Anzeigen | HfM Detmold erhält Prädikat „Gleichstellungsstarke Hochschule“ und Millionenförderung
HfM Detmold erhält Prädikat „Gleichstellungsstarke Hochschule“ und Millionenförderung
Erfolg im Professorinnenprogramm 2030: Bis zu 2,5 Millionen Euro für neue Professuren und strukturelle Gleichstellung
Die Hochschule für Musik Detmold ist in der dritten Auswahlrunde des Professorinnenprogramms 2030 von Bund und Ländern erfolgreich gewesen. Das Programm zielt darauf ab, den Anteil von Frauen in wissenschaftlichen und künstlerischen Spitzenpositionen nachhaltig zu erhöhen und die Gleichstellung an Hochschulen strukturell zu stärken.
Als eine von bundesweit 44 ausgewählten Hochschulen kann die HfM Detmold Fördermittel von bis zu 2,5 Millionen Euro einwerben. Bis 2027 ist die Beantragung der Finanzierung von bis zu drei Professuren möglich.
Für ihr Gleichstellungskonzept wurde die Hochschule zusätzlich mit dem Prädikat „Gleichstellungsstarke Hochschule“ ausgezeichnet. Diese Auszeichnung erhalten nur besonders überzeugende Konzepte – in der aktuellen Runde lediglich fünf Hochschulen bundesweit. Mit dem Prädikat ist die Möglichkeit verbunden, eine weitere Stelle einzurichten: für eine herausragende Künstlerin oder Wissenschaftlerin auf dem Weg zur Professur, die perspektivisch unbefristet angelegt ist.
„Die Auszeichnung bestätigt den Weg, den unsere Hochschule mit der Gleichstellungskonzeption der vergangenen Jahre gegangen ist und wird dazu beitragen, Gleichstellung als festen Bestandteil von Qualität in der Lehre zu stärken“, betont Rektor Prof. Dr. Thomas Grosse.
Ausgangspunkt des Konzepts ist eine differenzierte Analyse: Zwar liegt der Frauenanteil unter den Studierenden bei rund 52 Prozent, auf Professurenebene beträgt er jedoch nur etwa 31 Prozent. Dieses Absinken entlang der akademischen Laufbahn – bekannt als „Leaky Pipeline“ – ist auch an Musikhochschulen deutlich sichtbar. Hinzu kommen strukturelle Hürden, etwa traditionelle Karrierewege im künstlerischen Bereich oder geschlechtsspezifische Prägungen bei der Instrumentenwahl.
Um diesen Entwicklungen entgegenzuwirken, setzt die HfM Detmold auf transparente Berufungsverfahren, gezielte Förderprogramme für Künstlerinnen und Wissenschaftlerinnen sowie bessere Rahmenbedingungen für die Vereinbarkeit von Familie und Karriere. Ergänzend werden Maßnahmen gegen Diskriminierung ausgebaut und Gender- sowie Diversitätsperspektiven stärker in Lehre und Praxis verankert.
Ein besonderer Fokus liegt auf der Sichtbarkeit von Frauen in der Musik. Dazu gehören die gezielte Förderung von Studentinnen in unterrepräsentierten Fächern, die Stärkung weiblicher Vorbilder sowie die Erweiterung von Repertoire und Lehrinhalten.
Mit dem ausgezeichneten Konzept verfolgt die Hochschule für Musik Detmold das Ziel, Gleichstellung langfristig und messbar zu verankern und damit die künstlerische und wissenschaftliche Qualität nachhaltig zu stärken.