Barocker Glanz und Wiener Klassik
2. Abonnementkonzert des Detmolder Kammerorchesters mit Werken von Händel und Mozart
Sie ist erhaben und verspielt zugleich, voll des Jubels und einfach schön anzuhören: Kein Wunder, dass die „Wassermusik“ von Georg Friedrich Händel bis heute nicht nur zu seinen beliebtesten Orchesterwerken, sondern zu den bekanntesten Werken des Barock‘ überhaupt zählt. Im 2. Abonnementkonzert des Detmolder Kammerorchesters (DKO) am Dienstag, 3. Februar, 19.30 Uhr, kann sich das Publikum im Konzerthaus Detmold davon überzeugen. Den drei Suiten voran stellt das DKO Wolfgang Amadeus Mozarts Violinkonzert Nr. 1 B-Dur KV 207, das er als Siebzehnjähriger schrieb, sowie dessen Adagio und Fuge c-Moll für Streicher, KV 546. Die Leitung hat Daniel Stabrawa, der auch den Solopart übernimmt.
Mozart in Bestform
Im April 1773 vollendet Wolfgang Amadeus Mozart sein erstes Violinkonzert. Vier weitere folgten bis 1775. Dann hängte Mozart das ihm ungeliebte Instrument an den kompositorischen Nagel, und Geiger müssen sich damit abfinden, dass es Violinkonzerte nur vom jungen Mozart gibt. Nichtsdestotrotz gehört das Werk, das zugleich sein erstes Instrumentalkonzert überhaupt ist, zu dem wohl Schönsten, das für Geige geschrieben wurde. Das Publikum erwartet ein Werk, ganz ohne die damals beliebten italienischen geigerischen Akrobatikeinlagen, nicht auf Virtuosentum setzend, sondern auf einen warmen runden Klang.
Barocke Polyphonie mit den Klangfarben der Klassik
Obwohl Mozart vieles mit scheinbarer Leichtigkeit zu Papier brachte, so studierte er doch die alten Meister, um seine Fertigkeiten zu schulen. Dazu gehörte auch die Auseinandersetzung mit den Fugen Johann Sebastian Bachs. Ein eindrucksvolles Beispiel dafür ist seine Komposition „Adagio und Fuge c-Moll für Streicher“, KV 546, die weitaus mehr ist als nur ein „Übungsstück“. Von der ersten Note an durchdringt Mozart das Bach´sche Modell und passt es kongenial seiner eigenen Tonsprache an.
Von der royalen Hintergrundmusik zum Welterfolg
Komponiert als Freiluftmusik für die Wasserfahrten König Georgs I. von England war sie dereinst kaum mehr als akustischer Background für eine Strecke von A nach B. Heutzutage gehört der als „Water Music“ überlieferte Zyklus von Orchestersätzen aus der Feder von Georg Friedrich Händel zu den populärsten Werken des gesamten Klassik-Repertoires. Und nicht nur auf der Themse, sondern auch im Konzertsaal entfalten die 21 Tänze nebst Ouvertüre ohne Frage ihre Wirkung. Besucher können sich auf lauter berühmte Noten freuen, auf eine Musik, glitzernd und ergreifend, effektvoll und mitunter geradezu schmissig, mit prächtigen Bläserfanfaren, eleganten Rhythmen und zahlreichen Ohrwürmern – wie geschaffen fürs Vor-sich-hin-Summen auf dem Nachhauseweg.
Tickets
Eintrittskarten für das Konzert sind im Vorverkauf zum Preis von 26, 22 und 13 Euro (ermäßigt 13, 11, 6 Euro) erhältlich in den Geschäftsstellen der Lippischen Landes-Zeitung und in der Tourist-Information am Markt in Detmold sowie im Internet über www.reservix.de und www.detmolder-kammerorchester.de. An der Abendkasse bezahlen Konzertbesucher 30, 26 und 16 Euro (ermäßigt 15, 13, 8 Euro). Studierende der HfM Detmold, der TH OWL und Schülerinnen und Schüler der Johannes-Brahms-Musikschule Detmold erhalten kurz vor Konzertbeginn freien Zugang zu verfügbaren Restplätzen. Ein Einführungsvortrag im Palais („Gartensaal“, Neustadt 22) stimmt auf das Konzert ein. Weitere Informationen gibt es auf: www.detmolder-kammerorchester.de.
Bildunterzeilen
Mit königlichem Glanz: Das Detmolder Kammerorchester spielt in seinem 2. Abonnementkonzert unter anderem Händels „Wassermusik“. Foto: Eva Maria Richter
Solist und Leiter in Personalunion: Daniel Stabrawa. Foto: Eva Maria Richter
2. Abonnementkonzert
Dienstag, 3. Februar 2026 | 19.30 Uhr | Konzerthaus Detmold
Wolfgang Amadeus Mozart (1756–1791): Violinkonzert Nr. 1 B-Dur KV 207
Wolfgang Amadeus Mozart (1756–1791): Adagio und Fuge c-Moll für Streicher, KV 546
Georg Friedrich Händel (1685–1759): Wassermusik HWV 348, 349 und 350
Detmolder Kammerorchester
Daniel Stabrawa, Violine und Leitung




