überraschend – The Great American Songbook Part I
Das 7. Symphoniekonzert der Bielefelder Philharmoniker am 17. und 19. April im Großen Saal
der Rudolf-Oetker-Halle
Anlässlich des 250. Jahrestags der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung am 4. Juli 2026 widmen sich die Bielefelder Philharmoniker im 7. Symphoniekonzert der faszinierenden Vielfalt der US-amerikanischen Musikgeschichte. Unter dem Titel The Great American Songbook Part I spannt das Programm einen weiten Bogen von Musical und
Jazz bis hin zur symphonischen Tradition. Im Zentrum stehen Werke von George Gershwin, Aaron Copland und Florence Price – drei Komponist*innen, die auf ganz unterschiedliche Weise den Klang Amerikas geprägt haben. Gershwin, einer der Begründer des amerikanischen Musicals, ist mit der spritzigen Kubanischen Ouvertüre sowie der Ouvertüre zu Girl Crazy vertreten. Letzteres brachte Songs wie I Got Rhythm oder Embraceable You hervor, die längst Teil des sogenannten Great American Songbook geworden sind – einer lebendigen Sammlung musikalischer Klassiker, die bis heute Generationen von Künstler*innen inspirieren.
Aaron Coplands Klarinettenkonzert, geschrieben für den Jazzklarinettisten Benny Goodman, verbindet klassische Form mit jazzigen Elementen und steht exemplarisch für die Suche nach einem eigenständigen amerikanischen Klang. Den Solopart übernimmt der Klarinettist David Orlowsky, der für seinen ausdrucksstarken, gesanglichen Ton international geschätzt wird.

Mit der dritten Symphonie von Florence Price rückt zudem eine Komponistin in den Fokus, deren Werk erst in jüngerer Zeit die verdiente Aufmerksamkeit erhält. Als afroamerikanische Künstlerin musste sie erhebliche gesellschaftliche Barrieren überwinden. Ihre 1940 uraufgeführte Symphonie vereint spätromantische Klangsprache mit Einflüssen afroamerikanischer Musiktraditionen und erweitert das Konzertprogramm um eine lange unterschätzte Perspektive. Am Pult steht die französische Dirigentin Lucie Leguay, die sich mit zahlreichen Debüts bei renommierten Orchestern und Opernhäusern international etabliert und für ihre stilistische Vielseitigkeit geschätzt wird.
Das Konzertprogramm versteht sich als musikalischer Geburtstagsgruß an die Vereinigten Staaten – und zugleich als Reflexion über kulturelle Identität, Vielfalt und Geschichte. Der Begriff Great American Songbook steht dabei sinnbildlich für ein offenes, sich stetig wandelndes Repertoire, das die unterschiedlichsten Einflüsse vereint.
Ein weiterer Blick auf diese reiche Klangwelt folgt am 22. Mai 2026 mit The Great American Songbook Part II, wenn unter anderem Coplands Appalachian Spring Suite und Gershwins An American in Paris sowie zahlreiche Klassiker des amerikanischen Song-Repertoires erklingen.
Karten für die Konzerte am Freitag, den 17. Februar um 20 Uhr sowie am Sonntag, den 19. Januar um 11 Uhr sind zwischen 34,00 € (ermäßigt 17,00 €) und 41,00 € (ermäßigt 20,50 €) an der Theater- und Konzertkasse (Altstädter Kirchstraße 14, Tel.: 0521 51-5454) oder online unter www.bielefelder-philharmoniker.de erhältlich.
Eine Einführung mit Jón Philipp von Linden findet 45 Minuten vor Konzertbeginn im Kleinen Saal statt.




