Das Chamäleon
ist ein wundersames Tier.
Es kann so vieles und dabei auch noch blitzesschnell. Da frage ich mich als träger Mensch ob es mir, wie so viele Tiere, nicht überlegen ist.
Das Chamäleon hat seine Heimat in Madagaskar und Afrika.
Die Eigenschaft, welche wir Menschen bewundern, ist seinen Körper farblich zu verändern. Dies setzt es bei Gefahr ein, um den Feind zu täuschen, aber auch um den Körper abzukühlen oder aufzuwärmen. Sozusagen, was für uns der warme Mantel ist.
Seine beiden Augen kann das Tier in alle Richtungen drehen. 360 Grad Rundumblick, das macht ihm so schnell keiner nach.
Chamäleons leben solo und auf Bäumen und sind hervorragende Kletterer. Ihren starken Schwanz könnte man als fünftes Bein bezeichnen, denn damit kann das Tier Äste fest umklammern.
Das beeindruckendste ist aber die lange Zunge. Damit überrascht das Chamäleon seine Beute, indem sie blitzschnell weit hervorschnellt, die Beute umschlingt und auch noch einen klebrigen Saft produziert. Die Beute hat keine Chance, zumal das Überraschungsmoment mitspielt.
Die kleinsten messen nur etwa 2 cm und dir größten 70cm.
In unserer Menschenwelt, den angeblich klügsten Lebewesen, wünschte man so manch einem diese Eigenschaften des Chamäleons.
Blitzschnell Situationen erkennen und richtig darauf reagieren, einen Rundumblick, um nicht stur einseitig zu urteilen und ein diplomatisches Farbenspiel anwenden können.
Stattdessen sind wir auf dem besten –dümmsten- Weg, unsere Erde zugrunde zu richten.
Sabine Penckwitt für kulturinfo-lippe




