Einladung zur Premiere
»Ein Volksfeind«
von Henrik Ibsen in einer Fassung von Dmitrij Gawrisch
als Deutsche Erstaufführung
am 25. September 2026 im Großen Haus
Der Kurarzt Thomas Stockmann ist sich ganz sicher, dass er aufgrund seiner neuen Entdeckung von allen Mitbürger*innen gefeiert und in die Annalen seiner Heimatstadt eingehen wird: In gründlicher wissenschaftlicher Recherche hat er herausgefunden, dass das Wasser im lokalen Kurbad im Grunde eine Kloake ist: gefährliche Keime, Bakterien, Viren und chemische Rückstände in Hülle und Fülle. Als der letzte Beweis — eine Untersuchung der Wasserqualität durch das chemische Institut der Universität — eintrifft, macht er sich eilends daran, die Öffentlichkeit zu informieren und geeignete Gegenmaßnahmen einzuleiten. Die Presse in Form des örtlichen Landes-Boten ist sofort Feuer und Flamme und will den Skandal nicht nur an die Öffentlichkeit bringen, sondern auch als Kritik an den ortsansässigen Eliten benutzen. Auch der Verleger und Vorsitzender der Mietervereinigung Aslaksen stellt sich auf Thomas Stockmanns Seite. Allein der
Bürgermeister Peter Stockmann, der ältere Bruder des Kurarztes, ist von dessen Forschung alles andere als begeistert. Denn um das Problem des verseuchten Wassers zu beseitigen, müssten sämtliche Leitungen ausgetauscht und das Kurbad für zwei Jahre geschlossen werden. Das würde den finanziellen Ruin der Stadt bedeuten. Also macht sich der Bürgermeister mit allen ihm zu Verfügung stehenden Mitteln daran, die Aussagen seines Bruders zu diskreditieren. Als klar wird, dass die Forschungsergebnisse des Kurarztes die finanziellen Ressourcen aller Bürger*innen gefährden, kippt die öffentliche Meinung. Thomas Stockmann wird nach und nach isoliert — nur
seine Tochter Petra stärkt ihm noch den Rücken. In seiner Bearbeitung von Ibsens »Ein Volksfeind« hat sich der ukrainische Autor Dmitrij Gawrisch auf die Kernfiguren und -konflikte konzentriert. Zudem stellt er Petra Stockmann, die Tochter des Badearztes, in den Vordergrund: Als Erzählerin führt sie durch den Abend, kommentiert und hat das letzte Wort. Sie ist scheinbar die einzige mit einer Vision für die Zukunft und vielleicht so etwas wie eine Hoffnungsträgerin …
Immer nah am Original, aktualisiert Gawrisch den Text mit Bezügen zur aktuellen Medienlandschaft und erzählt ihn als spannenden Politthriller, der nichts von seiner Brisanz eingebüßt hat.
In Detmold inszeniert Schauspieldirektor Gustav Rueb diese Fassung von »Ein Volksfeind« als Deutsche Erstaufführung. Die Bühne stammt von Jule Dohrn-van Rossum, die Kostüme von Nina Kroschinske.
Ein Volksfeind von Henrik Ibsen in einer Fassung von Dmitrij Gawrisch
Deutsche Erstaufführung
Regie: Gustav Rueb
Bühne: Jule Dohrn-van Rossum
Kostüm: Nina Kroschinske
Mitarbeit Kostüm: Maria Lucia Otalora Ceballos
Dramaturgie: Katrin Aissen
Mit: Maja Grahnert, Patrick Hellenbrand, Finn Nachfolger, Adrian Thomser, Emanuel Weber,
Sebastian Zumpe; Statisterie des Landestheaters
Premiere: Freitag, 25. September 2026, 19:30 Uhr, Großes Haus
Weitere Vorstellungen: Do 1.10. / Fr 2.10. / Sa 17.10. (15:00 & 19:30 Uhr) / Di 29.12.2026 / So
17.1. / So 31.1. / Mi 3.2.2027, jeweils 19:30 Uhr, wenn nicht anders angegeben
Zusatzveranstaltungen rund um die Premiere:
EinführungsMatinee: So 20.9.2026, 11:30 Uhr, Rathaus Detmold, Sitzungssaal
NachSpiel — das Publikumsgespräch: So 31.1.2027, Foyer-Restaurant
Ganz herzlich laden wir Sie zu dieser Premiere nach Detmold ein. Bitte teilen Sie uns Ihre
Kartenwünsche bis zum 21.9.2026 an folgende E-Mail-Adresse mit: geese@landestheater
detmold.de
Titelbild: A.T. Schäfer




