Farbenplausch – Christa Häcker stellt in der Stadtbibliothek aus
Detmold. Die Gütersloher Malerin Christa Häcker präsentiert in der Stadtbibliothek einen Querschnitt ihres Schaffens. Unter dem Titel „Farbenplausch“ zeigt sie eine abwechslungsreiche Serie aus Acryl- und Aquarellarbeiten, die von abstrakten und expressiven Kompositionen bis hin zu floralen Motiven reichen. Die Ausstellung umfasst Arbeiten aus einem zweijährigen Schaffenszyklus und feiert die Vielfalt der Farbwelt, die Häcker mit präzisem Pinselstrich und sensibler Farbgebung einfängt. Besucherinnen und Besucher begegnen sowohl intensiven, energetischen Stimmungen als auch poetischen, zarten Blütenformen – eine Reise durch Form, Farbe und Atmosphäre. Die ausgestellten Bilder laden den Betrachter dazu ein, die Entwicklung der Künstlerin nachzuvollziehen und ihre Farbklänge und Motive zu erleben.
Die Ausstellung ist noch bis zum 20. Februar während der Öffnungszeiten der Stadtbibliothek zu sehen. Der Eintritt ist frei.
Detmolder Standesamt zieht Bilanz für 2025
Emilia und Noah sind die beliebtesten Vornamen – 303 Menschen
erhielten die deutsche Staatsbürgerschaft.
Detmold. Das Standesamt der Stadt Detmold blickt auf ein bewegtes Jahr 2025 zurück.
Von der Geburt über die Eheschließung bis hin zu Sterbefällen und Einbürgerungen – das Standesamt begleitet die Menschen in Detmold und der Region Lippe durch die wichtigsten Lebensereignisse. Die Statistik für das vergangene Jahr zeigt dabei sowohl Kontinuität als auch Veränderungen.
Geburten:
Im Jahr 2025 wurden 1.700 Neugeborene beurkundet, davon 884 Jungen (52 Prozent) und 816 Mädchen (48 Prozent). Die Rangliste der beliebtesten Vornamen führt bei den Mädchen Emilia an, gefolgt von Lina, Mia, Marie und Leni. Bei den Jungen sind Noah, Theo, Ben, David und Liam die favorisierten Kindernamen.
Eheschließungen:
391 Paare gaben sich 2025 das Ja-Wort. Damit blieb Detmold auch 2025 ein beliebter Trauort in Lippe. Für die standesamtliche Hochzeit steht in der Stadt ein vielseitiges Angebot zur Verfügung. Die verschiedenen Trauzimmer, von historisch bis modern, sind individuell und ansprechend ausgestattet und bieten ein unvergessliches Ambiente. Die meisten Paare entschieden sich für das Trauzimmer in der Alten Schule am Wall (315 Trauungen), gefolgt vom Fürstlichen Residenzschloss (32), Liebharts Fachwerkdorf (28), dem LWL-Freilichtmuseum (10), dem Hermannsdenkmal (3) und der Stadthalle (2). Eine
Trauung fand im vergangenen Jahr in privaten Räumen statt.
Sterbefälle:
1.351 Sterbefälle wurden im vergangenen Jahr durch die Standesbeamtinnen und Standesbeamten des Standesamtes Detmold beurkundet. Dabei verteilt sich die Zahl auf 663 (49 Prozent) männliche Personen und 687 (51 Prozent) weibliche Personen.
Einbürgerungen:
Im Jahr 2025 wurden an 303 Menschen die deutsche Staatsbürgerschaft verliehen. Die neu Eingebürgerten stammen aus 35 verschiedenen Nationen, wobei Menschen mit syrischer Staatsangehörigkeit den größten Anteil stellen, gefolgt von Personen mit irakischer, türkischer, ukrainischer und iranischer Herkunft. Einen ganz besonderen Rahmen boten die vier Einbürgerungsfeiern, in denen 190 Menschen in bewegenden Feierstunden durch Bürgermeister Frank Hilker ihre Einbürgerungsurkunden entgegennahmen.
Hinweise zur Datenerhebung:
Bei den oben genannten Zahlen handelt es sich um die in 2025 durch das Standesamt Detmold beurkundeten Personenstandsfälle. Diese Zahlen können bei Geburten und Sterbefällen von den tatsächlich erfolgten Geburten und Sterbefällen abweichen. Das liegt an Personenstandsfällen, die noch nicht abschließend beurkundet werden konnten und durch Fälle zum Jahresende, die erst im Folgejahr beurkundet werden.
NRW-Stiftung fördert Naturschutzprojekte gegen den Klimawandel
Düsseldorf: Wiederkehrende Dürreperioden, häufigere Starkregenereignisse und Sturzfluten sind nur ein paar Beispiele dafür, wie stark sich der Klimawandel in den letzten Jahren in Nordrhein-Westfalen bemerkbar macht. Die Verschiebung von Jahres- und Vegetationszeiten wirkt sich zudem unmittelbar auf die Fortpflanzung und das Überleben vieler Tier- und Pflanzenarten aus. Um diesem Trend ein Stück weit entgegen zu wirken, hat der Dachverband der Biologischen Stationen gemeinsam mit der NRW-Stiftung ein Modellprojekt entwickelt, welches exemplarisch praxisnahe Naturschutzmaßnahmen im Kontext des Klimawandels aufzeigt und zum Handeln anregen soll. Die NRW-Stiftung fördert dieses Vorhaben mit bis zu 300.000 Euro. Das hat der Vorstand der NRW-Stiftung unter dem Vorsitz von Präsident Eckhard Uhlenberg jetzt beschlossen.
„Die vergangenen Jahre haben verdeutlicht, dass der Klimawandel in Nordrhein-Westfalen jetzt schon deutliche Spuren hinterlässt. Zusammen mit der Biodiversitätskrise sind dies die zentralen Herausforderungen unserer Zeit. Rund 45 Prozent der untersuchten Arten in NRW gelten als gefährdet, vom Aussterben bedroht oder bereits verschwunden“, betont Uhlenberg. Bei den geförderten Bausteinen im Rahmen des Projektes sollen konkrete Naturschutzmaßnahmen, die auch zur Abmilderung der Folgen des Klimawandels beitragen, umgesetzt, die Öffentlichkeit informiert und wissenschaftliche Daten erhoben werden. Konkrete Beispiele sind die Neuanlage oder Aufwertung von Lebensräumen oder die Durchführung von Exkursionen. Daraus sollen sich auch Ableitungen für zukünftige Vorhaben ergeben.
Mehr als 30 Mitgliedsstationen des Dachverbands der Biologischen Stationen in NRW haben ihre Ideen für den Gesamtplan eingebracht. „Mit dem vorliegenden Projekt zeigt der Dachverband mit seinen angehörenden Mitgliedern, wie vielfältig und lösungsorientiert den Problemen entgegengetreten und wie Naturschutz und Klimawandel zusammen gedacht werden können. Es inspiriert so hoffentlich auch weitere Akteure zum Handeln“, so Uhlenberg.
Die Nordrhein-Westfalen-Stiftung konnte seit ihrer Gründung 1986 fast 4.000 Natur- und Kulturprojekte mit insgesamt fast 340 Millionen Euro fördern. Das Geld dafür erhält sie vom Land NRW aus Lotterieerträgen von Westlotto, aus Mitgliedsbeiträgen ihres Fördervereins und Spenden. Mehr Informationen auf www.nrw-stiftung.de und im Podcast „Förderbande“.
Bis zu 144.000 Euro für Wiederansiedlungsprojekt
NRW-Stiftung unterstützt die Rückkehr des Luchses nach Nordrhein-Westfalen
Düsseldorf: Der letzte Luchs in Nordrhein-Westfalen wurde vor fast 300 Jahren erlegt. Nun steht die Raubkatze vor einer möglichen Rückkehr – die Initiative Luchs NRW plant zusammen mit dem BUND Landesverband NRW e. V. erste Schritte für ein Wiederansiedlungsprojekt in Nordrhein-Westfalen. Der Vorstand der NRW-Stiftung hat jetzt beschlossen, dieses Vorhaben mit bis zu 144.000 Euro zu unterstützen.
„Die Wiederansiedlung des Luchses ist sinnvoll, weil sie zum Erhalt der heimischen Artenvielfalt beiträgt, ein Vorkommen in Nordrhein-Westfalen bestehende Populationen in Nachbarländern miteinander vernetzen und ein Genaustausch stattfinden kann“, sagt Dr. Ute Röder aus dem Stiftungsvorstand. „Der menschenscheue Luchs erfüllt als großer Beutegreifer eine entscheidende Rolle im Ökosystem, die durch den Einfluss des Menschen in den vergangenen Jahrhunderten fast vollständig weggefallen ist.“
Als ersten Schritt hin zu einer Rückkehr des Luchses ist geplant, eine Projektstelle einzurichten und die vielfältigen Aufgaben zu koordinieren. Auch eine intensive Netzwerkarbeit und Öffentlichkeitsarbeit sind geplant. Schließlich wollen die Naturschützenden eine breite Akzeptanz des Projektes erreichen. Ab 2030 sollen die ersten Tiere in die Wildnis entlassen werden – eng begleitet und überwacht.
„Gemeinsam mit vielen Akteuren aus Jagd, Landwirtschaft, Wissenschaft, Stiftungen und Behörden haben wir das Ziel formuliert, den Luchs in NRW wieder auszuwildern. Dies tun wir nicht alleine in Deutschland, sondern im Rahmen des europaweiten Expertennetzwerks Linking Lynx und zusammen mit anderen aktuellen Auswilderungsprojekten in benachbarten Bundesländern. So wollen wir die langfristige Rückkehr des Luchses in seine ursprüngliche Heimat ermöglichen“, so Dr. Christine Thiel-Bender vom BUND Landesverband NRW und Mitglied der Initiative Luchs NRW.
Die Nordrhein-Westfalen-Stiftung konnte seit ihrer Gründung 1986 fast 4.000 Natur- und Kulturprojekte mit insgesamt fast 340 Millionen Euro fördern. Das Geld dafür erhält sie vom Land NRW, aus Lotterieerträgen von Westlotto, aus Mitgliedsbeiträgen ihres Fördervereins und Spenden. Mehr Informationen auf www.nrw-stiftung.de und im Podcast „Förderbande“.
Heimat-Preis 2025: Erster Platz für das Brokhauser Feuerräderrollen
Geschichtsprojekt in Heiligenkirchen und „Handballglück Detmold“ werden mit dem zweiten und dritten Platz geehrt
Detmold. Ein starkes Zeichen für die Heimatpflege und das ehrenamtliche Engagement in Detmold: Der erste Platz des Heimat-Preises 2025 hat am Mittwoch, 10. Dezember, mit einem Preisgeld von 2.500 Euro der Kleinkaliber- und Luftgewehrverein (KKLGV) Brokhausen für das Feuerräderrollen erhalten. In der letzten Ratssitzung des Jahres überreichte Bürgermeister Frank Hilker die Auszeichnungen feierlich an die Preisträger.
Mit dem Heimat-Preis NRW, initiiert durch das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen, werden in Detmold seit 2019 engagierte Vereine, Initiativen und Einzelpersonen ausgezeichnet, die sich in besonderem Maße für die Stärkung der lokalen und regionalen Identität und damit unserer Heimat einsetzen.
Die Entscheidung war nicht leicht: Insgesamt zwölf Bewerbungen von Vereinen und Initiativen aus Detmold wurden von einer verwaltungsinternen Jury gesichtet und bewertet. Der Kleinkaliber- und Luftgewehrverein Brokhausen (KKLGV) überzeugte die Jury mit seinem außergewöhnlichen Engagement für die Traditionsveranstaltung des Feuerräderrollens, die weit über die Grenzen Lippes hinaus bekannt ist.
Der zweite, mit 1.500 Euro dotierte Platz ging an das Projekt „Heiligenkirchens Geschichte erforschen und vermitteln“, das zum Ziel hat, die lokale Geschichte des Detmolder Ortsteils systematisch zu erforschen, zu dokumentieren und der Öffentlichkeit in vielfältiger Form und für unterschiedliche Zielgruppen zugänglich zu machen.
Den dritten und mit einem Preisgeld von 1000 Euro verbundenen Platz erhielt das „Handballglück Detmold“. Es ist Teil der Glücksliga, in der Kinder und Jugendliche zwischen sechs und 18 Jahren mit geistiger oder körperlicher Beeinträchtigung gemeinsam Handball spielen. Das Projekt macht Teilhabe sichtbar und selbstverständlich und zeigt, wie Inklusion im Sport praktisch umgesetzt werden kann.
„Die diesjährigen Preisträger stehen für die Vielfalt der tausenden Bürgerinnen und Bürger in unserer Stadt, die sich ehrenamtlich engagieren“, betonte Bürgermeister Frank Hilker bei der Preisverleihung. In Detmold werde glücklicher Weise an sehr vielen Stellen wichtige und gute ehrenamtliche Arbeit geleistet. „Dafür bin ich persönlich, dafür ist auch der Rat der Stadt sehr dankbar“, so Frank Hilker.
Der Heimat-Preis 2025 unterstreicht die wichtige Rolle des Ehrenamts in Detmold und würdigt das Engagement all jener, die sich mit Herz und Hand für das Gemeinwohl und die Stärkung der Heimat einsetzen. Bürgermeister Frank Hilker ist dieses Thema so wichtig, dass er es gemeinsam mit dem Koordinationsteam für das Ehrenamt bei der Stadt Detmold seit dem vergangenen Jahr auf eine noch breitere Basis gestellt hat: „Mit dem Projekt Tatkräftig engagiertDT stützen wir den Weg ins ehrenamtliche Engagement nachhaltig, indem wir angehende Ruheständlerinnen und Ruheständler systematisch mit Vereinen zusammenbringen“, so Hilker. Auch der zweite Ehrenamtsmarkt ist schon in Planung: am 13. März 2026 wird er in der Detmolder Stadthalle veranstaltet.
Bildunterzeile: Verleihung des Heimat-Preises 2025 mit (von links) Bürgermeister Frank Hilker, Werner Zahn und Dr. Bernd Groeger für das Projekt „Heiligenkirchens Geschichte erforschen und vermitteln“, Sonja Girod und Nadine Pankratz (Handballglück Detmold), Cord-Henrik Starke, Julius Krome und Paul Maaß (KKLGV Brokhausen) sowie Nora Moos und Kathrin Prill aus dem Team Ehrenamt der Stadt Detmold. Foto: Stadt Detmold

Detmold in einem Atemzug mit Helsinki und Ljubljana: Vision Zero Award für herausragende Verkehrssicherheit
Die Stadt Detmold wird für acht Jahre ohne Verkehrstote innerorts international ausgezeichnet.
Brüssel/Detmold. Die Stadt Detmold hat in Brüssel den „Dekra Vision Zero Award“ erhalten – eine Auszeichnung, die Detmold in die Reihe der verkehrstechnisch sichersten Städte Europas stellt. In acht der vergangenen zehn Jahre verzeichnete Detmold keine Verkehrstoten innerorts – ein Erfolg, der die konsequente Arbeit der Stadt für mehr Verkehrssicherheit unterstreicht. Besonders stolz macht: Detmold wird damit in einem Atemzug mit Helsinki und Ljubljana genannt. Städten, die für ihre herausragenden Leistungen in der Verkehrssicherheit international Anerkennung finden. Während Helsinki mit fast 700.000 Einwohnern zwölf Monate lang keine Verkehrstoten zu verzeichnen hatte, erreichte Ljubljana dieses Ziel im Jahr 2024.
Die Auszeichnung für die Stadt Detmold wurde beim Dekra-Jahresempfang in Brüssel an Rainer Steffens, Leiter der EU-Vertretung des Landes Nordrhein-Westfalen, übergeben. Bürgermeister Frank Hilker betont: „Verkehrssicherheit ist für uns ein wesentliches Thema, deshalb freuen wir uns über diese wunderbare Auszeichnung. 470 Kilometer kommunale Straßen durchziehen unsere Stadt. Dass alle dort sicher unterwegs sind, ist uns ein großes
Anliegen, das wir nicht nur, aber auch durch die Überwachung der gefahrenen Geschwindigkeiten verfolgen – neuerdings auch zum Schutz der Schwächsten in Zusammenarbeit mit den Nachbarkommunen. Aktuell erarbeiten wir für Detmold ein neues integriertes Verkehrskonzept, in dem die Verkehrssicherheit weiterhin eine wichtige Rolle spielen wird. Der Dekra Vision Zero Award ist zugleich Bestätigung für das Erreichte, aber auch Ansporn und Ermutigung, nicht nachzulassen.“
Der Dekra Vision Zero Award wird jährlich an eine europäische Stadt mit mindestens 50.000 Einwohnern verliehen, die in den vergangenen zehn Jahren die meisten Jahre ohne Verkehrstote innerorts verzeichnen konnte. Detmold teilt sich diesen Erfolg mit Städten wie Lüdenscheid, Rheine, Aalen, Herten, Waiblingen, Lingen, Bad Homburg, Langenhagen und Frechen, die jedoch entweder kleiner sind oder bereits ausgezeichnet wurden.
Die Vision Zero, ein Straßenverkehr ohne Getötete oder Schwerverletzte, ist kein unrealistisches Ziel: Weltweit haben bereits Hunderte Städte in mindestens einem Kalenderjahr keine Verkehrstoten zu verzeichnen gehabt. Detmold zeigt, dass konsequentes Handeln und Zusammenarbeit zu nachhaltigem Erfolg führen.

Bildunterzeile: Detmolds Bürgermeister Frank Hilker mit dem DEKRA Vision Zero Award 2025 – Auszeichnung für herausragende Verkehrssicherheit in der Stadt. Foto: Stadt Detmold




