Anzeigen | Das Jüdische Museum Berlin tourt durch Nordrhein-Westfalen
Das Jüdische Museum Berlin tourt durch Nordrhein-WestfalenDas Jüdische Museum Berlin (JMB) geht seit Juni 2007 deutschlandweit „on.tour“ und kommt direkt zu den Schüler*innen in die Klassenräume. Ziel des Projekts ist es, die Inhalte des Museums Jugendlichen nahe zu bringen, die nicht ohne Weiteres nach Berlin reisen können.
Vom 28. September bis zum 2. Oktober 2026 geht das JMB in Nordrhein-Westfalen mit der mobilen Ausstellung und begleitenden Themen-Workshops auf Tournee: Jeweils drei freiberufliche Honorarkräfte des JMB fahren als Vermittler*innen mit dem Tourbus verschiedene Schulen in Bonn, Duisburg und Leverkusen an. Sie besuchen 6. bis 11. Klassen. Nach der Ankunft in der Schule laden die Vermittler*innen gemeinsam mit den Schüler*innen die Kisten mit Exponaten, Tafeln mit Erklärtexten, Vitrine, Tablets und Bildschirm und methodischen Werkzeugen wie Abstimmungskarten aus dem Tourbus aus.
Dann setzen sich die Jugendlichen in ihrer jeweiligen Lerngruppe mit jüdischer Geschichte und Gegenwart aus jüdischer Perspektive in einer dreistündigen Unterrichtseinheit auseinander. Das Material ist in die Themenfelder „Worte & Sprachen“, „Rituale & Feste“, „Orte & Migration“, „Liebe & Sexualität“, „Konflikte & Entscheidungen“, „Zivilisationsbruch“ und „Wer bin ich?“ gegliedert. In begleitenden Themen-Workshops können die Jugendlichen über Formen von Antisemitismus anhand von Fallbeispielen diskutieren – immer ausgehend von jüdischen Perspektiven in Deutschland – oder ihre Gedanken zu Heimat und Identität austauschen. Seit 2024 sind die Vermittler*innen von JMB on.tour regelmäßig in Schulen für Blinde und sehbeeinträchtigte Schüler*innen, und seit 2025 besucht JMB on.tour auch Justizvollzugsanstalten für Frauen.
„Die Vermittler*innen begegnen den Schüler*innen im ganzen Land in ihrem vertrauten Umfeld“, sagt Hetty Berg. „In der direkten Begegnung bieten sie neue Erfahrungen und Raum für Gespräche über Fragen, die die Schüler*innen beschäftigen. So eröffnet die mobile Ausstellung einen anderen Blick auf die deutsche Geschichte und jüdische Kultur. Das ist gerade angesichts der aktuellen Lage – den jüngsten Wahlergebnissen auf regionaler und lokaler Ebene und der hohen Zustimmung zu antisemitischen Aussagen hierzulande – immens wichtig.“
Die Deutsche Bank Stiftung unterstützt das JMB on.tour-Programm bereits seit vielen Jahren. „Mit seinem on.tour-Programm ermöglicht das JMB Kindern und Jugendlichen mit unterschiedlichen kulturellen, religiösen und sozialen Hintergründen in ganz Deutschland, Wissen über jüdische Kultur und jüdisches Leben zu erwerben und zu vertiefen“, sagt Dr. Kristina Hasenpflug, Geschäftsführerin der Deutsche Bank Stiftung. „Das JMB befähigt sie durch Workshops, ihren eigenen Standpunkt und Stereotype kritisch zu hinterfragen. So werden sie reflektierte Akteurinnen und Akteure unserer Zivilgesellschaft und lernen, anderen Menschen vorurteilsfrei zu begegnen.“
Bis heute hat das mobile Museum alle 16 Bundesländer mehrfach bereist und bundesweit mehr als 3.400 Klassen an weiterführenden Schulen besucht. Mehr als 86.000 Schüler*innen setzten sich dabei aktiv mit der Vielfalt jüdischer Kultur, Religion, Geschichte und Gegenwart auseinander.