„Ein kaltes Pogrom“ – Warnungen, die niemand hören wollte
Montag, 2. Februar, 19 Uhr, Stadthalle, Kleiner Festsaal, Schloßplatz 7
Wie konnte das geschehen? Deutschland 1933 bis 1945 – Vortrag von Götz Aly
Der Historiker Götz Aly beschreibt die Herrschaftsmethoden, mit denen die NS-Machthaber Millionen Deutsche zu gefügigen Vollstreckern verwandelten. „Die Menschheitsverbrechen der Hitler-Jahre begingen Deutsche, die in der Regel weder vorher noch nachher kriminell handelten. Menschen auch, die sich intellektuell und moralisch kaum
von uns Heutigen unterscheiden. Sie stammten aus allen Schichten der Bevölkerung. Gut ausgebildete Musiker und Juristen wurden ebenso zu Massenmördern wie Polizisten, Büroangestellte, Bauern, Fach- oder Hilfsarbeiter.“
Aly liefert Erklärungen dafür, warum die Bevölkerung durch Zustimmung oder auch durch ihr Schweigen dem dikta-torischen System zustimmte, obwohl die Verbrechen früh erkennbar waren.
Eintritt 10 €, ermäßigt 5 €; Schüler*innen, Auszubildende und Studierende sind frei. Anmeldung über die VHS Detmold-Lemgo, Restplätze an der Abendkasse.
Veranstaltung von Stadtarchiv Detmold, Buchhandlung Kafka und VHS Detmold-Lemgo
Freitag, 6. Februar, 19.30 Uhr, Stadtarchiv Detmold / Landesarchiv NRW, Willi-Hofmann-Straße 2
„Warum ist heute wichtig, dass wir gestern verstehen?“
Die Aufarbeitung der Familiengeschichte des Detmolder NS-Verbrechers Wilhelm Dreimann
Vortrag von Maria Bostelmann
Ein Täter aus Detmold
Die Aufarbeitung der NS-Verbrechen von Wilhelm Dreimann.
Detmold. Der Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar erinnert an die Millionen Menschen, die während der NS-Zeit ausgegrenzt, vertrieben, verfolgt und ermordet wurden. Häufig erinnern nur noch historische Unterlagen an die Betroffenen. Aber auch die Biografien von Tätern können anhand von Archivquellen rekonstruiert werden.
Ein eindrückliches Beispiel bietet der Holzschnitzer Wilhelm Dreimann (1904-1946) aus Detmold-Hiddesen. Er war in der Wachmannschaft im KZ Neuengamme eingesetzt. 1946 wurde er vor einem britischen Militärgericht angeklagt und wegen seiner Verbrechen in der Endphase des Krieges zum Tod verurteilt. Unter anderem war er an der Ermordung von 20 jüdischen Kindern in einer Hamburger Schule beteiligt.
Wir informieren über einen Vortrag von Maria Bostelmann anlässlich der Veranstaltungen zum Holocaustgedenktages:
Freitag, 6. Februar, 19.30 Uhr, Stadtarchiv Detmold / Landesarchiv NRW, Willi-Hofmann-Straße 2
„Warum ist heute wichtig, dass wir gestern verstehen?“
Die Aufarbeitung der Familiengeschichte des Detmolder NS-Verbrechers Wilhelm Dreimann
Dreimanns Urenkelin Maria Bostelmann (geb. Holzgrewe) hat sich intensiv mit der Aufarbeitung ihrer Familiengeschichte beschäftigt. Sie klärt öffentlich über die Taten ihres Vorfahren auf und hat dazu bereits an verschiedenen Sendungen des ZDF mitgearbeitet.
Die Veranstaltung ist eine Kooperation des Stadtarchivs Detmold, des Landesarchivs NRW (Abteilung Ostwestfalen-Lippe) und des Naturwissenschaftlichen und Historischen Vereins für das Land Lippe e.V
Aufarbeitung ihrer Familiengeschichte beschäftigt. Sie klärt öffentlich über die Taten ihres Vorfahren auf und hat dazu u.a. an verschiedenen Sendungen des ZDF mitgearbeitet.
Kooperationsveranstaltung von Stadtarchiv Detmold, Landesarchiv NRW, Abt. OWL und Naturwissenschaftlicher und Historischer Verein für das Land Lippe e.V.
Sonntag, 8. Februar, 11 Uhr, Treffpunkt Marktplatz
Das jüdische Detmold während der NS-Zeit. Stadtrundgang mit Gudrun Mitschke-Buchholz
Die Verfolgungsmaßnahmen des NS-Staates trafen die jüdischen Detmolderinnen und Detmolder in vollem Ausmaß. „Wir saßen in der Falle. Aber ganz langsam“, so beschrieb eine Zeitzeugin die Situation. Wer waren die Betroffenen und wie gestaltete sich ihre Lebenswelt, bis Ausgrenzung und Entrechtung fast alles zerstörte? Im Mittelpunkt der Führung stehen Orte der religiösen Kultur, der öffentlichen Erinnerung sowie ehemalige jüdische Wohn- und Geschäftshäuser. Anmeldung bis 1.2.2026 über anmeldung-fodt@gmx.de
Veranstaltung des Forums offenes Detmold
Donnerstag, 12. Februar, 19 Uhr, Haus Münsterberg, Hornsche Straße 38
Carl Vogel – der jüdische Direktor der Sinalco AG in Detmold (1908-1935)
Dr. Hans-Joachim Keil informiert in einem Multimediavortrag über die Darstellung des Firmendirektors im Sinalco- Musical „Das Glück ist eine Orange – Sinalco. Eine Detmolder Geschichte“ im Landestheater Detmold und erläutert
den historischen Kontext der Biographie Carl Vogels (geb. 1869 in Mainz, gest. 1943 in New York).
Veranstaltung Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Lippe e.V.
Ausstellung „Jüdische Spuren in Detmold“ an der Stadtmauer
Gegenüber der Hofsynagoge von 1633 in der Bruchmauerstraße wird aktuell die Ausstellung „Jüdische Spuren
in Detmold“ gezeigt. Dr. Oliver Arnhold, einer der Vorsitzenden der Gesellschaft für Christlich-Jüdische
Zusammenarbeit in Lippe e.V., bietet für Gruppen und Schulklassen Führungen an.
Anmeldung GfCJZ-Lippe@t-online.de
Zu den Veranstaltungen sind alle Interessierten eingeladen. Der Eintritt ist bis auf das Konzert im Landestheater sowie die Veranstaltungen in der Stadthalle und im Hangar 21 frei. Alle Informationen zum Programm gibt es auch online unter www.detmold.de
Im Anhang finden Sie das aktuelle Plakat sowie den Flyer zum Programm.






