Hochschule für Musik Detmold Pressemitteilung
Professur für Geschlechterforschung erfolgreich besetzt
Anna Theresa Roth forscht zu Gender- und Intersektionalitätsaspekten in der
Musikpädagogik
Ein deutliches Zeichen für mehr Vielfalt und Chancengleichheit: Dieses Ziel verfolgte die Hochschule für Musik Detmold, als sie vor genau einem Jahr
mit Erfolg einen Antrag beim Land Nordrhein-Westfalen stellte. Aus dem Förderprogramm des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft NRW erhielt die
Hochschule eine Anschubförderung für drei Jahre, um eine neue Professur für Geschlechterforschung einzurichten. Diese konnte im Dezember 2025 erfolgreich besetzt werden.
Seitdem forscht Prof. Anna Theresa Roth zu Gender- und Intersektionalitätsaspekten in den musikpädagogischen Studiengängen Instrumental- und Gesangspädagogik sowie Elementare Musikpädagogik. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, wie sich der Zugang zu musikalischer Bildung für alle Kinder und musikalisch Lernenden gerechter gestalten lässt. Denn noch immer sind musikalische Praxen durch stereotype Vorstellungen geprägt: Der Harfe widmen sich überwiegend Frauen, Blechblasinstrumente werden eher von Männern gespielt. Solche Muster entstehen oft bereits in der Kindheit und werden durch gesellschaftliche Erwartungen verstärkt. Sie u hinterfragen und aufzubrechen, ist ein zentrales Anliegen der Professur, nicht zuletzt auch mit Blick auf den Fachkräftemangel im Musikbereich. Anna Theresa Roth bringt dafür umfangreiche wissenschaftliche und künstlerische Erfahrung mit. Sie studierte Viola und Instrumentalpädagogik an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover sowie Mathematik an der FernUniversität Hagen. Derzeit promoviert sie im Fach Musikpädagogik in Hannover. In ihrer Dissertation untersucht sie, inwiefern Lehrkräfte beim Unterrichten von Musikgeschichte durch ihr eigenes Wissen, biographische Erfahrungen und tradierte Normen beeinflusst werden. Am Institut für Musikpädagogische Forschung war sie
zudem an Forschungsprojekten zu gendersensiblem Musikunterricht sowie zu Lehr- und Lernprozessen bei der Vermittlung von Musikgeschichte beteiligt.
„Wir freuen uns sehr, mit Anna Theresa Roth eine engagierte Musikpädagogin gefunden zu haben, die den Blick auf diversitätssensiblen Musikunterricht schärft und damit mehr jungen Menschen den Zugang zu musikbezogenen Inhalten eröffnet“, sagt Hochschulrektor Prof. Dr. Thomas Grosse anlässlich der Berufung. Auch Roth blickt positiv auf ihre neue Aufgabe in Detmold: „Die musikpädagogischen Studiengänge arbeiten hier sehr engagiert und eng zusammen. Diese Synergien lassen sich hervorragend nutzen, um Gender- und Diversitätsaspekte im Musikunterricht weiterzuentwickeln.“
Der Förderantrag der Hochschule für Musik Detmold wurde im Rahmen des NRW Landesprogramms zur Förderung der Geschlechterforschung bewilligt. Neben der Hochschule Bielefeld zählte die HfM Detmold zu den insgesamt fünf ausgewählten Hochschulen.
Bildunterschrift: Hochschulrektor Prof. Dr. Thomas Grosse begrüßt die neue
Professorin Anna Theresa Roth © HfM Detmold/Plettenberg




