Neue Ausstellung begeistert bereits zur Eröffnung
Feierliche Eröffnung der Ausstellung Denk:Mal! – 150 Jahre Hermannsdenkmal
Detmold, 27. November 2025. Mit großer Publikumsresonanz wurde die Sonderausstellung „Denk:Mal! – 150 Jahre Hermannsdenkmal“ im Lippischen Landesmuseum Detmold eröffnet. Die Schau nimmt das 150-jährige Jubiläum des Monuments zum Anlass, Denkmäler als politische Symbole, Erinnerungsorte und kulturelle Spiegel ihrer Zeit neu zu beleuchten.

Zur Eröffnung begrüßte Museumsdirektor Dr. Michael Zelle zahlreiche Gäste aus Kultur, Wissenschaft und Politik. Jörg Düning-Gast, Verbandsvorsteher des Landesverbandes Lippe, und Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger, LWL-Kulturdezernentin und Vorstandsmitglied der LWL-Kulturstiftung, betonten die besondere Bedeutung des Hermannsdenkmals für die Region und die Relevanz einer zeitgemäßen Auseinandersetzung mit nationalen Erinnerungsorten.
Das Kuratorenteam Julia Schafmeister und Dr. Stephan Berke führten in Konzept und Aufbau der Ausstellung ein. Neun thematische Inszenierungen verknüpfen lokale Geschichte mit globalen Perspektiven – von internationalen Hologrammen historischer Persönlichkeiten wie Jeanne d’Arc, Atatürk oder Ada Lovelace bis zu einem neuen Blick auf das Hermannsdenkmal selbst. Die Ausstellung zeigt, wie unterschiedlich Denkmäler weltweit genutzt, gedeutet und umstritten sind.

Ein besonderer Akzent der Ausstellung liegt auf innovativen Vermittlungsformaten. Jan Pieniak vom KreativInstitut OWL (KIO) stellte die interaktive Virtual-Reality-Experience „RepArminius“ vor, die von seinem Team entwickelt wurde. Die VR-Station ermöglicht Besucherinnen und Besuchern eine immersive Begegnung mit Ernst von Bandel, dem Erbauer des Hermannsdenkmals, und verbindet historische Forschung mit spielerisch-partizipativen Elementen.
Für Aufmerksamkeit weit über Detmold hinaus sorgte zudem ein besonderer Moment: Der WDR begleitete die Eröffnung live für die Lokalzeit OWL, wodurch die Ausstellung schon am ersten Abend eine hohe mediale Sichtbarkeit gewann.
Die Ausstellung verbindet wissenschaftliche Tiefenschärfe mit zeitgemäßen Vermittlungsformaten und lädt dazu ein, Denkmäler nicht nur als historische Objekte zu betrachten, sondern als Spiegel gesellschaftlicher Entwicklungen und aktueller Fragen: Was soll bleiben? Was muss erklärt werden? Und wie wollen wir künftig erinnern?
Die Sonderausstellung im Lippischen Landesmuseum Detmold wird unterstützt von:
KreativInstitut OWL (KIO), Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen, Kulturstiftung des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL), Stiftung Standortsicherung Kreis Lippe, Lippische Landesbrandversicherung AG, Sparkassen in Lippe, Landesarchiv Nordrhein-Westfalen, VerbundVolksbank OWL Stiftung, Lippische Museumsgesellschaft e.V.
Bildunterschriften (alle Fotos Lippisches Landesmuseum Detmold):
Beeindruckende Hologramme internationaler Denkmäler
Jan Pieniak stellte Virtuelle Realität mit Ernst von Bandel vor
Kurator Dr. Stephan Berke und Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger in der Ausstellung




