry & Lars Henrik Meyer / Requisite Annette Seidel-Rohlf & Sona Ahmadnia / Leitung Kostümabteilung Claudia Schinke / Maske Ulla Bohnebeck & Henriette Masmeier
// Inhalt
Morris Brummel ist Detective beim New York Police Department, aber tritt karrieretechnisch auf der Stelle. Er wohnt noch bei seiner sehr dominanten Mutter, die ihn fortwährend mit seinem erfolgreichen Bruder vergleicht, sehnt sich nach dem ganz großen Coup – und natürlich auch nach der großen Liebe. Doch mit einem Mal ist die Erfüllung beider Träume zum Greifen nah:
Eine Serie von Tötungsdelikten erschüttert die Stadt. Das ist seine Chance! Der Mörder scheint es ausschließlich auf Frauen abgesehen zu haben. Dabei schlüpft er, Christopher Gill, genannt Kit – der Sohn des gefeierten Bühnenstars Alexandra Gill, selbst ein erfolgloser Schauspieler – mit jedem Mord in eine andere Rolle und erfindet sich neu. Im Zuge der Ermittlungen lernt der Detective die attraktive Galeristin Sarah kennen. Doch dann nimmt der Mörder Kontakt zu ihm auf, um mit ihm gemeinsame Sache zu machen. Träumen sie nicht beide davon, eines Tages in der New York Times zu erscheinen? Jetzt muss Brummel versuchen, den Täter sich gleichzeitig vom Leib und bei Laune zu halten, während Sarah immer mehr in sein Visier gerät …
In seiner bizarren Musical-Komödie „No Way to Treat a Lady“ lässt Douglas J. Cohen zwei scheinbar gegensätzliche Antagonisten aufeinandertreffen, die doch mehr gemeinsam haben, als ihnen lieb ist: eine tiefe Sehnsucht nach Anerkennung – und ein ausgesprochen spezielles Verhältnis zu ihren Müttern.
// Die Autoren
Douglas J. Cohen
Der amerikanische Komponist, Librettist und Songtexter Douglas J. Cohen ist nahezu Autodidakt. Er begann schon im Alter von fünf Jahren nach dem Gehör Klavier zu spielen und komponierte während seiner Schulzeit erste kleine Songs. Im College belegte er u.a. Musiktheorie und nahm an Kompositionskursen teil. Seine Abschlussarbeit war ein kleines Musical, Dr. Jakyll and the Mr. Hyde Bar, sehr frei nach Robert Louis Stephenson, für das er ebenfalls Buch, Songtexte und Musik schrieb. Als Vorbilder nennt Douglas J. Cohen, neben seiner Großmutter, einer Konzertpianistin, die Großen des Broadway, darunter George Gershwin, Richard Rodgers, Kurt Weill und, vor allem, Stephen Sondheim. Sein bisher bekanntestes Musical ist It’s No Way To Treat A Lady (So behandelt man keine Dame) für das er, ebenso wie für Der Gig, mit dem Richard Rodgers Award der American Academy of Arts and Letters ausgezeichnet wurde. Außerdem erhielt er den renommierten New Yorker Gilman & Gonzalez-Falla Theatre Fondation Award.
Quelle: https://www.gallissas-verlag.de/autoren/cohen-douglas-j
William Goldman (Vorlage)
Drehbuchautor von „Die Unbestechlichen“ ist tot
Mit seinen Skripten holte er zwei Oscars und wurde in Hollywood als „Erfinder des modernen Drehbuchs“ geehrt: Jetzt ist William Goldman im Alter von 87 Jahren gestorben.
Der US-Drehbuchautor und Oscar-Preisträger William Goldman ist tot. Wie die Washington Post und andere Medien unter Berufung auf dessen Familie berichten, starb der Autor im Alter von 87 Jahren an den Folgen einer schweren Krankheit in seinem Haus in New York.
Goldman hatte die Vorlagen für Hollywood-Klassiker wie Die Unbestechlichen, Der Marathon-Mann und Butch Cassidy und Sundance Kid geliefert. Regisseur Rob Reiner (Harry und Sally, Misery) bezeichnete ihn einst als „möglicherweise Amerikas großartigsten Drehbuchautor“. Oscar-Preisträger Aaron Sorkin, der die Vorlagen für The Social Network und Steve Jobs schrieb, pries ihn als den Erfinder des modernen Drehbuchs. Alles, was er wisse, habe er von Goldman gelernt, sagte er.
Reiner und Sorkin sind nur zwei von vielen Filmgrößen, die nun um den Autor trauern. Hollywood-Regisseur Ron Howard (A Beautiful Mind) würdigte ihn in einem Tweet als „einen der größten und erfolgreichsten Drehbuchautoren aller Zeiten“. Schriftsteller Stephen King würdigte Goldman als „geistreich und talentiert“. „Sein Skript von meinem Buch Misery war eine wunderbare Sache“, schrieb er ebenfalls auf Twitter. Seinen ersten Oscar gewann Goldman für den Western Butch Cassidy und Sundance Kid (1969) mit Paul Newman und Robert Redford – ohne ihn persönlich in Empfang zu nehmen. Er hatte sich „null Gewinnchancen“ ausgerechnet und war der Gala in Los Angeles einfach ferngeblieben. Sieben Jahre später trat er aber selbst auf die Bühne, als er für sein Drehbuch für Die Unbestechlichen mit dem höchsten Filmpreis ausgezeichnet wurde. Goldman war bis zuletzt nicht nur als Drehbuchautor und Script-Doctor aktiv – den Dialogen in Wilde Kreaturen (1997) und Mission Impossible II (2000) gab er den letzten Schliff –, sondern scheute sich auch nicht, die Eitelkeiten und Machtspiele der Filmindustrie offen anzusprechen. Dazu veröffentlichte er etwa die beiden Bücher Das Hollywood-Geschäft und Wer hat hier gelogen? und prägte den berühmten Satz: „Nobody knows anything“, niemand im Hollywood wisse irgendetwas. „Keiner hat die geringste Idee, was für ein Film am Ende gut läuft“, erklärte Goldman 2014 in einem Interview von IndieWire.
Der 1931 im US-Staat Illinois geborene Autor, der vor seiner Hollywood-Karriere Literatur studierte, schrieb mit 25 Jahren den ersten von insgesamt 20 Romanen. Am bekanntesten ist sein Fantasybuch Die Brautprinzessin, ein fantastisches Märchen mit Riesen, Prinzen und Fabelwesen. Sein erstes Skript schrieb er nach eigenen Angaben überhaupt erst mit 33 Jahren – er sei einfach viel ins Kino gegangen und habe sich dort und nicht am Schreibtisch in Filme verliebt, sagte Goldman einst.
Seine Lust am Schreiben und an der offenen Kritik hat er bis ins hohe Alter nicht verloren. Fünf Drehbücher habe er seit 2003 zu Papier gebracht, aber noch sei keines davon verfilmt worden, sagte Goldman vor drei Jahren dem Entertainmentportal Vulture.com. Sein Ansporn für die eigene Schreiblust: „Viele Filme, die heute gemacht werden, gefallen mir nicht.“
Quelle: ZEIT ONLINE, dpa, lui, 17. November 2018, 9:09 Uhr
Holger Hauer (Übersetzung)
(* 25. Februar 1964 in Münster) ist ein deutscher Schauspieler und Regisseur. Er spielte Theater u. a. in Hannover, Berlin, Hamburg und Dortmund und hatte Rollen in zahlreichen Musicals wie Tommy, Hair, der Rocky Horror Show und der West Side Story, ebenso wie in Macbeth oder Ein Sommernachtstraum. 2015 inszenierte er La Cage aux Folles im Zeltpalast Merzig, wo er auch die Rolle des Albin übernahm. Bereits in der Spielzeit 2007/08 hatte er am Theater Koblenz in La Cage aux Folles mitgespielt, in der Rolle des Georges. Seit 1996 führt er Regie, zuletzt am Stadttheater Osnabrück West Side Story, am Theater Trier Paradise of Pain, Woman of the Year am Theater Pforzheim und Der Zauberer von Camelot am Friedrichstadtpalast in Berlin. 2008 inszenierte er seine eigene Rockoper Christ O am Staatstheater am Gärtnerplatz in München. An der Staatsoperette Dresden inszeniert er seit 2009 regelmäßig.
Seit 1995 spielte er in zahlreichen Fernsehproduktionen und -serien mit, angefangen mit der RTL-Produktion Mami, ich will bei dir bleiben (1995). Neben Gute Zeiten, schlechte Zeiten oder Hinter Gittern – Der Frauenknast war er auch öfter in ZDF-Serien wie Ein Fall für zwei, Wilsberg oder Ein starkes Team zu sehen. 2006 spielt er im Kinofilm Vater – Leben vor dem Tod vom Regisseur Peter Kahane. Zudem ist er in SOKO Kitzbühel, Die Rettungsflieger und aktuell in der neuen ZDF-Serie KDD – Kriminaldauerdienst zu sehen.



