Reisebericht
Wenn einer eine Reise macht dann…
Wenn einer eine Reise macht, dann kann er was erleben und erzählen. Wir haben eine ganz besondere Fahrt gemacht und haben es aufgeschrieben und fotografiert.
Angefangen hat die Fahrt durch das junge Maiengrün nach San Ambroghio ins Valpolicella nach Norditalien auf das Weingut des Grafen Serego Alighieri, der 20. Generation des großen Poeten Dante Alighieri. Es wurde von Pietro, Dantes Sohn, im 14. Jahrhundert erworben und ist bis heute in Familienbesitz. Eine fast klösterliche Ruhe umfängt den Gast in diesem Weingut, das umgeben von einer hohen Mauer nur über eine Pappelallee zu erreichen ist. Die acht Appartements, die die Namen der Trauben des Anbaugebietes tragen, sind exquisit ausgestattet, sogar mit eigener Küchenzeile zum Selbstverköstigen, da auf dem Weingut nur ein delikates Frühstück gereicht wird. Ein Ort um immer wiederzukommen!

Von hier haben wir unsere Abstecher in diese geschichtsträchtige und vom Weinanbau geprägte Gegend gemacht. Verona war das erste Ziel, da nur 15 Kilometer entfernt. Nicht nur Shakespeares ewig Liebende „Romeo und Julia“, machen den Flair und Charme Veronas aus, auch nicht die legendäre Arena di Verona mit ihren alljährlichen Opernfestspielen, sondern es ist die Stadt selbst, die den Besucher in ihren Bann schlägt. Verona liegt an der Etsch, etwa 59m über dem Meeresspiegel am Austritt der sogenannten Brenner-Linie in die Poebene. Seit 2000 gehört die Altstadt zum Welt-Kulturerbe. Von der Piazza delle Erbe sind es nur wenige Schritte zum Haus der Julia mit dem berühmtesten Balkon der Literaturgeschichte. Aber, für die Figuren im Schauspiel gab es keine historischen Vorbilder und auch keinen Balkon. Auf der Piazza Bra mit ihren vielen Cafés kann man gut sitzen um italienisch zu genießen mit Blick auf die Arena. Die Vorbereitungen auf die Saison 2015 sind im vollen Gange. Einige Requisiten haben wir schon gesichtet und fotografiert. Kulinarisch können wir „Redondo Iglesias“ empfehlen. Ja, das kommt Ihnen zu Recht spanisch vor. Hier in der Via Massalongo 5, gibt es herrlich mundenden Schinken vom Iberico Pata Negra, dem iberischen schwarzen Edelschwein, dazu Tapas und Wein, liebevoll serviert von fachkundigem Personal.

Einen Abstecher zum Gardasee sollten Sie sich gönnen. Wir haben den feinen Ort Bardolino besucht und sind ein weites Stück am See entlanggegangen, um dann im Café Bella Italia einen exzellenten Frutti de Mare Salat zu uns zu nehmen und den Wein der Region zu genießen.
Von Umbrien ging es weiter nach Südtirol, für uns das erste Mal. Wir hatten uns das Eggental ausgesucht, da es zu dieser frühen Jahreszeit, Anfang Mai, nur wenig Hotels gibt, die geöffnet haben. Und damit haben wir einen Glücksgriff getan. Selbst keine Biker, nahm uns das Hotel-Restaurant Mondschein trotzdem auf. Es ist ein wahres Biker Paradies, aber auch für „Andersreisende“ ein vortrefflicher Ort, um ein paar Tage auszuspannen. Wir hätten es nicht besser treffen können. Der E Mail Kontakt verhieß schon viel Gutes und was sich beim Empfang bestätigte. Nina, Tochter des Hauses empfing uns so herzlich, dass wir uns sofort wie zu Hause fühlten. Auch mit der Auswahl unserer Touren inmitten der Dolomiten, war man im Hotel Mondschein gleich mit einem Roadbook, mit über 35 Bikertouren durch diese atemberaubende Landschaft, die man aber genauso gut mit dem PKW unternehmen kann, zur Hand. Das Mondscheinteam ist ein Familienunternehmen.

Wir sind die Dolomitenstraße gefahren. Von der Karapass-Straße mit Blick auf den imposanten Latemar (2684m), Teil des UNESCO-Welterbes der Dolomiten, biegt man links auf die Straße zum Nigra-Pass(1690m) ab, vorbei am „Rosengarten“, dem sehr bekannten Gebirgsmassiv und dann geht es über die Hochstraße ins Grödnertal. Hinter Wolkenstein geht es 68 Kehren hoch auf das Sella-Joch, 2241m über dem Meeresspiegel, auf dem noch einiger Schnee lag. Es war eine faszinierende Rundfahrt von rund 140 km. Einen Besuch in der Landeshauptstadt Bozen lohnt sich allemal. Eine alte Stadt mit Tradition und mit tollen Läden unter Laubengängen.
Abends im Hotel Mondschein gibt es wieder ein grandioses 4 Gang Menü, welches wir als Halbpension gebucht hatten. Es gab eine Österreichisch Italienische Küche, liebevoll und individuell vom Chefkoch und seinem Team zubereitet. Ein Stammgast, der schon das siebte Mal mit seiner Familie das gastliche Haus besuchte, verriet uns, dass er noch nie eine Speise doppelt bekommen hätte. Ein wirklich empfehlenswertes Haus das Hotel Restaurant Mondschein, in dem wir von der Familie Weissensteiner herzlich willkommen geheißen wurden.




