»The Wreckers«
Oper von Ethel Smyth nach einem Libretto von Henry Brewster
am 6. März 2026 im Großen Haus
Ethel Smyth war die wohl bekannteste Komponistin des beginnenden 20. Jahrhunderts. »The Wreckers« ist ihre dritte und erfolgreichste Oper, uraufgeführt 1906 – jedoch nicht in ihrer Heimat England, sondern in Leipzig. Die Pläne einer Uraufführung am Londoner Covent Garden hatten sich nicht realisieren lassen und so legte Smyth das Werk der Oper in Leipzig, der Stadt, in der sie ihre musikalische Ausbildung genossen hatte, vor. Hier kam es zur umjubelten Uraufführung in deutscher Sprache, ursprünglich war die Oper in Französisch unter dem Titel » Les
Naufrageurs« verfasst worden. Da die Verantwortlichen in Leipzig ohne Wissen von Smyth massive Eingriffe in die Partitur vornahmen, entwendete Smyth nach der zweiten Aufführung die Noten aus dem
Orchestergraben und reiste aus Leipzig ab. Zurück in England überarbeitete sie in Zusammenarbeit mit dem englischen Dirigenten Sir Thomas Beecham die Partitur, die dann 1909 erstmals am Londoner »His Majesty’s Theater« in englischer Sprache aufgeführt wurde.
Smyth schuf mit ihrer Komposition eine brillante Vertonung der schroffen Küstenlandschaft Cornwalls. Als Vorbilder ihrer gewaltigen Orchestrierung könnten Wagner und Strauss gedient haben, aber tatsächlich gelingt ihr eine ganz eigene Musiksprache. Reichhaltig ist Smyths Partitur, es stürmt und peitscht, braust und tost: »The Wreckers« ist eine große romantische Oper.
Die Handlung der Oper ist schnell erzählt: »The Wreckers« spielt in einem abgelegenen Ort an der Küste Cornwalls. Die dort lebende Dorfgemeinschaft ist vor allem damit beschäftigt für den Lebensunterhalt Schiffe auszurauben, die an den Klippen
zerschellen. Es gibt kein Unrechtsbewusstsein über das teilweise brutale Vorgehen, doch dann werden die Schiffe durch Leuchtfeuer an der Küste gewarnt – es muss einen Verräter geben. Wer auch immer es sein könnte, soll sterben …
Ethel Smyth Werke gehören heute noch immer nicht – weder in Großbritannien noch in Deutschland – zum Standartrepertoire der Opernhäuser oder Konzertbühnen, aber allmählichwerden die Arbeiten der britischen Komponistin wiederentdeckt: »The Wreckers« erlebte im vergangenen Jahr verschiedene Aufführungen an deutschen Opernbühnen, und nun wird diese Oper auch in Detmold in ihrer englischen Fassung zu erleben sein.
Unter dem Dirigat von GMD Per-Otto Johansson wird die farbenreiche Partitur erklingen, für die Inszenierung zeichnet Intendantin Kirsten Uttendorf erstmalig in Detmold verantwortlich.
Die Bühne stammt von Jule Dohrn-van Rossum, die Kostüme von Claus Stump.
The Wreckers [14+]
Oper von Ethel Smyth, nach einem Libretto von Henry Brewster
in englischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Musikalische Leitung: GMD Per-Otto Johansson
Regie: Kirsten Uttendorf
Bühne: Jule Dohrn-van Rossum
Kostüm: Claus Stump
Dramaturgie: Katharina Schellenberg
Chor: Francesco Damiani
Mit: Marcel Brunner, Ji-Woon Kim, Lotte Kortenhaus, Jaime Mondaca Galaz, Johanna Nylund,
Franziska Pfalzgraf, Jonah Spungin, Nikos Striezel
Opernchor, Extrachor, Statisterie und Symphonisches Orchesters des Landestheaters Detmold
Premiere: Freitag, 6. März 2026, 19:30 Uhr, Großes Haus
Weitere Vorstellungen: So 8.3. / Fr 13.3. / Fr 27.3. / Mi 29.4. / Sa 2.5.2026, jeweils 19:30 Uhr
Zusatzveranstaltungen rund um die Premiere:
Einführungs Matinee: So 22.2.2026, 11:30 Uhr, Brahmssaal der Hochschule für Musik Detmold
Öffentliche BühnenOrchesterprobe: Do 26.2.2026, 18:00 Uhr, Großes Haus
Via-a-vis — Theater und Kirche im Dialog: So 8.3.2026, 10:00 Uhr, Martin-Luther-Kirche
NachSpiel — Das Publikumsgespräch: Mi 29.4.2026, Foyer-Restaurant
Ganz herzlich laden wir Sie zu der Premiere nach Detmold ein. Bitte teilen Sie uns Ihre
Kartenwünsche bis zum 2.3.2026 an folgende E-Mail-Adresse mit: geese@landestheaterdetmold.de
Da die Reise nach Detmold kein Hindernis sein soll, haben wir dank unseres
Kooperationspartners, dem Inklusionshotel Elisabeth, eine Möglichkeit, Sie bei Bedarf
unterzubringen. Sprechen Sie uns gern darauf an.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch!




