„ Pension Schöller“ in der Waldorfschule Detmold
Nächste Vorstellungen am 17. und 18. April jeweils um 19.30 Uhr

Die 12. Klasse der Waldorfschule hatte sich was vorgenommen. Sie haben den Klassiker „ Pension Schöller“, von Karl Laufs und Wilhelm Jacoby, auf die „Bühne“ der Waldorfschule gebracht, als Gemeinschaftsprojekt und Finale ihrer schulischen Laufbahn. Unter der Leitung von Theaterpädagogin Lena Hillebrand, selbst Absolventin der Schule, haben die Schülerinnen und Schüler mit einer Leichtigkeit und einem Selbstverständnis diese Komödie in nur drei Wochen bühnenreif erarbeitet, denn alles haben sie selbst gemacht von der Auswahl des Stückes, über Requisiten, Bühnenbild und Kostüme bis zum Plakat alles ist gemeinsam geplant und kreiert und heute Abend war Premiere. Eine gute Komödie nutzt Humor, um den Spiegel menschlicher Schwächen zu zeigen, ohne dabei zwingend ernste Schäden zu verursachen. Die jungen Leute haben mit viel Humor und großer Spielfreude dieser fröhlichen Posse ihren ganz persönlichen Stempel aufgesetzt und das Publikum mit ihrer Spielweise zum Lachen gebracht und es war ein äußerst vergnüglicher Abend bei vollbesetztem Haus. Die Darsteller spielten ihre Rollen so gekonnt, als hätten sie nie etwas anderes gemacht. Die Komödie ist die Dichtungsform, in der menschliche Schwächen auf humorvolle Art entlarvt und die sich daraus ergebenden Konflikte heiter gelöst werden. In der Komödie werden die Mängel des Mitmenschen offen bloßgestellt, um diese lächerlich zu machen oder gar zu brandmarken. Davon können Sie , liebe Leser sich selbst überzeugen, denn es gibt noch zwei weitere Vorstellungen am: 17. April und 18. April ebenfalls um 19.30 Uhr. Kostenlose Tickets und Infos unter:
Die Uraufführung dieser oft gespielten und verfilmten Posse fand am 7. Oktober 1890 in Berlin statt und war von Anfang an ein Renner bis heute.
Weitere Vorstellungen sind am
17. April und 18. April ebenfalls um 19.30 Uhr. Kostenlose Tickets und Infos unter:
Die Rolle der Gutsbesitzerin Philippa Lenzmeyer spielt Eva Drewes
In weiteren Rollen:
Philippas Schwester Ulrike Nelja Gehle
Neffe Alfred Lenzmeyer Julian Hohenstein
Freund Robert Konrad Steinweg
Löwenjäger Bernhardi Louis Färber
Schriftstellerin Sophie Lea Müller- Seidlitz
Major a.D. Kloss Janos Mayton
Schöllers Frau Amelie Filia Weingart
Tochter Frieda Sarah Böck
Josef Niels Becker
Leo Jannes Gerstmeyer
Pensionsinhaber Schöller Fabio Zantow
Zum Stück:
Die Gutsbesitzerin Phillipa Lenzmeyer, gespielt von Eva Drewes, die die Hauptrolle mit großer Nonchalance spielte, möchte zu gerne einmal von seinem Neffen Alfred( Julian Hohenstein), den sie dafür finanziell bei einer Geschäftsgründung zu unterstützen verspricht, eine Irrenanstalt von innen gezeigt bekommen und echte Irre erleben. Alfreds Freund, der Künstler Robert gespielt von Konrad Steinweg, empfiehlt ihm, seiner Tante doch die Pension Schöller zu zeigen, deren Gäste ziemlich exzentrisch sind. Gutsbesitzerin Lenzmeyer, die die Gäste wirklich für Irre hält, amüsiert sich prächtig bei den Gastgebern Pensionsinhaber Schöller (Fabio Zantow) und seiner Ehefrau Amelie ( Filia Weingart).
Die Situation eskaliert allerdings, als Phillipa Lenzmeyer auf ihr Gut zurückgekehrt und von diesen vermeintlichen Irren besucht wird. Komplettier wird dieses muntere Verwirrspiel von den wunderbar aufspielenden Louis Färber als Löwenjäger Bernardi, Janos Mayton als der Major a.D. Kloss, Schriftstellerin Sophie, dargestellt von Lea Müller Seidlitz, Jannes Gerstmeyer als Ober Leo, Sarah Böck als Schöllers Tochter Frieda, Nadja Gehle als Phillipas Schwester Ulrike und last but not least der ganz wunderbare Niels Becker als Schöllers Sohn Josef mit dem Sprachfehler, er kann den Buchstaben L nicht sprechen stattdessen sagt er z.B. “ Wannenstein von Schinner“ , will aber unbedingt Schauspieler werden. So rezitiert er munter die Klassiker der Weltliteratur in seiner unnachahmlichen Sprachfehlerweise. Das war toll und natürlich viele Lacher wert. Das Ensemble mit ihrer Regisseurin Lena Hollenstein waren eine Wucht. Chapeau!








