Erster Spatenstich zum 2. Bauabschnitt der Langen Straße
Detmold. Die Detmolder Innenstadt wird weiter aufgewertet: Mit dem heutigen ersten Spaten-stich ist der zweite Bauabschnitt in der Langen Straße offiziell gestartet. Der Bereich zwi-schen Marktplatz und Karlstraße wird damit erneut unter dem Leitgedanken „Schön wird’s. Für dich. Für Detmold.“ umfassend modernisiert.
Auf rund 120 Metern Länge werden sowohl der Schmutzwasser- als auch der Regenwasserka-nal vollständig erneuert. Zudem werden die Hausanschlussleitungen modernisiert und Versor-gungsleitungen für Strom, Gas und Wasser teilweise oder vollständig ausgetauscht. Die Fern-wärmeversorgung ist in diesem Abschnitt bereits vorhanden. Im Anschluss an die Tiefbauar-beiten, die voraussichtlich bis zum Sommer andauern, folgt die Neugestaltung der Oberfläche. Geplant ist die Verlegung von rund 1.300 Quadratmetern hochwertigem, barrierefreiem Pflas-ter. Ergänzt wird das neue Erscheinungsbild durch fünf Klimabäume, die künftig Schatten spenden und zur Verbesserung des Mikroklimas beitragen.
Auch während der Bauphase bleibt die Lange Straße ein lebendiger Teil der Innenstadt. Ge-schäfte und Gastronomiebetriebe sind weiterhin erreichbar. Seitliche Wegeführungen, si-chere Querungsmöglichkeiten und kleine Aufenthaltsbereiche sorgen dafür, dass Besucherinnen und Besucher sich gut orientieren und bewegen können. Anlieferungen sowie Rettungswege sind jederzeit gewährleistet.
Die Stadt Detmold bittet alle Anliegerinnen und Anlieger sowie Gäste der Innenstadt um Verständnis für die Einschränkungen während der Bauzeit und lädt gleichzeitig dazu ein, die Entwicklung hin zu einem modernen, grünen und barrierefreien Stadtzentrum aktiv mitzuerleben.
Bildunterzeile: V.l.: Max Lesemann, Andreas Buschkamp, Timo Heitbrink (alle Fa. Strabag), Thorsten Paulussen (Beigeordneter Stadt Detmold), Bürgermeister Frank Hilker, Thomas Lammering (Technischer Beigeordneter Stadt Detmold), Jan-Henrik Hagemeister (Stadt Detmold), Stefan Veen (Bockermann-Fritze), Jürgen Weber, Guido Rellensmann (beide Stadtwerke Detmold), Stephanie Opp (Kortemeier Brokmann Landschaftsarchitekten), David Altschäffl (Bockermann-Fritze). Foto: Stadt Detmold
Kindergarten Voßheide begeistert mit kreativem Bildungsprojekt

Die Villa Wirbelwind hat ein spannendes Projekt hinter sich, das durch eine Spende der Osthushenrich-Stiftung ermöglicht wurde und Kinder und Erwachsene gleichermaßen begeistert hat: Über drei Tage hinweg wurden die Kinder spielerisch mit Themen wie Physik, Logik und Mathematik vertraut gemacht. Dabei kamen alltägliche Materialien wie Wassergefäße, Bauklötze und mehr zum Einsatz, um die jungen Köpfe auf unterhaltsame Weise in die Welt der Naturwissenschaften einzuführen.
Die Inhalte der Projekttage wurden ganz altersgerecht vermittelt. Die Kinder, von den Kleinsten aus dem U3-Bereich bis hin zu den angehenden Schulkindern, wurden durch das RS-Workshopteam betreut und konnten in ihrem eigenen Tempo lernen und entdecken. Im Fokus standen dabei nicht nur kognitive Fähigkeiten, sondern auch motorische und soziale Aspekte: Die Kinder mussten oft zusammenarbeiten, um die Aufgaben zu lösen – eine Herausforderung, die sie mit Bravour meisterten.
„Es war wirklich schön zu sehen, wie die Kinder in ihrem eigenen Tempo und auf eine so spielerische Weise Wissen aufnehmen konnten“, sagte Nicole Menz, Leiterin des Kindergartens Voßheide. „Die Kinder hatten ausreichend Zeit, um die Aufgaben zu verstehen und selbst zu Lösungen zu kommen – und das in einer Umgebung, die das Forschen und Entdecken förderte. Die Kinder waren mit Feuereifer dabei!“
Am letzten Projekttag kam eine besondere Herausforderung auf die angehenden Schulkinder zu: Sie sollten einen „Königinnen-Geburtstag“ organisieren. Im Mittelpunkt des Spiels stand ein kleines Holzfigur-Köngispaar. Die Kinder kümmerten sich nun um alles von der Deko bis zu den Geschenken und mussten zählen, verstehen und zusammenarbeiten – ein kreativer Abschluss des Projekts.
Die Durchführung des Projekts wurde durch eine großzügige Spende der Osthushenrich-Stiftung in Höhe von 1250 Euro ermöglicht. Claudia Holle, Geschäftsführerin der Stiftung, betonte, dass der Erfolg des Projekts nicht nur in der Förderung der kognitiven Fähigkeiten der Kinder lag, sondern auch in dem Spaß und der Zusammenarbeit, die gefördert wurde. Mit der Unterstützung der Osthushenrich-Stiftung konnte der Kindergarten Voßheide ein weiteres Mal zeigen, wie spielerisches Lernen und kindgerechte Förderung Hand in Hand gehen können.
Foto: (von links) Claudia Holle, Geschäftsführerin der Osthushenrich-Stiftung, Nicole Menz, Leiterin des Kindergartens Voßheide, Niklas Berge, Erzieher, und Nina Marhofen vom RS-Workshopteam vor dem Tisch, an dem der Königinnen-Geburtstag geplant
GivEUvoice verbindet Europas Jugend: Gemeinsam für mehr Teilhabe, Kultur und eine starke Stimme
Nach den Begegnungen in Detmold und auf Korsika trafen sich die Teilnehmenden des europäische Jugendprojektes in Spanien.
Detmold/Alicante. Wenn junge Menschen aus acht Ländern aufeinandertreffen, entsteht mehr als nur ein Austausch: Es entstehen Gemeinschaft, Inspiration und der Wille, die eigene Stimme einzubringen. Vom 10. bis 16. März trafen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer von GivEUvoice in Alicante, Spanien, um sich mit Jugendbeteiligung, Kommunikation und ge-sellschaftlichem Engagement auseinanderzusetzen.
Jugendbeteiligung erlebbar machen
Durch interaktive Workshops und Simulationen – etwa die Nachbildung eines Youth Councils – entwickelten die Jugendlichen eigene Projektideen zu Themen wie Alltagsgestaltung, Gleicberechtigung oder Engagement. In Rollenspielen erlebten sie, wie es sich anfühlt, keine Stimme zu haben oder übergangen zu werden – und wie wichtig es ist, allen Teilhabe zu ermöglichen. Neben der inhaltlichen Arbeit stand auch kultureller Austausch auf dem Programm: Beim Be-such des Europe Direct im „Casa de las Brujas“ und beim traditionellen „Las Fallas“-Festival – bei dem riesige Kunstfiguren als Symbol für Erneuerung verbrennen – erlebten die Jugendli-chen, wie lebendig europäische Kultur ist. Das Motto der Woche: „Deine Stimme zählt – und sie kann etwas bewegen.“
Von Alicante nach Detmold
Dass GivEUvoice mehr als ein Projekt ist, zeigt die nächste Begegnung vom 7. bis 10. Mai 2026 in Detmold unter dem Titel „We fly the European Flag!“. Im Fokus steht die 50-jährige Städte-partnerschaft mit Hasselt (Belgien). Die Reise von GivEUvoice geht sogar noch weiter: Im September 2026 findet die abschlie-ßende Jugendbegegnung in Oraiokastro, Griechenland, statt, gekrönt von einer europäischen Konferenz. Den lokalen Abschluss bildet eine öffentliche Konferenz in Detmold am 1. Oktober, bei der die Jugendlichen ihre Ergebnisse präsentieren und zeigen, wie sie ihre Stimme in den letzten zwei Jahren entwickelt und genutzt haben.

Bildunterzeile: Vertreten Detmold in Europa: Victoria Irhabor, Laujaani Sothilingam, Marta Llopis (Teilnehmerin aus Spanien), Ina Agethen und Sophie Gurcke vor den prächtigen Fallas-Figuren in Valencia – ein Moment voller Begegnung und Kultur. Foto: Sophie Gurcke
Europa verstehen. Europa erleben.
Schülerinnen und Schüler aus Lemgo zu Gast im Rathaus – Auftakt der europapolitischen Bildungsangebote mit dem Planspiel „SOS Europa. Asyl- und Flüchtlingspolitik in der EU“
Mit einer Auftaktveranstaltung im Lemgoer Rathaus ist vor wenigen Tagen eine Bildungsreihe gestartet, die Schülerinnen und Schülern die Europäische Union näherbringen soll. Veranstalter ist die Stadt Lemgo in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Nordrhein-Westfalen. Insgesamt vier Veranstaltungen sind bis zu den Sommerferien geplant. Zum Auftakt nahm zunächst eine Klasse des Marianne-Weber-Gymnasiums (MWG) teil. Weitere Schulklassen aus Lemgo – darunter zwei weitere Klassen des MWG sowie eine Klasse der Realschule Lemgo – werden bis zu den Sommerferien teilnehmen.
Im Mittelpunkt steht das interaktive Planspiel „SOS Europa. Asyl- und Flüchtlingspolitik in der EU“, ein Angebot der Landeszentrale für politische Bildung. Das Planspiel simuliert eine Sitzung des Europäischen Rates, bei der zentrale Fragen der europäischen Asyl- und Flüchtlingspolitik verhandelt werden. Die Teilnehmenden schlüpfen in die Rollen von Staats- und Regierungschefs sowie weiterer EU-Akteure und erleben politische Entscheidungsprozesse hautnah. Ziel ist es, ein besseres Verständnis für europäische Politik sowie für die Bedeutung von Kompromissen und Zusammenarbeit zu entwickeln.
Zu Beginn der Veranstaltung begrüßte Bürgermeister Markus Baier die Schülerinnen und Schüler im Rathaus. In seiner Ansprache betonte er die Bedeutung politischer Beteiligung junger Menschen: „Es ist wichtig, dass sich Jugendliche aktiv einbringen und engagieren – mindestens bei Wahlen, aber auch gerne darüber hinaus, gerade auf lokaler Ebene. Hilfreich ist dabei auch, die Europäische Union besser zu verstehen, um den Wert der Demokratie auf europäischer Ebene für Frieden und Freiheit nachvollziehen zu können. Besondere Dank gilt auch der Landeszentrale für politische Bildung Nordrhein-Westfalen, die die Veranstaltung finanziert und ermöglicht hat.“
Ähnliche Veranstaltungen wurden bereits in anderen Städten erfolgreich durchgeführt. Dort zeigte sich, dass insbesondere das aktive Einnehmen politischer Rollen das Verständnis für komplexe Entscheidungsprozesse nachhaltig stärkt und das Interesse an politischer Mitgestaltung fördert. Auch in Lemgo ermöglichte das Planspiel einen praxisnahen Zugang zu europäischen Themen. Die Schülerinnen und Schüler diskutierten engagiert, verhandelten unterschiedliche Positionen und entwickelten gemeinsam Lösungsansätze – ganz im Sinne eines lebendigen und handlungsorientierten Politikunterrichts. Die Veranstaltungsreihe wird in den kommenden Wochen fortgesetzt und bietet weiteren Schulklassen die Möglichkeit, Europa auf interaktive Weise zu erleben und besser zu verstehen.

Großflächige Rasensanierung im Schlosspark gestartet
Betreten der Flächen verboten
Detmold. Pünktlich zur kommenden Sommersaison soll der Schlosspark wieder Detmolds grüne Oase sein. Damit das passieren kann, sind abschließende Arbeiten an den Rasenflächen unumgänglich. Die neu eingesäten Flächen dürfen daher ab sofort nicht mehr betreten werden. Aufgrund der intensiven Nutzung des Parks in den vergangenen Monaten ist der Boden stark strapaziert. Um eine erfolgreiche Keimung der neuen Saat zu gewährleisten, müssen die betroffenen Rasenflächen abgesperrt werden. Diese Sperrung bleibt voraussichtlich bis zum 20. Mai 2026 bestehen. Die Stadtverwaltung bittet alle Bürgerinnen und Bürger sowie Besucher des Parks eindringlich darum, die Absperrungen zu respektieren und ausschließlich die befestigten Wege zu nutzen.
Sollte die frische Saat in den kommenden fünf Wochen durch Betreten zerstört werden, kann bis zum Sommer keine geschlossene Grünfläche mehr hergestellt werden.
Die Stadtverwaltung setzt auf die Mithilfe und das Verständnis der Detmolderinnen und Detmolder: Nur durch gegenseitige Rücksichtnahme kann die nötige Ruhepause für die Natur eingehalten werden, damit der Schlosspark dauerhaft attraktiv bleibt
Hermann Kombiticket: Einfach zum Detmolder Top-Ausflugsziel
Detmold. Auch dieses Jahr ist das beliebte Kombiticket “Hermannsdenkmal“ für den Besuch beim Hermann zum Knüllerpreis von pauschal 5,00 Euro wieder erhältlich. Das fast 55 m hohe Hermannsdenkmal auf der Grotenburg nahe Hiddesen ist nicht nur der Renner der beliebtesten Ausflugsziele in Detmold, sondern auch das Wahrzeichen unserer Stadt. Vom Denkmal aus genießt man einen tollen Ausblick bis weit in den Teutoburger Wald, an klaren Tagen bis zum höchsten Berg Lippes, dem Köterberg und bis kurz vor Kassel. In der Saison 2026 geht es mit dem Bus ganz besonders günstig und bequem zum Hermann.
Rund um das SB-Restaurant und die Tourist-Info am „WALK“ lädt der Eingangsbereich zum Verweilen und Genießen ein. „Die Besucherinnen und Besucher laden wir gerne ein, sich bei uns für den Aufstieg über 100 Stufen im Denkmal zu stärken. Das Kombiticket beinhaltet auch einen Gutschein, der einfach bei uns eingelöst werden kann“ lädt Benjamin Krentz, Gastronom am Hermannsdenkmal, ein. Zum Denkmal selbst führt der Weg über denkmalgeschütztes Pflaster. Hier hat man den Hermann schon im Blick.
„Mit der Touristiklinie 792, die von Ostern bis Ende Oktober immer am Wochenende stündlich unterwegs ist, erreichen unsere Gäste direkt ohne Umsteigen die beiden Top-Ausflugsziele in Lippe: Das Hermannsdenkmal in Detmold und die Externsteine. Mit dem Kombiticket “Hermannsdenkmal“ sogar zum Knüllerpreis“ betont Jörg Düning-Gast, Verbandsvorsteher des Landesverbands, die gute öffentliche Anbindung.
Das Kombiticket “Hermannsdenkmal“ gibt es immer für Wochenenden und angrenzende Feiertage zum Schnäppchenpreis von 5 Euro für Erwachsene und 3 Euro für Kinder (6-14 Jahre). Enthalten ist die Fahrt mit allen Bussen in Detmold, Zutritt zum Denkmal und ein Gutschein für die Hermann-Gastro.
Christian Nicke, Geschäftsführer der Stadtverkehrsgesellschaft SVD, gibt Tipps für den Ausflug: „Der Bus der Linie 792 bringt die Besucherinnen und Besucher vom Bahnhof und der Innenstadt direkt bis zum Denkmal-Parkplatz. Gegen einen kleinen Aufpreis können sogar Fahrräder in der Linie 792 mitgenommen werden. Und da das Ticket ganz flexibel in allen Bussen in ganz Detmold gilt, lässt sich der Besuch beim Hermann bestens mit einer Wanderung kombinieren. Zurück geht es dann beispielweise mindestens alle 30 Minuten mit unserer Linie 701 ab Heiligenkirchen oder Pivitsheide.“
Erhältlich ist das Kombiticket rechtzeitig zur Ausflugssaison vor Ostern in allen Bussen in Detmold.
Der Stadtkontakt mobil unterwegs
Bildunterzeile: Auftakt am Samstag, 28. März, von 10 bis 14 Uhr auf dem Detmolder Marktplatz: Die Kolleginnen und Kollegen des Stadtkontakt mobil sind wieder unterwegs und freuen sich auf viele Gespräche mit Detmolderinnen und Detmoldern. Foto: Stadt Detmold
Kontakt:
Das Stadtkontakt Mobil in Berlebeck
Dorfplatz, Paderborner Straße 142, Detmold Berlebeck
Mittwoch, 15.04.2026 von 13:00 bis 18:00 Uhr
Mit dem Stadtkontakt Detmold und Gabi Disse (Seniorenbeauftragte der Stadt Detmold)
Donnerstag, 16.04.2026 von 13:00 bis 18:00 Uhr
Mit dem Stadtkontakt Detmold
Das Stadtkontakt Mobil in Remmighausen
Markant Markt Hofmann, Hornsche Straße 208 b, Detmold Remmighausen
Mittwoch, 29.04.2026 von 13:00 bis 18:00 Uhr
Mit dem Stadtkontakt Detmold
Donnerstag, 30.04.2026 von 13:00 bis 18:00 Uhr
Mit dem Stadtkontakt Detmold, Gabi Disse (Seniorenbeauftragte der Stadt Detmold) und der Kreispolizeibehörde Lippe
Das Stadtkontakt Mobil in Pivitsheide V.H. & V.L.
Combi Markt, Oerlinghauser Straße 111, Pivitsheide V.H. & V.L.
Mittwoch, 06.05.2026 von 10:00 bis 18:00 Uhr
Mit dem Stadtkontakt Detmold und der Abteilung „Kinderschutz“ der Stadt Detmold
Das Stadtkontakt Mobil in Hiddesen
Vorplatz vor der ev. ref. Kirche, Akazienstraße 3, Hiddesen
Mittwoch, 20.05.2026 von 13:00 bis 18:00 Uhr
Mit dem Stadtkontakt Detmold, dem Smart-City-Team der Stadt Detmold und Gabi Disse (Se-niorenbeauftragte der Stadt Detmold)
Donnerstag, 21.05.2026 von 13:00 bis 18:00 Uhr
Mit dem Stadtkontakt Detmold und der Kreispolizeibehörde Lippe
Das Stadtkontakt Mobil in Brokhausen
Dorfgemeinschaftshaus Brokhausen, Brokhauser Straße 73, 32758 Detmold
Dienstag, 02.06.2026 von 13:00 bis 18:00 Uhr
Mit dem Stadtkontakt Detmold, dem Smart-City-Team der Stadt Detmold und Gabi Disse (Se-niorenbeauftragte der Stadt Detmold)
Mittwoch, 03.06.2026 von 13:00 bis 18:00 Uhr
Mit dem Stadtkontakt Detmold
Das Stadtkontakt Mobil in Heidenoldendorf
Nah-Kauf Parkplatz, Bielefelder Straße 270, Heidenoldendorf
Mittwoch, 17.06.2026 von 13:00 bis 18:00 Uhr
Mit dem Stadtkontakt Detmold und Gabi Disse (Seniorenbeauftragte der Stadt Detmold)
Donnerstag, 18.06.2026 von 13:00 bis 18:00 Uhr
Mit dem Stadtkontakt Detmold, der Abteilung „Kinderschutz“ der Stadt Detmold und der Ver-braucherzentrale NRW, Beratungsstelle Detmold
Das Stadtkontakt Mobil in Detmold-Süd
Edeka Markt, Felix-Fechenbach-Str. 2, Detmold-Süd
Dienstag, 25.08.2026 von 13:00 bis 18:00 Uhr
Mit dem Stadtkontakt Detmold, dem Smart-City-Team der Stadt Detmold, Gabi Disse (Senio-renbeauftragte der Stadt Detmold) und der Verbraucherzentrale NRW, Beratungsstelle Detmold
Mittwoch, 26.08.2026 von 13:00 bis 18:00 Uhr
Mit dem Stadtkontakt Detmold
Das Stadtkontakt Mobil in Heiligenkirchen
Rewe Markt, Denkmalstraße 8, Heiligenkirchen
Mittwoch, 02.09.2026 von 13:00 bis 18:00 Uhr
Mit dem Stadtkontakt Detmold und dem Smart-City-Team der Stadt Detmold
Donnerstag, 03.09.2026 von 13:00 bis 18:00 Uhr
Mit dem Stadtkontakt Detmold und Gabi Disse (Seniorenbeauftragte der Stadt Detmold)
Das Stadtkontakt Mobil in Herberhausen
Gut Herberhausen 4, Herberhausen
Mittwoch, 23.09.2026 von 13:00 bis 17:00 Uhr
Mit dem Stadtkontakt Detmold und der Abteilung „Abfallwirtschaft“ der Stadt Detmold
Donnerstag, 24.09.2026 von 13:00 bis 17:00 Uhr
Mit dem Stadtkontakt Detmold
Tourist Information Lippe & Detmold bildet ab Mai 2026
neue Stadtführerinnen und Stadtführer aus
Erster Informations-Nachmittag am 15. April im Rathaus am Markt
Detmold. Die Tourist Information Lippe & Detmold bietet in diesem Frühjahr eine etwa dreimonatige Ausbildung zur Stadtführerin/zum Stadtführer an. Gesucht werden Bürgerinnen und Bürger, die sich unserer Stadt verbunden fühlen und Besuchern wie Einheimischen die vielfätige Geschichte und Kultur Detmolds nahebringen möchten.
Im Rahmen eines unverbindlichen Informationsgesprächs am Mittwoch, 15. April, um 16 Uhr im großen Sitzungssaal des Rathauses, stellt das Team der Tourist Information Ablauf und Inhalt der Ausbildung vor. Anmeldungen sind erbeten, gerne per E-Mail an touristinfo@detmold.de.
Diejenigen, die nach dem Informationsgespräch weiterhin Interesse daran haben, die Ausbildung zu durchlaufen, werden zu einem persönlichen Kennenlerngespräch eingeladen. Die eigentliche Ausbildung beginnt schließlich im Mai. Die konkreten Zeitfenster für die Schulungseinheiten werden auf die Bedürfnisse der Gruppe angepasst.

Die Ausbildung zur Stadtführerin/zum Stadtführer ist für die Teilnehmenden kostenfrei. Besonders gefragt sind aktuell Personen, die in englischer, aber auch in niederländischer Sprache kommunizieren können. Die Sprachkenntnisse sind jedoch nicht Voraussetzung.
Lippeweit ist Detmold führend in der Ausbildung von Stadtführerinnen und Stadtführern. Interessierte erwartet eine fundierte Ausbildung mit Einblicken in Stadtgeschichte und Architektur Detmolds, mit Wissen über bedeutende Persönlichkeiten sowie Einblicke in die Praxis der Gästeführung. Auch Lerneinheiten zu Stimmbildung und Rhetorik sind vorgesehen. Nach dem Abschluss der Ausbildung arbeiten die neuen Stadtführerinnen und Stadtführer selbstständig und unabhängig. Sofern die Tourist Information Lippe & Detmold Bedarf hat, vermittelt sie angefragte Führungen an die Stadtführerinnen und Stadtführer. In Detmold nehmen jedes Jahr tausende Gäste an insgesamt etwa 600 Stadtführungen teil.
Bildunterzeile: Die „Historische Stadtführung“ ist der Klassiker: Die Tourist Information Lippe & Detmold, hier vertreten durch Teamleiterin Vanessa Rubart (links) und ihre Kollegin Martina Wenke, vermittelt jedes Jahr bis zu 600 Stadtführungen. Wer Interesse daran hat, den Kreis der aktuellen Stadtführerinnen und Stadtführer zu erweitern und eine entsprechende Ausbil-
dung zu absolvieren, sollte sich den 15. April 2026 vormerken. Foto: Stadt Detmold
Neues Wohngebiet und Kita: Bürgerbeteiligung zum Bebauungsplan „Vor dem Ahlberge“ startet

Detmolderinnen und Detmolder können Ideen und Anregungen einbringen – Infoveranstaltung im Dorfgemeinschaftshaus Brokhausen.
Detmold. Im Ortsteil Brokhausen entsteht ein neues Wohngebiet inklusive einer modernen Kindertagesstätte mit Nachbarschaftstreff. Ab dem 16. März haben alle Interessierten die Möglichkeit, sich im Rahmen der frühzeitigen Bürgerbeteiligung zum Bebauungsplanverfahren 04-03 „Vor dem Ahlberge“ zu äußern. Die Beteiligungsphase läuft bis zum 17. April.
Neue Wohnflächen und Kita-Plätze für Brokhausen
Das Plangebiet liegt nördlich der Brokhauser Straße und westlich des Almbergweges auf einer derzeit landwirtschaftlich genutzten Freifläche, die direkt an das Hauptsiedlungsgebiet angrenzt.
Auf dem geplanten Gelände entstehen neue Wohnflächen, die Einfamilien- und Doppelhäuser umfassen. Damit reagiert die Stadt auf den steigenden Bedarf an attraktivem Wohnraum und schafft moderne Lebensräume für Familien und Interessierte.
Ein zentraler Bestandteil des Projekts ist der Neubau einer Kindertagesstätte, die durch einen integrierten Nachbarschaftstreff ergänzt wird. Die neue Einrichtung löst die bestehende Kita ab und schafft weitere Betreuungsplätze, um den Bedarf im nördlichen Stadtgebiet zu decken. Der Nachbarschaftstreff wird zudem als Begegnungsstätte dienen und das Zusammenleben im Ortsteil fördern.
Während des Beteiligungszeitraums stehen die Vorentwurfsunterlagen sowohl digital unter www.detmold.de/beteiligung-bauleitplanung als auch vor Ort im Ferdinand-Brune-Haus (Hintergebäude, 1. Etage) zur Einsichtnahme bereit.
Stellungnahmen, Fragen oder Anregungen können schriftlich per Post an die Stadt Detmold, Fachbereich Stadtentwicklung, Postfach, 32754 Detmold oder bequem per E-Mail an bauleitplanung@detmold.de gerichtet werden.
Bürgerinformationsveranstaltung am 25. März
Zusätzlich findet am Mittwoch, 25. März, um 18 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus Brokhausen, Brokhauser Straße 73, eine Informationsveranstaltung statt. Hier haben Bürgerinnen und Bürger die Gelegenheit, Fragen zu stellen, Anregungen einzubringen und direkt mit den Planenden ins Gespräch zu kommen.
Bildunterzeile: Zukunftsplan für Brokhausen: Der Rahmenplan zeigt die geplante Entwicklung des neuen Wohngebiets „Vor dem Ahlberge“ inklusive Kindertagesstätte und Nachbarschaftstreff. Entwurf: Stadt Detmold
Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren: Mitte März findet die erste Jugendkonferenz in Lemgo statt. Natalie Wittmann als Koordinatorin für die Kinder- und Jugendbeteiligung hält die Fäden in der Hand, damit alles bereit ist, wenn 120 Kinder und Jugendliche ihre Meinung zum Leben in Lemgo sagen wollen. Das neue Format fußt auf einer langjährigen Tradition.
Rehe, Wildschweine und eine Wildkatze: Neuer Blick auf den Stadtwald
Drohnenbefliegung schafft Klarheit über Wildbestand
Lemgo. Wie viele Rehe und Wildschweine leben im Lemgoer Stadtwald? Und was bedeuten diese Bestände für die Entwicklung des Waldes? Antworten darauf liefert das jetzt abgeschlossene Wildtiermonitoring. Dieses ist Bestandteil der Maßnahme BaKIM (Baum, Künstliche Intelligenz, Mensch), die im Rahmen des gemeinsamen Smart-City-Projekts der Stadt Lemgo und der Gemeinde Kalletal umgesetzt wird.
Ein Blick aus der Vogelperspektive auf den Stadtwald
Im Februar war ein spezialisiertes Drohnenteam des Unternehmens OGF über dem Lemgoer Stadtwald im Einsatz. Innerhalb von drei Tagen wurde die gesamte rund 1.128 Hektar große Fläche erfasst. Das entspricht etwa 1.600 Fußballfeldern. Der Zeitpunkt war bewusst gewählt: In den Wintermonaten tragen die Laubbäume kein dichtes Blätterdach, und bei kühlen Temperaturen heben sich Wildtiere im Wärmebild besonders gut von ihrer Umgebung ab.
In rund 100 Metern Höhe zog die Drohne gleichmäßige Bahnen über die Baumkronen. Sie machte sichtbar, was Spaziergängerinnen und Spaziergänger meist selten entdecken: die Tiere des Waldes wie Rehe, Wildschweine oder Füchse. Zeigte sich im Wärmebild der Drohnen-Kamera eine Wärmequelle, wurde die Position überprüft, ein hochauflösendes Bild aufgenommen, die Tierart bestimmt und der Fundort exakt dokumentiert. So entstand Schritt für Schritt ein flächendeckendes Bild des aktuellen Wildbestands im Stadtwald.
Im Mittelpunkt der Erhebung standen Rehe und Wildschweine, da ihre Bestände für die Entwicklung des Waldes eine wichtige Rolle spielen. Darüber hinaus wurden aber auch weitere Wildtiere gesichtet, darunter Füchse, Waschbären und sogar eine Wildkatze. Auf diesen Tieren lag jedoch nicht der Schwerpunkt der Untersuchung. Sie sind überwiegend nachtaktiv und halten sich tagsüber häufig in Bauen oder Höhlen auf, sodass sie während der Befliegung nur eingeschränkt erfasst werden konnten.
Grundlage für einen klimastabilen Mischwald
Die Zahlen liefern eine wichtige Grundlage, um den Wildbestand im Stadtwald verantwortungsvoll zu steuern. Denn die Anzahl der Rehe und Wildschweine hat direkten Einfluss auf das Wachstum von jungen Bäumen im Wald. Wenn zu viele Tiere an den frischen Trieben junger Bäume fressen, haben manche Baumarten kaum eine Chance, groß zu werden. „Besonders begehrt bei Rehen und Wildschweinen sind Mischbaumarten wie Tanne, Eiche, Buche oder Douglasie. Fichten werden dagegen deutlich seltener gefressen“, erklärt Förster Alexander von Leffern. Werden vor allem diese jungen Mischbaumarten immer wieder verbissen, wachsen am Ende nur die weniger gefragten Arten nach. „Wir möchten ein ausgewogenes Verhältnis der verschiedenen Baumarten im Wald haben, damit dieser widerstandsfähig gegen Trockenheit, Stürme und Schädlinge bleibt“, so von Leffern weiter. „Damit sich der Wald vielfältig und stabil entwickeln kann, darf es deshalb weder zu viel noch zu wenig Wild geben.“
Bisher wurde der Wildbestand auf Grundlage von Abschusszahlen und Erfahrungswerten eingeschätzt. Das Monitoring liefert nun erstmals eine flächendeckende Momentaufnahme des tatsächlichen Bestands. Damit werden die bisherigen Annahmen durch konkret erhobene Daten ergänzt und überprüfbar gemacht.
Die Ergebnisse liefern eine Grundlage für Gespräche mit den Jagdpächtern und für die weitere Planung im Stadtwald. In Lemgo hat das Wildtiermonitoring zudem zu einem tollen Zufallsfund geführt. „Eine Wildkatze bekommt man nur sehr selten zu Gesicht, das nachtaktive Einzelgänger versteckt sich gerne in hohlen Bäumen, unter Wurzeltellern und in dichtem Gestrüpp und benötigt strukturreiche Eichen- und Buchenmischwälder. Umso mehr freut uns dieser Nachweis“, so Alexander von Leffern. „Er macht deutlich, dass der Lemgoer Stadtwald nicht nur Wirtschafts- und Erholungsraum ist, sondern vielmehr ein Rückzugsort für gefährdete Arten. Ein zudem nachgewiesener Bruterfolg zeigt, dass das Nicht-Räumen von Schadflächen, der Verzicht auf Zäune aus Drahtgeflecht sowie das Jagdmanagement stimmen. Unser Konzept zur naturnahen Bewirtschaftung der Waldflächen geht einmal mehr auf.“
Baustein in der Smart-City-Maßnahme BaKIM
Das Wildtiermonitoring ist Teil der Smart-City-Maßnahme BaKIM. Ziel dieser Maßnahme ist es, den Stadtwald systematisch zu erfassen und wichtige Informationen für eine vorausschauende und klimaangepasste Entwicklung zu gewinnen. „Das Wildtiermonitoring ist nur ein Baustein von vielen“, sagt die Smart-City-Projektleiterin Nicole Baeumer. „Wir erfassen den Stadtwald Schritt für Schritt weiter, etwa durch zusätzliche Befliegungen oder Messungen der Bodenfeuchtigkeit.“ Auf diese Weise entsteht ein immer genaueres Bild vom Zustand des Lemgoer Stadtwaldes. Damit er auch künftig Lebensraum, Erholungsort und wichtiger Beitrag zum Klimaschutz bleibt.





Bildunterschriften:
Wärmebild.JPG: Wärmebildaufnahme aus rund 100 Metern Höhe von Wildschweinen im Lemgoer Stadtwald. Foto: OGF GmbH.
Start Drohne.png: Start der Drohne über dem Lemgoer Stadtwald: Beginn der systematischen Erfassung des Wildbestands aus der Vogelperspektive. Foto: digital.interkommunal Kalletal.Lemgo.
Fuchs.JPG: Zwei schlafende Füchse im Stadtwald. Als überwiegend nachtaktive Tiere zeigen sie sich tagsüber nur selten. Foto: OGF GmbH.
Wildschweine.JPG: Wildschweine im Lemgoer Stadtwald. Ihre Bestände spielen eine wichtige Rolle für die Entwicklung junger Bäume. Foto: OGF GmbH.
Rehe.JPG: Zwei Rehe zwischen Bäumen und Unterholz – typische Bewohner des Lemgoer Stadtwaldes. Foto: OGF GmbH.
Wildkatze.png: Eine Wildkatze im Lemgoer Stadtwald. Ein seltener und besonderer Nachweis im Rahmen des Monitorings. Foto: OGF GmbH.
Förster_OGF.jpeg: Lemgos Förster Alexander von Leffern (links) und Mitarbeitende der Firma OGF verfolgen den Flug der Drohne über dem Stadtwald. Foto: digital.interkommunal Kalletal.Lemgo
NRW-Stiftung fördert Naturschutzprojekte gegen den Klimawandel
Düsseldorf: Wiederkehrende Dürreperioden, häufigere Starkregenereignisse und Sturzfluten sind nur ein paar Beispiele dafür, wie stark sich der Klimawandel in den letzten Jahren in Nordrhein-Westfalen bemerkbar macht. Die Verschiebung von Jahres- und Vegetationszeiten wirkt sich zudem unmittelbar auf die Fortpflanzung und das Überleben vieler Tier- und Pflanzenarten aus. Um diesem Trend ein Stück weit entgegen zu wirken, hat der Dachverband der Biologischen Stationen gemeinsam mit der NRW-Stiftung ein Modellprojekt entwickelt, welches exemplarisch praxisnahe Naturschutzmaßnahmen im Kontext des Klimawandels aufzeigt und zum Handeln anregen soll. Die NRW-Stiftung fördert dieses Vorhaben mit bis zu 300.000 Euro. Das hat der Vorstand der NRW-Stiftung unter dem Vorsitz von Präsident Eckhard Uhlenberg jetzt beschlossen.
„Die vergangenen Jahre haben verdeutlicht, dass der Klimawandel in Nordrhein-Westfalen jetzt schon deutliche Spuren hinterlässt. Zusammen mit der Biodiversitätskrise sind dies die zentralen Herausforderungen unserer Zeit. Rund 45 Prozent der untersuchten Arten in NRW gelten als gefährdet, vom Aussterben bedroht oder bereits verschwunden“, betont Uhlenberg. Bei den geförderten Bausteinen im Rahmen des Projektes sollen konkrete Naturschutzmaßnahmen, die auch zur Abmilderung der Folgen des Klimawandels beitragen, umgesetzt, die Öffentlichkeit informiert und wissenschaftliche Daten erhoben werden. Konkrete Beispiele sind die Neuanlage oder Aufwertung von Lebensräumen oder die Durchführung von Exkursionen. Daraus sollen sich auch Ableitungen für zukünftige Vorhaben ergeben.
Mehr als 30 Mitgliedsstationen des Dachverbands der Biologischen Stationen in NRW haben ihre Ideen für den Gesamtplan eingebracht. „Mit dem vorliegenden Projekt zeigt der Dachverband mit seinen angehörenden Mitgliedern, wie vielfältig und lösungsorientiert den Problemen entgegengetreten und wie Naturschutz und Klimawandel zusammen gedacht werden können. Es inspiriert so hoffentlich auch weitere Akteure zum Handeln“, so Uhlenberg.
Die Nordrhein-Westfalen-Stiftung konnte seit ihrer Gründung 1986 fast 4.000 Natur- und Kulturprojekte mit insgesamt fast 340 Millionen Euro fördern. Das Geld dafür erhält sie vom Land NRW aus Lotterieerträgen von Westlotto, aus Mitgliedsbeiträgen ihres Fördervereins und Spenden. Mehr Informationen auf www.nrw-stiftung.de und im Podcast „Förderbande“.
Bis zu 144.000 Euro für Wiederansiedlungsprojekt
NRW-Stiftung unterstützt die Rückkehr des Luchses nach Nordrhein-Westfalen
Düsseldorf: Der letzte Luchs in Nordrhein-Westfalen wurde vor fast 300 Jahren erlegt. Nun steht die Raubkatze vor einer möglichen Rückkehr – die Initiative Luchs NRW plant zusammen mit dem BUND Landesverband NRW e. V. erste Schritte für ein Wiederansiedlungsprojekt in Nordrhein-Westfalen. Der Vorstand der NRW-Stiftung hat jetzt beschlossen, dieses Vorhaben mit bis zu 144.000 Euro zu unterstützen.
„Die Wiederansiedlung des Luchses ist sinnvoll, weil sie zum Erhalt der heimischen Artenvielfalt beiträgt, ein Vorkommen in Nordrhein-Westfalen bestehende Populationen in Nachbarländern miteinander vernetzen und ein Genaustausch stattfinden kann“, sagt Dr. Ute Röder aus dem Stiftungsvorstand. „Der menschenscheue Luchs erfüllt als großer Beutegreifer eine entscheidende Rolle im Ökosystem, die durch den Einfluss des Menschen in den vergangenen Jahrhunderten fast vollständig weggefallen ist.“
Als ersten Schritt hin zu einer Rückkehr des Luchses ist geplant, eine Projektstelle einzurichten und die vielfältigen Aufgaben zu koordinieren. Auch eine intensive Netzwerkarbeit und Öffentlichkeitsarbeit sind geplant. Schließlich wollen die Naturschützenden eine breite Akzeptanz des Projektes erreichen. Ab 2030 sollen die ersten Tiere in die Wildnis entlassen werden – eng begleitet und überwacht.
„Gemeinsam mit vielen Akteuren aus Jagd, Landwirtschaft, Wissenschaft, Stiftungen und Behörden haben wir das Ziel formuliert, den Luchs in NRW wieder auszuwildern. Dies tun wir nicht alleine in Deutschland, sondern im Rahmen des europaweiten Expertennetzwerks Linking Lynx und zusammen mit anderen aktuellen Auswilderungsprojekten in benachbarten Bundesländern. So wollen wir die langfristige Rückkehr des Luchses in seine ursprüngliche Heimat ermöglichen“, so Dr. Christine Thiel-Bender vom BUND Landesverband NRW und Mitglied der Initiative Luchs NRW.
Die Nordrhein-Westfalen-Stiftung konnte seit ihrer Gründung 1986 fast 4.000 Natur- und Kulturprojekte mit insgesamt fast 340 Millionen Euro fördern. Das Geld dafür erhält sie vom Land NRW, aus Lotterieerträgen von Westlotto, aus Mitgliedsbeiträgen ihres Fördervereins und Spenden. Mehr Informationen auf www.nrw-stiftung.de und im Podcast „Förderbande“.





