Mary Shelley »Frankenstein«
am 17. Januar 2026 im Grabbe-Haus
im Mai 1816 verbringt die 18-jährige Mary Shelley mit Bekannten einige Wochen am Genfersee — doch die Gruppe kann aufgrund schlechten Wetters die meiste Zeit über das Haus nicht verlassen. Um sich bei Laune zu halten, beschließen sie, Schauergeschichten zu schreiben und einander vorzutragen. Was dabei herauskam: der Grundstein für Shelleys berühmten Roman, der zwei Jahre später erscheinen würde: »Frankenstein oder Der moderne Prometheus.«
Die Geschichte ist längst in den Literaturkanon eingegangen, inspirierte eine Vielzahl an Adaptionen und ist aus der modernen Popkultur nicht mehr wegzudenken. Im Roman ist der junge Wissenschaftler Victor Frankenstein umtrieben von einer der größten Fragen seines Faches: Worin liegt das Geheimnis des Lebens? Besessen von der Idee, tote Materie zu beleben, setzt er aus verschiedenen Körperteilen einen neuen Menschen zusammen und versucht, diesen zum Leben zu erwecken. In einer stürmischen Nacht gelingt es ihm endlich — doch der Anblick des Wesens verstört und ängstigt den jungen Frankenstein, und er flieht vor seiner eigenen Schöpfung. Das Monster ist nun in dieser Welt, die es nicht kennt, ganz allein — und sucht in seiner Einsamkeit und Verzweiflung Rache …
Der Erfolg des Romans ist nicht nur seiner blumigen Sprache und seinen gleichzeitig schaurigen
Bildern zuzuschreiben, sondern vor allem der Allgemeingültigkeit seiner Themen von Macht, Gier,Verantwortung, Gemeinschaft, Isolation und Empathie: Über Jahrhunderte hinweg lässt die Geschichte von Frankenstein und seinem Monster sich immer und immer wieder neu erzählen.
In Detmold inszeniert Goldie Röll die Geschichte von »Frankenstein« im Grabbe-Haus. Die Ausstattung stammt von Naomi Kean.
Frankenstein [14+]
nach dem Roman von Mary Shelley
Regie: Goldie Röll
Bühne und Kostüm: Naomi Kean
Dramaturgie: Magdalena Brück
Mit: Maja Grahnert, Leonard Lange, Alexandra Riemann, Sebastian Zumpe
Premiere: Samstag, 17. Januar 2026, 19:30, Grabbe-Haus
Weitere Vorstellungen: Di 20.1. / Sa 24.1. / So 25.1. / Fr 30.1. / Sa 31.1. / So 8.2. / Sa 21.2. / So 1.3.
/ So 12.4.2026, jeweils 19:30 Uhr
Zusatzveranstaltung rund um die Premiere:
NachSpiel — das Publikumsgespräch: So 25.1.2026
Titelbild: Originalskript des Frankenstein von Mary Shelly




