Ausstellung | Neue Skulptur Apron von William Kentridge im öffentlichen Raum verbindet DAS MINSK mit der Stadt Potsdam Offiziell zu sehen ab: Samstag, 27. Juni 2026
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Neue Skulptur Apron von William Kentridge im öffentlichen Raum verbindet DAS MINSK mit der Stadt Potsdam
Offiziell zu sehen ab: Samstag, 27. Juni 2026 Einweihung: Freitag, 26. Juni 2026, um 19 Uhr Die Landeshauptstadt Potsdam erhält ein neues Kunstwerk im öffentlichen Raum: Mit der Installation der großformatigen Skulptur Apron [Schürze] des international renommierten Künstlers William Kentridge werden die Terrassen des Brauhausberges zwischen dem MINSK Kunsthaus in Potsdam und dem blu Sport- und Freizeitbad künftig um eine markante zeitgenössische Position erweitert.
Die Bronzeskulptur Apron [Schürze] gehört zu einer Serie an Skulpturen des Künstlers William Kentridge (geboren 1955 in Johannesburg, Südafrika) mit dem Titel Glyph. Die Skulpturen der Serie sind aus seinen künstlerischen Untersuchungen zu Sprache, Bedeutung und den Unschärfen der Kommunikation hervorgegangen. In den sich zu expressiven hybriden Wesen verbindenden Skulpturen zeigt sich die Auseinandersetzung des Künstlers mit den Avantgarde-Bewegungen des frühen 20. Jahrhunderts wie Dada und Surrealismus, insbesondere in seiner Vorliebe für das Unlogische und den schwarzen Humor.
Mit der Skulptur Apron [Schürze] verbindet Kentridge eine beschürzte, sich im dynamischen Schritt befindlichen menschlichen Figur, mit einem überdimensionalen Megaphon, das anstatt eines Oberkörpers und Kopfes eingesetzt ist. Das Megaphon ist als Zeichen für Kommunikation ein wiederkehrendes Symbol im Werk von Kentridge, für den die Auseinandersetzung mit Protestkultur, das Streben nach Gerechtigkeit und Versöhnung zentral ist. William Kentridge gelingt es in seinem Werk gleichermaßen, die Themen des Post-Apartheid-Südafrikas sowie universell menschliche Fragen mit großer Nuanciertheit, Eindringlichkeit und Poesie zum Ausdruck zu bringen.
Mit Apron wirkt DAS MINSK in den Stadtraum hinein
Mit der Installation der Skulptur Apron im öffentlichen Raum setzt DAS MINSK ein wichtiges Zeichen, indem sie globale und lokale visuelle Kulturgeschichte verbindet. Als ein Symbol für die Bedeutung von zwischenmenschlicher Kommunikation, gemeinsamem Wirken und künstlerischem Austausch erscheint die Skulptur als ein neues Bindeglied in der Sichtachse zwischen dem MINSK, dem Brauhausberg und der Stadtmitte.
Im Zusammenspiel mit bereits existierenden künstlerischen Arbeiten von Wolfgang Mattheuer, Ruth Wolf-Rehfeldt und Robin Rhode ist Apron ein weiteres wichtiges Element für das künstlerische Erleben im Außenraum des MINSK.
DAS MINSK versteht sich als ein Ort, an dem Kunst die Geschichte(n) dieser Stadt neu befragbar macht, mit besonderem Fokus auf die DDR,
postsozialistische Kontexte und globale Perspektiven. Die Platzierung der Skulptur im direkten Umraum des Museums stellt eine Erweiterung unserer Ausstellungspraxis dar: Die Institution tritt aus dem geschlossenen Raum heraus, in den Stadtraum hinein und damit in einen offenen gesellschaftlichen Dialog.
Das Projekt wird durch die Hasso Plattner Foundation in Kooperation mit dem MINSK Kunsthaus in Potsdam ermöglicht.
Informationen zur Einweihung am Freitag, 26. Juni 2026
18 Uhr Einlass
19 Uhr Eröffnungsreden von Stefanie Plattner, Permanentes Mitglied des Stiftungsrates der Hasso Plattner Foundation, Anna Schneider, Direktorin DAS MINSK, und eine Videobotschaft von William Kentridge
19:30 Uhr Performance »Towards the Republic«, William Kentridge (Film), aufgeführt von Thulani Chauke, Centre for the Less Good Idea (Tanz) und Arnulf Ballhorn (Bass)
20 UhrFlying Dinner und DJ-Set mit Anele
IOGRAFIE WILLIAM KENTRIDGE
William Kentridge wurde 1955 in Johannesburg geboren, wo er bis heute lebt und arbeitet. Er genießt internationales Ansehen für seine Zeichnungen, Filme, Theaterproduktionen, Operninszenierungen und skulpturalen Arbeiten.
Seine künstlerische Praxis vereint Zeichnung, Schreiben, Film, Performance, Musik, Theater und Zusammenarbeit. In diesen Medien erforscht er Politik, Geschichte, Wissenschaft, Literatur und Sprache und lässt dabei oft Raum für Ambiguität, Widerspruch und Ungewissheit.
Seit den 1990er‑Jahren werden seine Arbeiten in Museen und Galerien auf der ganzen Welt gezeigt, darunter im Museum of Modern Art in New York, in der Tate Modern in London, in der Albertina in Wien, im Louvre in Paris, im Museo Reina Sofía in Madrid und im Kunstmuseum Basel. Er hat mehrfach an der documenta in Kassel sowie an der Biennale von Venedig teilgenommen.
Zu Kentridges Opernproduktionen zählen Die Zauberflöte, Die Nase, Lulu und Wozzeck. Seine Theaterarbeiten wurden international bei führenden Festivals und an renommierten Spielstätten präsentiert.
Im Jahr 2016 gründete er in Johannesburg das Centre for the Less Good Idea, einen Ort für experimentelle, kollaborative und spartenübergreifende Projekte. Er wurde mit zahlreichen internationalen Auszeichnungen geehrt, darunter dem Kyoto-Preis, dem Princesa-de-Asturias-Preis für Kunst und dem Praemium Imperiale, und erhielt mehrere Ehrendoktorwürden, unter anderem von der Yale University, der University of London und der Columbia University