BILDSTÖRUNG 2026 – Straßentheaterfestival Detmold
22. – 25. Mai 2026
Im Zwei-Jahres-Rhythmus transformiert das Festival BILDSTÖRUNG das alltägliche Erscheinungsbild der Stadt.
Das Festival Bildstörung bespielt öffentliche und halböffentliche Räume des urbanen Alltags und schafft Begegnungen zwischen zeitgenössischer Kunst und einem Publikum, was sich durch Offenheit und kritische Neugier auszeichnet.
Vom 22. bis 25. Mai 2026 präsentiert die BILDSTÖRUNG eine Vielfalt darstellender und performativer Formate: Tanz, Theater und Performance, neuem Zirkus, Audio-Walks sowie partizipative Projekte, ausschließlich im öffentlichen Raum. 23 internationale Kompanien mit rund 100 Künstler*innen bespielen vier Tage lang vertraute und weniger bekannte Orte im unmittelbaren Kontext gelebter Stadtöffentlichkeit.
BILDSTÖRUNG adressiert ein Publikum, das bereit ist, sich auf künstlerische Positionen einzulassen, die irritieren, überraschen und neu kontextualisieren. Partizipative Formate schaffen Raum für aktive Teilhabe und kreative Begegnung zwischen Publikum und Künstler*innen. Der öffentliche Raum als Bühne ist dabei programmatisches Prinzip: Er bringt zeitgenössische Kunstformen dorthin, wo sie selten zu erleben sind, abseits der Metropolen und großen Kulturzentren, niedrigschwellig, fast ausnahmslos eintrittsfrei und eingebettet in den Alltag der Stadt. BILDSTÖRUNG versteht Kunst nicht als exklusives Angebot, sondern als offenes Angebot an alle, ein Ort der Lebendigkeit, der Kreativität und der Begegnung.


OUINCH OUINCH X MULAH_Happy Hype

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OUINCH OUINCH X MULAH_Happy Hype

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www.instagram.com/bildstoerung_festival
Liebes Publikum,
das Festival BILDSTÖRUNG bespielt Orte, die keine Bühne sind und die genau dadurch zu Räumen künstlerischer Erfahrung werden. Der öffentliche Raum ist dabei alles andere als neutral: Er ist sozial produziert und politisch verhandelt, geprägt von Machtverhältnissen, Nutzungskonflikten und geteilter Erfahrung und Erinnerung.
Darstellende Kunst in diesen Raum zu bringen, das bedeutet immer auch, ihn zu verändern.
Fast 100 Künstler*innen aus neun Ländern mischen sich in diesem Jahr mit Theater, Tanz, Performance, zeitgenössischem Zirkus, Audio-Walks und partizipativen Formaten in den städtischen Alltag ein. Sie erkunden, was künstlerische Praxis im öffentlichen Raum bewirken kann – als Einladung, als Störung, als Aneignung, als Begegnung.
Dabei sind die Augenblicke so verschieden, wie die Orte, die sie bespielen:
Vier katalanische Gruppen sind in diesem Jahr zu Gast:
Eléctrico 28 nimmt in »The Place« die Kommunikation mit einem Ort auf, Joan Català sucht nach dem harmonischen Klang mit Idiophonen, Los Galindos fordern mit schwarzem Humor das Entsetzen und die Lachmuskeln zugleich heraus und Losinformalls verführen uns zum Tanz auf dem Asphalt als »Extra Motivated People«. Cie. Circumstances und THERE THERE Company bauen mit akrobatischen Bewegungen und Begegnungen Brücken, auf großer Bühne oder mit einer Umarmung und einem Händedruck mitten im Publikum. In »VIRILES« dekonstruieren die Tänzerinnen der Cie. Kynlaus die tradierten Geschlechterrollen und das Kollektiv Ouinch Ouinch x Mulah lädt zu einer rauschhaften Feier ein, die verbindet und befreit.
Und während Pieter Post uns auffordert, unser Talent für das Nichtstun zu entdecken, stellen die Darsteller*innen in Némo Flourets »DERNIERS FEUX«, einem schwebenden und wie von einer apokalyptischen Energie getriebenen Raum-Zeit-Gefüge, die existenzielle Frage: Was, wenn jene Aufführung die letzte wäre?
Wir laden zu einem Festival ein, das offen für alle, achtsam gegenüber den Menschen und den Orten und ein einzigartiger, intensiver und geteilter Moment von lebendiger Kultur sein möchte.
Entdecke das Programm!


