ANTRAG AUF GRÖßTMÖGLICHE
ENTFERNUNG VON GEWALT
Theater am Alten Markt | ab 29.01.
2024 fanden ca. 13.700 Frauen Zuflucht in einem Frauenhaus. Stellvertretend für die vielen Geschichten, die unsichtbar und ungehört bleiben, erzählen Anna, Ronja, Aylin, Maria und Melanie von ihren Leben und entblättern damit nicht nur die Mechanismen struktureller Gewalt gegen Frauen, sondern zeigen auch die bürokratischen Hürden auf, die der vermeintliche Zufluchtsort mit sich bringt.
Für ihren eindringlichen, – aber trotz der Schwere des Themas dennoch – unterhaltsamen und sprachakrobatischen Text recherchierte Felicia Zeller, eine der renommiertesten zeitgenössischen Stimmen Deutschlands, in einem Frauenhaus. Aus den Interviews, die sie dort mit Bewohnerinnen führte, entstand ein Theatertext, der die Betroffenen selbst zu Wort kommen lässt, anstatt nur über sie zu sprechen.
Der erste Schrittmacher der Saison wird ein Tanzstück über die Frage, welches Vermächtnis man hinterlässt, welche Träume sich (nicht) erfüllen und welche Begegnungen Narben auf unserer Seele hinterlassen.
Auf Spurensuche begeben sich eine Erwachsenen-Gruppe und der TANZ Jugendclub. Darüber hinaus wird es ein berührendes Duett zweier Herren geben.
Der Rückblick der trojanischen Königstochter Kassandra auf zehn Jahre Krieg angesichts ihrer eigenen Ermordung wurde von Christa Wolf zum Psychogramm einer Frau geformt, die stets für ihre Unabhängigkeit kämpfte. Ein sparten-übergreifendes Theater mit Schauspielerin, Orchester und Chor.
Am 09.02. gibt es erste Einblicke vor der Premiere!
Anfang dieser Spielzeit wurde beim Auftakt! der Schauspieltaler an Nicole Lippold verliehen. In der lockeren Atmosphäre des Foyers der Rudolf-Oetker-Halle können Sie sie außerhalb der Bühne kennenlernen.
Im Gespräch mit Konzerthausdirektor Martin Beyer werden die wichtigsten Stationen ihrer Biografie beleuchtet und der ein oder andere Blick hinter die Kulissen gewagt.