Pauli-Preis 2026: Privates Engagement macht Kunstpreis zum 50. Mal möglich
Ausstellungslaufzeit: 8. August – 4. Oktober 2026
Öffentliche Preisverleihung: Dienstag, 15. September 2026, 18 Uhr
Kuratorin: Eva Fischer-Hausdorf
In der Wettbewerbsausstellung werden in je einem Raum Werke der nominierten acht Künstler*innen Jan Albers, Christiane Baumgartner, Harry Hachmeister, Annette Kelm, Caroline Kryzecki, Phung-Tien Phan, Liesl Raff und Anike Joyce Sadiq präsentiert. Der 1955 erstmals vergebene Preis gilt als einer der bedeutendsten Preise für zeitgenössische Kunst in Deutschland und wird aus privatem Engagement einer kleinen Gruppe von Mäzenen ermöglicht, die neben dem Preisgeld auch die Kosten für die Ausstellung, den Katalog und den Ankauf eines Kunstwerks finanzieren.
In diesem Jahr wird der mit 30.000 Euro dotierte Pauli-Preis (ehemals Kunstpreis der Böttcherstraße) zum 50. Mal verliehen.
Die Preisträgerin 2026 ist Annette Kelm.


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Pauli-Preis 2026, 8. August – 4. Oktober 2026
Im Jahr 2026 wird in der Kunsthalle Bremen der Pauli-Preis zum 50. Mal verliehen. Der 1955 erstmals vergebene Preis wird aus privatem Engagement einer kleinen Gruppe von Mäzenen ermöglicht, die neben dem Preisgeld auch die Kosten für die Ausstellung, den Katalog und den Ankauf eines Kunstwerks finanzieren. Der mit 30.000 Euro dotierte Kunstpreis ist einer der bestdotierten in Deutschland. In der Pauli-Preis Ausstellung werden vom 8. August bis 4. Oktober 2026 Werke von acht nominierten Künstler*innen präsentiert. Am 15. September wird der*die Preisträger*in gekürt.
Der Pauli-Preis (ehemals Kunstpreis der Böttcherstraße) zeichnet im deutschen Sprachraum lebende Künstler*innen für einen hervorragenden Beitrag zur jüngsten Kunst der Gegenwart aus und gilt als einer der bedeutendsten Preise für zeitgenössische Kunst in Deutschland. Der Pauli-Preis blickt auf eine lange Geschichte zurück: Anlässlich des Wiederaufbaus der Böttcherstraße nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg gründete die Familie Roselius im Jahr 1954 die HAG-Stiftung mit dem Zweck, den Kunstpreis der Böttcherstraße an zeitgenössische Künstler*innen zu vergeben. Der 1955 erstmals verliehene Preis war damals eine der wenigen
Fördermöglichkeiten für bildende Künstler*innen, denn „in der Zeit des Deutschen Wiederaufbaus“ steckte „die staatliche Förderung des Kultur- und Geisteslebens noch in den Anfängen“, so erinnerte sich Ludwig Roselius jun. (1929–2022) später. Der damals jährlich verliehene Preis entwickelte sich schnell zu einem der wichtigsten Kunstpreise in Westdeutschland. Als jedoch 1979 das Familienunternehmen Kaffee HAG an den US-amerikanischen Konzern General Foods verkauft wurde, wurde wenige Jahre später das Ende des Kunstpreises verkündet. 1983 wurde der Preis zum letzten Mal in der Böttcherstraße verliehen. Um die Tradition des Preises weiterzuführen, gründete sich 1984 auf Initiative der Kunstvereins-Mitglieder Georg Abegg und Franz Osmers ein neuer Stifterkreis, der den Preis bis heute trägt. Der Stifterkreis, der sich aus einer kleiner Gruppe von Mitgliedern des Kunstvereins in Bremen sowie dem Senator für Kultur und seit 1992 der Sparkasse Bremen zusammensetzt, finanziert nicht nur die Ausstellung, den Katalog und das Preisgeld, sondern bemüht sich auch um die Erwerbung eines Werks der jeweiligen Preisträger*innen für die Sammlung
der Kunsthalle Bremen. So konnten dank des Stifterkreises in der Vergangenheit Kunstwerke unter anderem von Gabriele Stötzer (2024), Karimah Ashadu (2022), Ulrike Müller (2020), Nina Beier (2014), Daniel Knorr (2012), Thea Djordjadze (2009), Ulla von Brandenburg (2007), Clemens von Wedemeyer (2005), Tino Sehgal (2003), Olafur Eliasson (1997) und Wolfgang Tillmans (1995)
erworben werden. Seit mittlerweile über 40 Jahren verdankt der seit 1985 alle zwei Jahre in der Kunsthalle Bremen stattfindende Preis sein Fortbestehen dieser Gruppe engagierter Mitglieder des Kunstvereins in Bremen.




