Dorftreff in Hörstmar
Termin am 16.03.2026
Die Stadt Lemgo lädt alle Hörstmaranerinnen und Hörstmaraner ins Dorfbegegnungszentrum MitgeDacht (Am Sportplatz 7) ein. Am Montag, 16. März 2026, geht um 18 Uhr im Rahmen von Ehrenamt und Quartiersarbeit um Neuigkeiten aus dem Ortsteil und Stadtgebiet sowie um Ideen, die im Dialog mit den Teilnehmenden entstehen. Zudem wird auch über das Förderprogramm „LEADER-Regionalbudget“ informiert. Moderation und weitere Informationen liegen in den Händen von Hendric Schwär-Fröhlich (Stab Bürgermeister), Tel. 05261 213-208.
Osterfeuer in Detmold: Tradition bewahren – Sicherheit geht vor
Osterfeuer sind eine beliebte Tradition, doch sie erfordern auch Verantwortung. Die Stadt Detmold informiert über Genehmigungen, Auflagen und Fristen für 2026.
Detmold. Der Besuch eines Osterfeuers ist für viele Menschen ein fester Bestandteil des Osterfestes und eine geschätzte Tradition. Im Jahreskalender sind die Osterfeuer ein wichtiger Meilenstein, und sie tragen zum Wir-Gefühl in den Detmolder Ortsteilen bei. Gleichzeitig bergen diese Feuer nicht zu unterschätzende Gefahren und können eine Belastung für die Umwelt darstellen. In den vergangenen Jahren erreichen die Stadt vermehrt kritische Rückmeldungen, insbesondere zur Größe und Anzahl der Feuer im Stadtgebiet. Um die Sicherheit aller zu gewährleisten und das Brauchtum verantwortungsvoll zu erhalten, gelten klare Regeln für die Durchführung.
Genehmigungspflicht und Auflagen
Oster- und andere Traditionsfeuer dürfen nicht ohne Genehmigung abgebrannt werden. Diese kann auf Antrag von Vereinen, Glaubensgemeinschaften oder anderen Organisationen beim Team Ordnung der Stadt Detmold beantragt werden. Private Feuer sind seit mehreren Jahren nicht mehr genehmigungsfähig.
Eine wichtige Voraussetzung für die Erteilung der Genehmigung ist, dass es sich um eine öffentliche Veranstaltung handelt – also jedem Zugang gewährt wird. Die Erlaubnisse sind mit Auflagen verbunden, deren Einhaltung erforderlich ist, um das Feuer sicher abbrennen zu können. In der Vergangenheit wurde jedoch vermehrt festgestellt, dass diese Auflagen nicht oder nicht vollständig eingehalten wurden. Dies kann im schlimmsten Fall dazu führen, dass das Feuer kurzfristig untersagt werden muss – etwa, wenn Mindestabstände zu Gebäuden nicht eingehalten werden.
Sicherheit hat oberste Priorität
Damit sich auch in Zukunft viele Detmolderinnen und Detmolder an den beliebten Osterfeuern sicher treffen können, haben die zuständigen Behörden die Sicherheitsanforderungen für 2026 erneut überprüft und den Veranstaltenden im Vorfeld mitgeteilt. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Einhaltung von Mindestabständen zu Gebäuden, dem Schutz von Kleintieren vor und während des Abbrennens sowie der ständigen Erreichbarkeit einer verantwortlichen Person während der Veranstaltung. Die Abbrennorte werden vor und während der Veranstaltung durch den Kommunalen Ordnungsdienst überprüft, um die Einhaltung der Vorgaben sicherzustellen.
Damit die erforderlichen Prüfungen noch rechtzeitig erfolgen können, müssen die Anträge auf Genehmigung spätestens bis zum 18. März beim Team Ordnung der Stadt Detmold eingereicht werden.
Für Rückfragen stehen die Mitarbeitenden des Teams Ordnung unter der Rufnummer 05231/977-777 gern zur Verfügung.
Kein Futter, kein Wasser, keine Verstecke: Warum Prävention nachhaltiger wirkt als Chemie
Jeder ist mitverantwortlich: Stadt Detmold sieht Rattenpopulation trotz neuer gesetzlicher Regelungen unter Kontrolle.
Detmold. Nichtkundige Privatpersonen dürfen seit diesem Jahr keine sogenannten Rodentizide mehr verwenden. Diese Mittel, auch als Rattengift bekannt, dürfen seit dem 1. Januar privat weder gekauft noch ausgelegt werden. Aus gutem Grund, denn diese Mittel töten nicht nur Ratten, sondern gefährden auch Haustiere, Greifvögel und die Umwelt.
Das Verbot sei nicht unvorhergesehen gekommen, berichtet Sandra Detert vom Team Betrieb Kanal bei der Stadt Detmold: „Seit 1998 gibt es EU-weite Vorschriften, die Schritt für Schritt immer strenger wurden. Das Verbot der Nutzung für Privatleute war der nächste, logische Schritt.“
Die Expertin der Stadt kennt die Hintergründe: „Rodentizide der 1. Generation haben durch unsachgemäße Anwendung und willkürliche Ausbringung ihre Wirksamkeit verloren, es haben sich über die Jahre Resistenzen gebildet. Diese Giftköder stellen eher eine attraktive Futterquelle da, als dass sie die Population eliminieren“, erklärt Sandra Detert. Eingesetzt werden nach wie vor Rodentizide der zweiten Generation. Diese sind ausschließlich sachkundigen Schädlingsbekämpfern vorbehalten!
Gift bekämpft nur die Symptome – nicht die Ursache
Ein undichtes Dach, das nicht repariert wird, sondern unter dem eindringendes Wasser nur notdürftig in Eimern aufgefangen wird, führt unweigerlich zu weiteren Problemen: Mit der Zeit laufen die Eimer über, der Boden wird feucht und die Wände beginnen zu schimmeln. Ähnlich verhält es sich mit dem Einsatz von Rattengift: Zwar werden möglicherweise einige Tiere abgetötet, doch so lange die Ursachen wie leicht zugängliche Nahrungs- und Wasserquellen und Versteckmöglichkeiten bestehen bleiben, folgen stets neue Ratten.
Die Stadt Detmold setzt deshalb seit vielen Jahren auf Prävention als wichtigsten Hebel zur Bekämpfung von Ratten – und das aus gutem Grund: „90 Prozent aller Rattenprobleme ließen sich vermeiden, wenn den Tieren ihre Lebensgrundlage entzogen würde“, klärt Sandra Detert auf.
Das bedeutet konkret:
– Kein Futter anbieten: Mülltonnen immer verschließen, keine Essensreste offen liegen lassen, Tierfutter nicht dauerhaft draußen stehen lassen, keine Essensreste auf dem Kompost oder in der Toilette entsorgen, auf Vogelfutter ganzjährig möglichst verzichten – nur bei Frost füttern.
– Kein Wasser bereitstellen: Regentonnen abdecken, tropfende Wasserhähne reparieren.
– Keinen Unterschlupf ermöglichen: Unrat wegräumen, Holzstapel umschichten, Gartenlaube kontrollieren, Bodendecker, Hecken und Büsche zurückschneiden
Kellerluken vergittern, Spalten und Löcher verschließen, Hohlräume am Haus und unter der Terrasse abdichten.
– Bei Sichtung auf dem eigenen Grundstück: Ruhe bewahren, o.g. Vorkehrungen treffen, weiter beobachten, Mieter wenden sich zunächst an ihre Vermieter.
– Erste Hilfe für Hauseigentümer: in den Versicherungsunterlagen nachschlagen, ob die Beauftragung eines sachkundigen Schädlingsbekämpfers anteilig oder ganz abgedeckt ist, wenn o.g. Vorkehrung nicht ausreichen, können zu jeder Zeit Schlag- und Lebendfallen aufgestellt werden, als letzte Maßnahme sollte ein sachkundiger Schädlingsbekämpfer beauftragt werden.
– Bei Sichtung im öffentlichen Raum: dem Ordnungsamt mitteilen, wo Ratten gesichtet wurden.
Was die Stadt Detmold unternimmt
Die Stadt Detmold verfolgt ein durchdachtes, integriertes Konzept, um Rattenpopulationen nachhaltig zu begegnen. Dazu gehört eine saubere Innenstadt durch konsequente Müllentsorgung, Straßenreinigung, Ahndung wilder Müllablagerung, sowie regelmäßige Kontrollen der Kanäle. Gleichzeitig werden öffentliche Gebäude systematisch abgedichtet.
Weitere zentrale Bausteine sind die Durchführung fachübergreifender Bekämpfungsmaßnahmen und Aufklärung aller Akteure, der Bürgerinnen und Bürger der Stadt Detmold.
Zusammenarbeit als Schlüssel
Nur durch das gemeinsame Engagement aller lässt sich das Problem dauerhaft lösen. Statt wahllos Gift zum Einsatz zu bringen, setzen die städtischen Experten auf das jährliche Monitoring im Kanal; Hotspots werden unterirdisch identifiziert und passende Maßnahmen ergriffen. Des Weiteren erfolgt oberirdisch eine gezielte und sichere Giftausbringung in Kooperation mit den beauftragten Schädlingsbekämpfern externer Unternehmen, so dass sich Ratten nicht unkontrolliert vermehren können. Ein wirksames, umweltfreundliches System, das auf Prävention und Kooperation basiert.
Sandra Detert verdeutlicht anhand einer Beispielrechnung, wie sehr das Gesamtergebnis vom Mitmachen aller abhängt: „Die Entwicklung einer Rattenpopulation kann unter drei unterschiedlichen Bedingungen sehr verschieden verlaufen: Wenn nichts unternommen wird, vermehren sich die Tiere explosiv – aus nur zehn Weibchen können innerhalb eines Jahres bis zu 110 neue Weibchen entstehen. Wird allein die Müllentsorgung verbessert, verlangsamt sich das Wachstum zwar, aber es bleiben immer noch etwa 35 Weibchen übrig. Werden hingegen alle präventiven Maßnahmen kombiniert, also Nahrungsquellen beseitigt, Wasserzugänge unterbunden und Verstecke verschlossen, geht die Population spürbar zurück und stabilisiert sich auf einem deutlich niedrigeren Niveau von nur zehn bis 20 Weibchen.“
Der entscheidende Punkt dabei: Ratten benötigen drei grundlegende Dinge, um sich erfolgreich zu vermehren: Nahrung, Wasser und Schutz. Fehlt auch nur eine dieser Komponenten, können sie sich nicht mehr ungehindert ausbreiten.
Fazit: Einfache Maßnahmen haben große Wirkung
Die neuen Regeln zur Verwendung von Rattengift, so die Expertin, sei aus städtischer Sicht keine Schikane, sondern eine Chance: Durch die Verschärfung und den Wegfall „Verkauf und Vertrieb wenig wirksamer Gifte“ reduziert sich ein Nahrungsquellenangebot, welches chemisch höchst bedenklich ist und stets im Verborgenen blieb. Durch den präzisen Einsatz von Schlag- und Lebendfallen wird die Eliminierung der Population sichtbar, die Ausbringung der Gifte durch Sachkundige erfolgt geschult, wirksam, umweltverträglich nach Vorgaben des Tierschutzes. Der Stoff wird bewusst als Gefahrstoff erkannt und ebenso eingesetzt. Sandra Detert: „Selbst im Kanal sind wir nun angehalten den Giftköder so einzubringen, dass er nicht in Kontakt mit dem Abwasser kommt, denn er wird nicht in der Kläranlage abgebaut. Statt Gift einzusetzen, das die Umwelt belastet und nur kurzfristig wirkt, können wir alle langfristig etwas bewegen, umwelt- und gesundheitsbewusst mit einfachen Maßnahmen, die große Wirkung haben.“
Gemeinsam machen wir Detmold lebenswerter für uns und unattraktiv für Ratten!

Die Stadt Detmold steht Bürgerinnen und Bürgern bei diesem Thema gerne beratend zur Seite und bietet umfassende Informationen, individuelle Beratung sowie praktische Tipps an. Für nähere Informationen ist Sandra Detert telefonisch unter (05231) 977-462 erreichbar. Auch die Kollegen und Kolleginnen vom Stadtkontakt, den Bürgerservice oder dem Ordnungsamt sind für die Bürgerinnen und Bürger da.
Bildunterzeile: So sollte man es nicht machen: Eine offene Mülltonne wie auf diesem Symbolfoto zieht Schädlinge wie Ratten an. Dicht schließende Abfallbehälter, abgedeckte Regentonnen und sorgfältig verschlossene Spalten tragen dazu bei, einen Befall zu verhindern. Foto: KI-generiert
Rehe, Wildschweine und eine Wildkatze: Neuer Blick auf den Stadtwald
Drohnenbefliegung schafft Klarheit über Wildbestand
Lemgo. Wie viele Rehe und Wildschweine leben im Lemgoer Stadtwald? Und was bedeuten diese Bestände für die Entwicklung des Waldes? Antworten darauf liefert das jetzt abgeschlossene Wildtiermonitoring. Dieses ist Bestandteil der Maßnahme BaKIM (Baum, Künstliche Intelligenz, Mensch), die im Rahmen des gemeinsamen Smart-City-Projekts der Stadt Lemgo und der Gemeinde Kalletal umgesetzt wird.
Ein Blick aus der Vogelperspektive auf den Stadtwald
Im Februar war ein spezialisiertes Drohnenteam des Unternehmens OGF über dem Lemgoer Stadtwald im Einsatz. Innerhalb von drei Tagen wurde die gesamte rund 1.128 Hektar große Fläche erfasst. Das entspricht etwa 1.600 Fußballfeldern. Der Zeitpunkt war bewusst gewählt: In den Wintermonaten tragen die Laubbäume kein dichtes Blätterdach, und bei kühlen Temperaturen heben sich Wildtiere im Wärmebild besonders gut von ihrer Umgebung ab.
In rund 100 Metern Höhe zog die Drohne gleichmäßige Bahnen über die Baumkronen. Sie machte sichtbar, was Spaziergängerinnen und Spaziergänger meist selten entdecken: die Tiere des Waldes wie Rehe, Wildschweine oder Füchse. Zeigte sich im Wärmebild der Drohnen-Kamera eine Wärmequelle, wurde die Position überprüft, ein hochauflösendes Bild aufgenommen, die Tierart bestimmt und der Fundort exakt dokumentiert. So entstand Schritt für Schritt ein flächendeckendes Bild des aktuellen Wildbestands im Stadtwald.
Im Mittelpunkt der Erhebung standen Rehe und Wildschweine, da ihre Bestände für die Entwicklung des Waldes eine wichtige Rolle spielen. Darüber hinaus wurden aber auch weitere Wildtiere gesichtet, darunter Füchse, Waschbären und sogar eine Wildkatze. Auf diesen Tieren lag jedoch nicht der Schwerpunkt der Untersuchung. Sie sind überwiegend nachtaktiv und halten sich tagsüber häufig in Bauen oder Höhlen auf, sodass sie während der Befliegung nur eingeschränkt erfasst werden konnten.
Grundlage für einen klimastabilen Mischwald
Die Zahlen liefern eine wichtige Grundlage, um den Wildbestand im Stadtwald verantwortungsvoll zu steuern. Denn die Anzahl der Rehe und Wildschweine hat direkten Einfluss auf das Wachstum von jungen Bäumen im Wald. Wenn zu viele Tiere an den frischen Trieben junger Bäume fressen, haben manche Baumarten kaum eine Chance, groß zu werden. „Besonders begehrt bei Rehen und Wildschweinen sind Mischbaumarten wie Tanne, Eiche, Buche oder Douglasie. Fichten werden dagegen deutlich seltener gefressen“, erklärt Förster Alexander von Leffern. Werden vor allem diese jungen Mischbaumarten immer wieder verbissen, wachsen am Ende nur die weniger gefragten Arten nach. „Wir möchten ein ausgewogenes Verhältnis der verschiedenen Baumarten im Wald haben, damit dieser widerstandsfähig gegen Trockenheit, Stürme und Schädlinge bleibt“, so von Leffern weiter. „Damit sich der Wald vielfältig und stabil entwickeln kann, darf es deshalb weder zu viel noch zu wenig Wild geben.“
Bisher wurde der Wildbestand auf Grundlage von Abschusszahlen und Erfahrungswerten eingeschätzt. Das Monitoring liefert nun erstmals eine flächendeckende Momentaufnahme des tatsächlichen Bestands. Damit werden die bisherigen Annahmen durch konkret erhobene Daten ergänzt und überprüfbar gemacht.
Die Ergebnisse liefern eine Grundlage für Gespräche mit den Jagdpächtern und für die weitere Planung im Stadtwald. In Lemgo hat das Wildtiermonitoring zudem zu einem tollen Zufallsfund geführt. „Eine Wildkatze bekommt man nur sehr selten zu Gesicht, das nachtaktive Einzelgänger versteckt sich gerne in hohlen Bäumen, unter Wurzeltellern und in dichtem Gestrüpp und benötigt strukturreiche Eichen- und Buchenmischwälder. Umso mehr freut uns dieser Nachweis“, so Alexander von Leffern. „Er macht deutlich, dass der Lemgoer Stadtwald nicht nur Wirtschafts- und Erholungsraum ist, sondern vielmehr ein Rückzugsort für gefährdete Arten. Ein zudem nachgewiesener Bruterfolg zeigt, dass das Nicht-Räumen von Schadflächen, der Verzicht auf Zäune aus Drahtgeflecht sowie das Jagdmanagement stimmen. Unser Konzept zur naturnahen Bewirtschaftung der Waldflächen geht einmal mehr auf.“
Baustein in der Smart-City-Maßnahme BaKIM
Das Wildtiermonitoring ist Teil der Smart-City-Maßnahme BaKIM. Ziel dieser Maßnahme ist es, den Stadtwald systematisch zu erfassen und wichtige Informationen für eine vorausschauende und klimaangepasste Entwicklung zu gewinnen. „Das Wildtiermonitoring ist nur ein Baustein von vielen“, sagt die Smart-City-Projektleiterin Nicole Baeumer. „Wir erfassen den Stadtwald Schritt für Schritt weiter, etwa durch zusätzliche Befliegungen oder Messungen der Bodenfeuchtigkeit.“ Auf diese Weise entsteht ein immer genaueres Bild vom Zustand des Lemgoer Stadtwaldes. Damit er auch künftig Lebensraum, Erholungsort und wichtiger Beitrag zum Klimaschutz bleibt.





Bildunterschriften:
Wärmebild.JPG: Wärmebildaufnahme aus rund 100 Metern Höhe von Wildschweinen im Lemgoer Stadtwald. Foto: OGF GmbH.
Start Drohne.png: Start der Drohne über dem Lemgoer Stadtwald: Beginn der systematischen Erfassung des Wildbestands aus der Vogelperspektive. Foto: digital.interkommunal Kalletal.Lemgo.
Fuchs.JPG: Zwei schlafende Füchse im Stadtwald. Als überwiegend nachtaktive Tiere zeigen sie sich tagsüber nur selten. Foto: OGF GmbH.
Wildschweine.JPG: Wildschweine im Lemgoer Stadtwald. Ihre Bestände spielen eine wichtige Rolle für die Entwicklung junger Bäume. Foto: OGF GmbH.
Rehe.JPG: Zwei Rehe zwischen Bäumen und Unterholz – typische Bewohner des Lemgoer Stadtwaldes. Foto: OGF GmbH.
Wildkatze.png: Eine Wildkatze im Lemgoer Stadtwald. Ein seltener und besonderer Nachweis im Rahmen des Monitorings. Foto: OGF GmbH.
Förster_OGF.jpeg: Lemgos Förster Alexander von Leffern (links) und Mitarbeitende der Firma OGF verfolgen den Flug der Drohne über dem Stadtwald. Foto: digital.interkommunal Kalletal.Lemgo
Kläschens Zukunft im Blick
Workshop mit vielen Beteiligten
Mindestens seit dem 14. Jahrhundert gibt es Lemgos Kläschenmarkt schon und im Laufe der Jahrhunderte hat sich der Markt ordentlich gewandelt. Lemgos Dauerbrenner hat sich stets an dem ausgerichtet, was seine Besucherinnen und Besucher sich gewünscht haben. Was genau das für Kläschen in den kommenden Jahren bedeuten kann, war Thema eines Workshops mit vielen Beteiligten von Schaustellern bis hin zu Helfern hinter den Kulissen.
Marketing, das Standangebot, die Parkmöglichkeiten und mehr – viele Themen kamen im Rahmen des Workshops auf den Tisch und wurden von den Beteiligten mit Kreativität und Begeisterung diskutiert. Schausteller, Marktmeister, karitative Gruppierungen, Sponsoren, Lemgo Marketing, Kirchen- und Schülervertreter, der Bauhof und die Stadtverwaltung waren allesamt vertreten und durch ein gemeinsames Interesse vereint: Die Liebe für und das Bekenntnis zu Kläschen.
Fixe Entscheidungen gab es am Ende noch nicht, aber dafür einige konkrete Ideen, die die Gruppe erdacht und diskutiert hat. Diese werden in den kommenden Monaten weiter unter den Interessierten besprochen, um dem Ziel, Kläschen fit für die nächsten Jahrzehnte, wenn nicht Jahrhunderte zu machen, näher zu kommen. Denn nach über 660 Jahren soll für Kläschen noch lange nicht Schluss sein.
Foto: Das Kläschen der Zukunft stand im Mittelpunkt eines Workshops mit vielen Beteiligten. (Foto: Alte Hansestadt Lemgo)
Chancen, Risiken und Rechte beim Online-Einkauf
Verbraucherzentrale informiert am 10. März in der Stadtbibliothek.
Detmold. Der Online-Einkauf gehört für viele Menschen im Alltag dazu – doch was tun, wenn die Ware nicht ankommt, beschädigt ist oder der Shop sich als Betrug entpuppt? Brigitte Dörhöfer von der Verbraucherzentrale Detmold beantwortet diese und weitere Fragen am Dienstag, 10. März, um 18 Uhr in der Stadtbibliothek Detmold, Leopoldstraße 5.
Der Vortrag gibt einen umfassenden Überblick über die wichtigsten Aspekte des sicheren Online-Kaufs. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Vorstellung des „Fake-Shop-Finders“ der Verbraucherzentrale – ein praktisches Tool, das dabei hilft, betrügerische Online-Shops zu identifizieren.
Eine Anmeldung zum Informationsabend ist per E-Mail unter detmold@verbraucherzentrale.nrw oder veranstaltungen-stabi@detmold.de sowie telefonisch unter 05231/309411 möglich. Eine Teilnahme ist jedoch auch ohne vorherige Anmeldung möglich.
Per Speeddating zum passenden Verein
Zweiter „Marktplatz Ehrenamt“ am 13. März in der Stadthalle Detmold
Detmold. Nach der Premiere im vergangenen Jahr lädt das Team Ehrenamt der Stadt Detmold für Freitag, 13. März, zum zweiten „Marktplatz Ehrenamt“ in die Detmolder Stadthalle ein. Die Veranstaltung bringt Initiativen, Vereine und ehrenamtlich Interessierte zusammen, um das bürgerschaftliche Engagement in unserer Stadt noch weiter zu stärken. Die Teilnahme ist kostenlos, der Eintritt ist frei.
In der Zeit zwischen 16 und 19 Uhr bietet die Veranstaltung, die unter dem Motto „Tatkräftig EngagierDT“ eine wichtige Säule der städtischen Ehrenamtsförderung markiert, einen Überblick über die Möglichkeiten und Bedarfe ehrenamtlichen Engagements in Detmold, aber auch wichtige Informationen drumherum. Verschiedene Vereine stellen sich und ihre Arbeit im Speeddating mit Besucherinnen und Besuchern vor. Wer sich gerne engagieren möchte, aber noch nicht genau weiß, in welchem Bereich dies am besten gelingen könnte, erhält beim „Ehrenamts-Check“ mit Beratung wertvolle Impulse.
Zudem wird es auch die Möglichkeit geben, sich über eine Art schwarzes Brett zu vernetzen. Dort könnten von Vereinen Gesuche formuliert oder auch Interessen und Vorstellungen von Personen festgehalten werden, die noch kein passendes Engagement gefunden haben. Bei einem interaktiven Glücksrad gibt es attraktive Preise zu gewinnen.
Der Marktplatz Ehrenamt bietet Vereinen und Initiativen aus dem Stadtgebiet mit der Teilnahme am 13. März die Chance, sich niedrigschwellig zu präsentieren. „Engagierte Menschen leisten einen unschätzbaren Beitrag zum Gemeinwohl und stärken das gesellschaftliche Miteinander in Detmold. Mit unserem Marktplatz Ehrenamt wollen wird bereits entstandene Netzwerke nachhaltig festigen und gemeinsam weitentwickeln“, erklärt Bürgermeister Frank Hilker. Dazu gehöre auch, mit maßgeschneiderten Angeboten direkt an Unternehmen heranzutreten, um Mitarbeitenden im fortgeschrittenen Alter rechtzeitig eine gesellschaftlich sinnvolle Perspektive für den Ruhestand zu eröffnen.
Ein Ehrenamt können Menschen in jedem Alter ausüben und damit das Gemeinschaftsleben in der Stadt oder im Ortsteil mitgestalten. „Jeder Mensch, der sich freiwillig engagiert, schreibt mit seinem Wirken eine eigene Geschichte. Unsere Rolle sehen wir darin, diese Geschichten sichtbar zu machen und zu unterstützen. Lasst uns gemeinsam viele kleine Geschichten schreiben“, ruft Kathrin Prill vom Team Ehrenamt die Detmolderinnen und Detmolder zum Mitmachen auf.
Für Rückfragen stehen Kathrin Prill (05231/977-209) und Nora Moos (05231/977-8458) gerne zur Verfügung.
Bildunterzeilen:

Markplatz Ehrenamt Ankündigung
Nora Moos (links) und Kathrin Prill bilden bei der Stadt Detmold das Team Ehrenamt. Sie freuen sich auf viel Interaktion beim zweiten „Marktplatz Ehrenamt“ am Freitag, 13. März, in der Detmolder Stadthalle. Foto: Stadt Detmold
Im vergangenen Jahr erlebte der „Marktplatz Ehrenamt“ seine Premiere. Neben vielseitigen Informationen gab es viel Raum zum gegenseitigen Kennenlernen und Netzwerken.
Generationenbeirat Lemgo tagt mit internationalen Studierenden

Zu einem offenen und lebendigen Austausch kamen kürzlich Mitglieder des Generationenbeirats Lemgo und internationale Studierende der Technischen Hochschule OWL im Rathaus zusammen. Das Treffen war geprägt von gegenseitigem Interesse, Respekt und einer vertrauensvollen Gesprächsatmosphäre.
Im Mittelpunkt stand zunächst das persönliche Kennenlernen. Schnell entwickelte sich ein konstruktiver Dialog, in dem auch gesellschaftlich sensible Themen wie Integration und Inklusion offen angesprochen wurden. Vor diesem Hintergrund stellte der Generationenbeirat die Planungen für das Willkommens-Picknick und Inklusionsfest am 20. Juni im Abteigarten vor. Ziel der Veranstaltungen sei es, einen gemeinsamen Nachmittag zu gestalten, bei dem Menschen unterschiedlicher Hintergründe und Fähigkeiten zusammenkommen, sich ausprobieren und miteinander ins Gespräch kommen können.
Internationale Studierende sind eingeladen, entweder als Gäste teilzunehmen oder sich aktiv einzubringen – etwa mit eigenen Ideen, einer Aktion oder gemeinsam mit anderen Akteuren an bestehenden Stationen. Das Konzept wird derzeit noch weiter geplant und auch weitere Lemgoer Vereine und Organisationen sind eingebunden und nehmen daran teil.
Das Projekt stieß bei den Studierenden auf großes Interesse. Besonders positiv hervorgehoben wurde der Ansatz, das „gemeinsame Miteinander“ in den Vordergrund zu stellen und so die Willkommenskultur in Stadt und Campus weiter zu stärken. Die Einladung zum Fest soll nun in die internationale Studierendengemeinschaft weitergetragen werden.
Auch über das Treffen hinaus wurde der Austausch ausdrücklich begrüßt. Mehrere Teilnehmende signalisierten den Wunsch, den Dialog fortzusetzen und sich künftig stärker einzubringen. So wurde unter anderem die Idee entwickelt, einen weiteren Termin zum Thema „politische Teilhabe“ zu organisieren. Vorgesehen ist ein niedrigschwelliges Austauschformat, bei dem Vertreterinnen und Vertreter verschiedener städtischer Ausschüsse Einblicke in ihre Arbeit geben und mit den Studierenden ins Gespräch kommen.
Kerstin Rosemann vom International Office der TH OWL: „Eine gelebte Willkommenskultur ist für uns nicht nur auf dem Campus, sondern im gesamten Studienstandort Lemgo von großer Bedeutung. Für viele internationale Studierende wird Lemgo zu einer neuen Wahlheimat. Umso wichtiger ist es, dass sie sich hier von Anfang an willkommen und als Teil der Gemeinschaft fühlen können. Die Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung und den Bürgerinnen und Bürgern schafft dafür eine wertvolle Grundlage. Wenn wir einander offen und neugierig begegnen, können wir voneinander lernen, gegenseitiges Verständnis stärken und ein lebendiges, gemeinsames Miteinander gestalten.“
Der Generationenbeirat Lemgo zieht ein sehr positives Fazit und sieht in dem Treffen einen wichtigen Schritt, um auch internationale Perspektiven stärker in den gesellschaftlichen Dialog vor Ort einzubinden. Fragen zu Aktionen und Projekten beantwortet Hendric Schwär-Fröhlich aus dem Stab des Bürgermeisters (h.schwaer-froehlich@lemgo.de).
Foto: Kennenlernen des Generationenbeirats und der internationalen Studierenden im Lemgoer Rathaus. (Foto: Alte Hansestadt Lemgo)
Vortrag: Unser heimischer Igel
Kostenlose Veranstaltung in Lemgo oder online
Igel sind niedlich, keine Frage, aber was gibt es zu den kleinen Säugetieren noch zu wissen? Die Antwort auf diese Frage liefert Referent Matthias Stock in seinem Vortrag „Unser heimischer Igel“ am Donnerstag, 26.02.2026, um 18 Uhr im anno 1578 (Mittelstraße 70) bzw. online über Zoom. Neben allgemeinen Informationen zu Igeln und ihrem Leben im Ökosystem gibt es auch Tipps, wie man Igeln helfen kann und was zu tun ist, wenn man einen Igel findet. Die kostenlose Veranstaltung dauert etwa eine Stunde und bietet dem Publikum die Möglichkeit, eigene Fragen einzubringen. Der Link zur Online-Teilnahme ist auf www.lemgo.de zu finden. Der Vortrag ist Teil einer Veranstaltungsreihe der Stadt Bad Salzuflen passend zur Dauerausstellung „Igelleben“, die noch bis zum 30. März in der Wandelhalle am Bad Salzufler Kurpark zu entdecken ist.
Neues Lernangebot in der Stadtbibliothek Detmold: Förderverein spendet Edurino-Spielfiguren für Kinder
Seit Mitte Februar können Familien 40 Edurino-Figuren kostenlos ausleihen – ein digitales Lernsystem für Kinder von vier bis acht Jahren.
Detmold. Der Förderverein der Stadtbibliothek Detmold bereichert das Medienangebot für Kinder und Familien um ein innovatives Lernsystem: 40 Edurino-Lernspielfiguren wurden der Bibliothek gespendet. Peter Schindel (Vorsitzender), Jessica Knipprath-Smithen (Schriftführerin) und Wolfgang Kohl (Kassenwart) übergaben die Figuren offiziell an die Bibliotheksleitung. Seit Mitte Februar stehen sie allen Interessierten zur Verfügung.
Spielerisch lernen mit Edurino
Edurino ist ein digitales Spiel- und Lernsystem, das von Logopädinnen und Logopäden, Grundschullehrkräften sowie Pädagoginnen und Pädagogen entwickelt wurde. Es fördert die digitale Bildung von Kindern im Alter von vier bis acht Jahren. Jede Figur ist einem Lernthema zugeordnet: vom ersten Lesen und Schreiben über Zahlen und Mengen bis hin zu Englisch, Natur, Kreativität oder Gefühlen.
Die Nutzung ist einfach: Nach dem kostenlosen Download der Edurino-App auf ein Tablet oder Smartphone wird die gewünschte Figur auf die Kreis-Markierung im Endgerät gestellt.
Der Lerninhalt lädt herunter und kann auch offline genutzt werden. Eltern können zudem die Bildschirmzeit einstellen und den Lernfortschritt ihres Kindes verfolgen.
Kostenlose Ausleihe ohne Zusatzkosten
Die Edurino-Figuren können kostenlos für zwei Wochen in der Stadtbibliothek ausgeliehen werden. Im Gegensatz zu ähnlichen Systemen wie den Toniefiguren wird keine zusätzliche Abspielbox benötigt – ein vorhandenes Tablet reicht aus. Somit entstehen keine weiteren Kosten für die Eltern. Die Stadtbibliothek plant, das Angebot kontinuierlich zu erweitern und unterstützt Eltern gerne bei der Nutzung.
Bildunterzeile: Peter Schindel (Vorsitzender des Fördervereins), Jessica Knipprath-Smithen (Schriftführerin Förderverein), Katja Blume (Leitung der Kinder-, Jugend- und Familienbibliothek), Wolfgang Kohl (Kassenwart Förderverein) und Manuela Kohl (Bibliotheksleitung) freuen sich über die neuen Edurino-Lernspielfiguren in der Stadtbibliothek Detmold. Foto: Stadt Detmold

Bürgermeistersprechstunde im PUB.I.T: Frank Hilker im Dialog mit jungen Detmolderinnen und Detmoldern
Am 18. Februar bietet Bürgermeister Frank Hilker Jugendlichen ab 12 Jahren die Möglichkeit, Fragen zu stellen, Ideen einzubringen und gemeinsam Lösungen zu erarbeiten.
Detmold. Im PUB.I.T, Schülerstraße 35, findet am 18. Februar von 16 bis 17.30 Uhr eine Bürgermeistersprechstunde speziell für junge Detmolderinnen und Detmolder statt. Frank Hilker steht Rede und Antwort, hört zu und diskutiert mit Jugendlichen ab 12 Jahren über Anliegen, Probleme und Ideen.
Diese Veranstaltung bietet eine Plattform, um gemeinsam Lösungen zu entwickeln und Perspektiven für Detmold zu besprechen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, interessierte Jugendliche können einfach vorbeikommen

Chance für Teilhabe an einem anderen Ort
Stadt richtet gemeinsam mit weiteren Akteuren neuen Treffpunkt für die Gruppe am Hasselter Platz ein
Detmold. Zum Miteinander in einer Stadt gehört es, als Gesellschaft einen Umgang mit eher am Rand stehenden Gruppen zu finden, die wie alle Bürgerinnen und Bürger ein Recht auf Teilhabe am öffentlichen Raum haben. Weil viele Akteurinnen und Akteure, vor allem aus dem sozialen- und Ordnungsbereich, hier an einem Strang ziehen, gelingt dies in Detmold in aller Regel sehr gut. Schwierig wird es, wenn Menschen sich durch den Lebensstil und das Verhalten einzelner Gruppen in ihrer persönlichen Lebensgestaltung oder wirtschaftlichen Betätigung erheblich eingeschränkt sehen. Auch dann ist es Aufgabe der koordinierenden städtischen Verantwortlichen, für Rahmenbedingungen zu sorgen, die ein gutes Miteinander aller Beteiligten ermöglichen.
Vor dem Hintergrund wiederkehrender Beschwerden von Bürgerinnen und Bürgern über das Verhalten der Menschen, die seit geraumer Zeit den Hasselter Platz als Treffpunkt nutzen, geht die Stadt Detmold gemeinsam mit der Herberge zur Heimat und der Polizei nun einen neuen Weg: Von der kommenden Woche an wird an der Bielefelder Straße ein Treffpunkt für die Gruppe vom Hasselter Platz hergerichtet.
Auf dem geschotterten Parkplatz neben dem Haus Bielefelder Str. 3 wird der Raum von sechs Parkplätzen abgegrenzt, um einen wetterbeständigen Unterstand aus Metall aufzubauen, der zu den angrenzenden Gebäuden durch einen Sichtschutz abgetrennt wird. Der Bereich wird mit Blumenkübeln ausgestattet. Damit der Aufenthalt dort über mehrere Stunden möglich ist, wird eine geschlossene mobile Toilette installiert. Auf dem Parkplatz wird ein Lichtmast mit zwei Strahlern aufgestellt, um die Fläche bestmöglich auszuleuchten und das subjektive Sicherheitsgefühl der Anliegerinnen und Anlieger, Passantinnen und Passanten sowie der Platznutzerinnen und -nutzer zu verbessern. Sobald der Platz fertiggestellt ist, werden die Beteiligten mit dem Bürgermeister der Gruppe am Hasselter Platz erklären, dass nun der neue Treffpunkt zur Verfügung steht und der Hasselter Platz infolge gesperrt wird. Im Anschluss soll der Platzwechsel erfolgen.
Im Rahmen einer Informationsveranstaltung wurden in dieser Woche Anliegerinnen und Anlieger über das Vorhaben informiert. Neben Mitarbeitenden des Fachbereichs Städtische Betriebe und Ordnung, des Kommunalen Ordnungsdienstes und aus dem Bereich Soziales nahmen auch die Kreispolizei Lippe und Vertreterinnen und Vertreter der Detmolder Herberge zur Heimat an der Veranstaltung teil, um Fragen der Anwesenden zu dem Vorhaben zu beantworten. Dabei legte Thorsten Engelhardt, Referent des Bürgermeisters und Leiter des Referats Presse- und Öffentlichkeitsarbeit bei der Stadt Detmold, als Moderator der Veranstaltung besonderen Wert darauf, dass die Verantwortlichen auch künftig jederzeit für Anliegerinnen und Anlieger ansprechbar bleiben und aktiv werden, sollte es zu Störungen kommen.
Zum Hintergrund:
Bürgermeister Frank Hilker selbst war mehrmals persönlich am Hasselter Platz vor Ort, um das unmittelbare Gespräch zu suchen. Das Ergebnis dieser Gespräche war, dass ein anderer Ort, der etwas weniger „Präsentierteller“ ist als der Hasselter Platz, auch für die Gruppe selbst eine wünschenswerte Alternative ist.
„Wir haben die Situation gemeinsam mit allen Akteurinnen und Akteuren aus der Ordnungspartnerschaft analysiert und verschiedene Alternativorte geprüft“, erläutert Frank Hilker. „Klar ist, dass es keinen einzigen Ort gibt, mit dem wir es allen recht machen können. Deshalb bitte ich die Detmolderinnen und Detmolder darum, dem Vorhaben nun eine Chance zu geben und den neuen Treffpunkt nicht von vornherein kaputt zu reden“, so der Bürgermeister weiter. Ziel der Stadt Detmold sei es, eine faire Balance aus Sicherheit, Zugänglichkeit und Teilhabe zu erreichen. Deshalb werde auch der neue Treffpunkt engmaschig von allen Verantwortlichen der Ordnungspartnerschaft aufgesucht und kontrolliert.
Ob das Angebot dauerhaft angenommen wird, lässt sich erst im laufenden Monitoring sicher bewerten. Frank Hilker appelliert: „Lassen Sie uns zwei, drei Monate gemeinsam vorurteilsfrei Erfahrungen sammeln. Wir bleiben im Dialog mit den Anwohnerinnen und Anwohnern, Gewerbetreibenden und allen Beteiligten und passen das Vorgehen gegebenenfalls an.“
Der Hasselter Platz wird nach dem Umzug der Gruppe zunächst für die Öffentlichkeit gesperrt und für das 50-jährige Partnerschaftsjubiläum mit der Stadt Hasselt im Mai neu hergerichtet.
Schnupperkurse für Saxophon und Gitarre: Musik entdecken an der Johannes-Brahms-Musikschule

Ob Rock, Pop, Jazz oder Klassik – ab Mitte Februar können Kinder, Jugendliche und Erwachsene die Vielfalt des Gitarren- und Saxophonspiels.
Detmold. Die Johannes-Brahms-Musikschule lädt alle Neugierigen – von jung bis alt – ein, die Faszination des Gitarren- und Saxophonspiels zu entdecken. Mitte Februar starten Schnupperkurse für beide Instrumente, die keine Vorkenntnisse erfordern.
Termine und Angebote
Die Gitarrenkurse finden donnerstags statt, die Saxophonkurse freitags. Für Kinder und Jugendliche beginnen die Kurse jeweils um 16.30 Uhr, für Erwachsene um 17.15 Uhr.
Zum unverbindlichen Ausprobieren stehen die Gitarre am 12. Februar und das Saxophon am 13. Februar, jeweils um 16.30 Uhr, bereit. Die Schnupperkurse selbst finden vom 19. Februar bis 12. März (Gitarre, donnerstags) sowie vom 20. Februar bis 13. März (Saxophon, freitags) statt.
Nach den Schnupperkursen besteht die Möglichkeit, im unbefristeten Einzel- oder Gruppenunterricht an der Johannes-Brahms-Musikschule weiter zu musizieren.
Farbenplausch – Christa Häcker stellt in der Stadtbibliothek aus
Detmold. Die Gütersloher Malerin Christa Häcker präsentiert in der Stadtbibliothek einen Querschnitt ihres Schaffens. Unter dem Titel „Farbenplausch“ zeigt sie eine abwechslungsreiche Serie aus Acryl- und Aquarellarbeiten, die von abstrakten und expressiven Kompositionen bis hin zu floralen Motiven reichen. Die Ausstellung umfasst Arbeiten aus einem zweijährigen Schaffenszyklus und feiert die Vielfalt der Farbwelt, die Häcker mit präzisem Pinselstrich und sensibler Farbgebung einfängt. Besucherinnen und Besucher begegnen sowohl intensiven, energetischen Stimmungen als auch poetischen, zarten Blütenformen – eine Reise durch Form, Farbe und Atmosphäre. Die ausgestellten Bilder laden den Betrachter dazu ein, die Entwicklung der Künstlerin nachzuvollziehen und ihre Farbklänge und Motive zu erleben.
Die Ausstellung ist noch bis zum 20. Februar während der Öffnungszeiten der Stadtbibliothek zu sehen. Der Eintritt ist frei.
Detmolder Standesamt zieht Bilanz für 2025
Emilia und Noah sind die beliebtesten Vornamen – 303 Menschen
erhielten die deutsche Staatsbürgerschaft.
Detmold. Das Standesamt der Stadt Detmold blickt auf ein bewegtes Jahr 2025 zurück.
Von der Geburt über die Eheschließung bis hin zu Sterbefällen und Einbürgerungen – das Standesamt begleitet die Menschen in Detmold und der Region Lippe durch die wichtigsten Lebensereignisse. Die Statistik für das vergangene Jahr zeigt dabei sowohl Kontinuität als auch Veränderungen.
Geburten:
Im Jahr 2025 wurden 1.700 Neugeborene beurkundet, davon 884 Jungen (52 Prozent) und 816 Mädchen (48 Prozent). Die Rangliste der beliebtesten Vornamen führt bei den Mädchen Emilia an, gefolgt von Lina, Mia, Marie und Leni. Bei den Jungen sind Noah, Theo, Ben, David und Liam die favorisierten Kindernamen.
Eheschließungen:
391 Paare gaben sich 2025 das Ja-Wort. Damit blieb Detmold auch 2025 ein beliebter Trauort in Lippe. Für die standesamtliche Hochzeit steht in der Stadt ein vielseitiges Angebot zur Verfügung. Die verschiedenen Trauzimmer, von historisch bis modern, sind individuell und ansprechend ausgestattet und bieten ein unvergessliches Ambiente. Die meisten Paare entschieden sich für das Trauzimmer in der Alten Schule am Wall (315 Trauungen), gefolgt vom Fürstlichen Residenzschloss (32), Liebharts Fachwerkdorf (28), dem LWL-Freilichtmuseum (10), dem Hermannsdenkmal (3) und der Stadthalle (2). Eine
Trauung fand im vergangenen Jahr in privaten Räumen statt.
Sterbefälle:
1.351 Sterbefälle wurden im vergangenen Jahr durch die Standesbeamtinnen und Standesbeamten des Standesamtes Detmold beurkundet. Dabei verteilt sich die Zahl auf 663 (49 Prozent) männliche Personen und 687 (51 Prozent) weibliche Personen.
Einbürgerungen:
Im Jahr 2025 wurden an 303 Menschen die deutsche Staatsbürgerschaft verliehen. Die neu Eingebürgerten stammen aus 35 verschiedenen Nationen, wobei Menschen mit syrischer Staatsangehörigkeit den größten Anteil stellen, gefolgt von Personen mit irakischer, türkischer, ukrainischer und iranischer Herkunft. Einen ganz besonderen Rahmen boten die vier Einbürgerungsfeiern, in denen 190 Menschen in bewegenden Feierstunden durch Bürgermeister Frank Hilker ihre Einbürgerungsurkunden entgegennahmen.
Hinweise zur Datenerhebung:
Bei den oben genannten Zahlen handelt es sich um die in 2025 durch das Standesamt Detmold beurkundeten Personenstandsfälle. Diese Zahlen können bei Geburten und Sterbefällen von den tatsächlich erfolgten Geburten und Sterbefällen abweichen. Das liegt an Personenstandsfällen, die noch nicht abschließend beurkundet werden konnten und durch Fälle zum Jahresende, die erst im Folgejahr beurkundet werden.
NRW-Stiftung fördert Naturschutzprojekte gegen den Klimawandel
Düsseldorf: Wiederkehrende Dürreperioden, häufigere Starkregenereignisse und Sturzfluten sind nur ein paar Beispiele dafür, wie stark sich der Klimawandel in den letzten Jahren in Nordrhein-Westfalen bemerkbar macht. Die Verschiebung von Jahres- und Vegetationszeiten wirkt sich zudem unmittelbar auf die Fortpflanzung und das Überleben vieler Tier- und Pflanzenarten aus. Um diesem Trend ein Stück weit entgegen zu wirken, hat der Dachverband der Biologischen Stationen gemeinsam mit der NRW-Stiftung ein Modellprojekt entwickelt, welches exemplarisch praxisnahe Naturschutzmaßnahmen im Kontext des Klimawandels aufzeigt und zum Handeln anregen soll. Die NRW-Stiftung fördert dieses Vorhaben mit bis zu 300.000 Euro. Das hat der Vorstand der NRW-Stiftung unter dem Vorsitz von Präsident Eckhard Uhlenberg jetzt beschlossen.
„Die vergangenen Jahre haben verdeutlicht, dass der Klimawandel in Nordrhein-Westfalen jetzt schon deutliche Spuren hinterlässt. Zusammen mit der Biodiversitätskrise sind dies die zentralen Herausforderungen unserer Zeit. Rund 45 Prozent der untersuchten Arten in NRW gelten als gefährdet, vom Aussterben bedroht oder bereits verschwunden“, betont Uhlenberg. Bei den geförderten Bausteinen im Rahmen des Projektes sollen konkrete Naturschutzmaßnahmen, die auch zur Abmilderung der Folgen des Klimawandels beitragen, umgesetzt, die Öffentlichkeit informiert und wissenschaftliche Daten erhoben werden. Konkrete Beispiele sind die Neuanlage oder Aufwertung von Lebensräumen oder die Durchführung von Exkursionen. Daraus sollen sich auch Ableitungen für zukünftige Vorhaben ergeben.
Mehr als 30 Mitgliedsstationen des Dachverbands der Biologischen Stationen in NRW haben ihre Ideen für den Gesamtplan eingebracht. „Mit dem vorliegenden Projekt zeigt der Dachverband mit seinen angehörenden Mitgliedern, wie vielfältig und lösungsorientiert den Problemen entgegengetreten und wie Naturschutz und Klimawandel zusammen gedacht werden können. Es inspiriert so hoffentlich auch weitere Akteure zum Handeln“, so Uhlenberg.
Die Nordrhein-Westfalen-Stiftung konnte seit ihrer Gründung 1986 fast 4.000 Natur- und Kulturprojekte mit insgesamt fast 340 Millionen Euro fördern. Das Geld dafür erhält sie vom Land NRW aus Lotterieerträgen von Westlotto, aus Mitgliedsbeiträgen ihres Fördervereins und Spenden. Mehr Informationen auf www.nrw-stiftung.de und im Podcast „Förderbande“.
Bis zu 144.000 Euro für Wiederansiedlungsprojekt
NRW-Stiftung unterstützt die Rückkehr des Luchses nach Nordrhein-Westfalen
Düsseldorf: Der letzte Luchs in Nordrhein-Westfalen wurde vor fast 300 Jahren erlegt. Nun steht die Raubkatze vor einer möglichen Rückkehr – die Initiative Luchs NRW plant zusammen mit dem BUND Landesverband NRW e. V. erste Schritte für ein Wiederansiedlungsprojekt in Nordrhein-Westfalen. Der Vorstand der NRW-Stiftung hat jetzt beschlossen, dieses Vorhaben mit bis zu 144.000 Euro zu unterstützen.
„Die Wiederansiedlung des Luchses ist sinnvoll, weil sie zum Erhalt der heimischen Artenvielfalt beiträgt, ein Vorkommen in Nordrhein-Westfalen bestehende Populationen in Nachbarländern miteinander vernetzen und ein Genaustausch stattfinden kann“, sagt Dr. Ute Röder aus dem Stiftungsvorstand. „Der menschenscheue Luchs erfüllt als großer Beutegreifer eine entscheidende Rolle im Ökosystem, die durch den Einfluss des Menschen in den vergangenen Jahrhunderten fast vollständig weggefallen ist.“
Als ersten Schritt hin zu einer Rückkehr des Luchses ist geplant, eine Projektstelle einzurichten und die vielfältigen Aufgaben zu koordinieren. Auch eine intensive Netzwerkarbeit und Öffentlichkeitsarbeit sind geplant. Schließlich wollen die Naturschützenden eine breite Akzeptanz des Projektes erreichen. Ab 2030 sollen die ersten Tiere in die Wildnis entlassen werden – eng begleitet und überwacht.
„Gemeinsam mit vielen Akteuren aus Jagd, Landwirtschaft, Wissenschaft, Stiftungen und Behörden haben wir das Ziel formuliert, den Luchs in NRW wieder auszuwildern. Dies tun wir nicht alleine in Deutschland, sondern im Rahmen des europaweiten Expertennetzwerks Linking Lynx und zusammen mit anderen aktuellen Auswilderungsprojekten in benachbarten Bundesländern. So wollen wir die langfristige Rückkehr des Luchses in seine ursprüngliche Heimat ermöglichen“, so Dr. Christine Thiel-Bender vom BUND Landesverband NRW und Mitglied der Initiative Luchs NRW.
Die Nordrhein-Westfalen-Stiftung konnte seit ihrer Gründung 1986 fast 4.000 Natur- und Kulturprojekte mit insgesamt fast 340 Millionen Euro fördern. Das Geld dafür erhält sie vom Land NRW, aus Lotterieerträgen von Westlotto, aus Mitgliedsbeiträgen ihres Fördervereins und Spenden. Mehr Informationen auf www.nrw-stiftung.de und im Podcast „Förderbande“.
Nostalgienachmittag für Senioren in der Stadtbibliothek
Detmold. Der Nostalgienachmittag für Senioren in der Stadtbibliothek startet am Donnerstag, 22. Januar, ins neue Jahr. Diesmal ist Marcel Thoma vom Apfelweinverein OWL zu Gast und gibt einen Einblick in die Apfelernte und die Herstellung von Apfelwein oder Apfelsaft. Außerdem bekommen die Teilnehmenden Informationen zur Vereinsarbeit. Zum Schluss gibt es eine Verköstigung des selbstgemachten Apfelweins oder Apfelsafts.
Der Vortrag startet um 15 Uhr in der Stadtbibliothek Detmold, Leopoldstr. 5. Der Eintritt ist kostenfrei, eine Anmeldung nicht erforderlich.
Detmold in einem Atemzug mit Helsinki und Ljubljana: Vision Zero Award für herausragende Verkehrssicherheit
Die Stadt Detmold wird für acht Jahre ohne Verkehrstote innerorts international ausgezeichnet.
Brüssel/Detmold. Die Stadt Detmold hat in Brüssel den „Dekra Vision Zero Award“ erhalten – eine Auszeichnung, die Detmold in die Reihe der verkehrstechnisch sichersten Städte Europas stellt. In acht der vergangenen zehn Jahre verzeichnete Detmold keine Verkehrstoten innerorts – ein Erfolg, der die konsequente Arbeit der Stadt für mehr Verkehrssicherheit unterstreicht. Besonders stolz macht: Detmold wird damit in einem Atemzug mit Helsinki und Ljubljana genannt. Städten, die für ihre herausragenden Leistungen in der Verkehrssicherheit international Anerkennung finden. Während Helsinki mit fast 700.000 Einwohnern zwölf Monate lang keine Verkehrstoten zu verzeichnen hatte, erreichte Ljubljana dieses Ziel im Jahr 2024.
Die Auszeichnung für die Stadt Detmold wurde beim Dekra-Jahresempfang in Brüssel an Rainer Steffens, Leiter der EU-Vertretung des Landes Nordrhein-Westfalen, übergeben. Bürgermeister Frank Hilker betont: „Verkehrssicherheit ist für uns ein wesentliches Thema, deshalb freuen wir uns über diese wunderbare Auszeichnung. 470 Kilometer kommunale Straßen durchziehen unsere Stadt. Dass alle dort sicher unterwegs sind, ist uns ein großes
Anliegen, das wir nicht nur, aber auch durch die Überwachung der gefahrenen Geschwindigkeiten verfolgen – neuerdings auch zum Schutz der Schwächsten in Zusammenarbeit mit den Nachbarkommunen. Aktuell erarbeiten wir für Detmold ein neues integriertes Verkehrskonzept, in dem die Verkehrssicherheit weiterhin eine wichtige Rolle spielen wird. Der Dekra Vision Zero Award ist zugleich Bestätigung für das Erreichte, aber auch Ansporn und Ermutigung, nicht nachzulassen.“
Der Dekra Vision Zero Award wird jährlich an eine europäische Stadt mit mindestens 50.000 Einwohnern verliehen, die in den vergangenen zehn Jahren die meisten Jahre ohne Verkehrstote innerorts verzeichnen konnte. Detmold teilt sich diesen Erfolg mit Städten wie Lüdenscheid, Rheine, Aalen, Herten, Waiblingen, Lingen, Bad Homburg, Langenhagen und Frechen, die jedoch entweder kleiner sind oder bereits ausgezeichnet wurden.
Die Vision Zero, ein Straßenverkehr ohne Getötete oder Schwerverletzte, ist kein unrealistisches Ziel: Weltweit haben bereits Hunderte Städte in mindestens einem Kalenderjahr keine Verkehrstoten zu verzeichnen gehabt. Detmold zeigt, dass konsequentes Handeln und Zusammenarbeit zu nachhaltigem Erfolg führen.

Bildunterzeile: Detmolds Bürgermeister Frank Hilker mit dem DEKRA Vision Zero Award 2025 – Auszeichnung für herausragende Verkehrssicherheit in der Stadt. Foto: Stadt Detmold




