Anzeigen | Museum Barberini Potsdam- Barberini Music Walks
Barberini Music Walks
Interaktive Klanglandschaften des Komponisten, DJs und Produzenten Henrik Schwarz verbinden Kunst, Raum und Sound zu einem individuellen Soundtrack für den Besuch der Impressionismus-Sammlung
Potsdam, 27. November 2026 – Ob in der Musik oder der Bildenden Kunst: Die Künstlerinnen und Künstler des Impressionismus wollten den flüchtigen Moment einfangen, um Menschen mit allen Sinnen anzusprechen. Was könnte für ein Haus des Impressionismus wie das Museum Barberini näher liegen, als die impressionistischen Meisterwerke seiner Sammlung mit einer akustischen Ebene zu erweitern und den Besuch in ein individuelles Klangerlebnis zu verwandeln? Barberini Music Walks verfolgt genau dieses Ziel. In Zusammenarbeit mit dem Komponisten, DJ und Produzenten Henrik Schwarz ist eine innovative Anwendung für die kostenfrei für iOS und Android verfürgbare Barberini App entstanden, die es Besucherinnen und Besuchern ermöglicht, die Sammlung auf ungewohnte, klangliche Weise neu zu entdecken.
Für jeden Saal der Sammlung haben Henrik Schwarz und der Komponist und Arrangeur Zacharias Falkenberg atmosphärische Soundscapes entwickelt, die von den kompositorischen Prinzipien der Impressionisten inspiriert sind. Über die App reagieren diese Klangwelten in Echtzeit auf die individuelle Bewegung der Besucherinnen und Besucher im Raum und beziehen dabei Parameter wie Laufrichtung und Verweildauer ein. Mithilfe von Technologien aus der Game-Entwicklung entstehen bei jedem Besuch neue, dynamische Kompositionen, die sich nahtlos mit dem Stil der Impressionisten verweben. So wird die Barberini App zur Bühne für ein neuartiges, intuitives und synästhetisches Kunsterlebnis.
„Mit der Sammlung Hasso Plattner zeigt das Museum Barberini impressionistische Landschaftsmalerei in einer Konsistenz, wie es kaum ein anderes Museum kann. Die Ergänzung des Sammlungsbesuchs durch eine so passende, atmosphärisch dichte Klanglandschaft ist eine wunderbare Möglichkeit, die Werke noch einmal ganz anders zu erleben. Mein Dank gilt Henrik Schwarz und Zacharias Falkenberg für ihre außergewöhnliche Kreativität, ihr feines Gespür für die impressionistische Bildwelt und die inspirierende Zusammenarbeit, durch die dieses Projekt erst seine besondere Magie entfalten konnte. Ihr Mut, neue Wege zu gehen und mit innovativen Technologien zu experimentieren, hat eine klangliche Ebene geschaffen, die sich nahtlos mit der visuellen Sprache der Impressionisten verbindet. Die Hasso Plattner Foundation hat dieses faszinierende Experiment ermöglicht, an dem neben mehreren Teams des Museums auch das Hasso-Plattner-Institut (HPI) der Universität Potsdam beteiligt war. Entstanden ist eine intuitive, multisensorische Erfahrung für unsere Besucherinnen und Besucher, bei der Kunst, Raum und Sound miteinander verschmelzen – und einzigartige Impressionen entstehen.“
–Ortrud Westheider, Direktorin, Museum Barberini
„Die größte Herausforderung bei Barberini Music Walks bestand für uns darin, die Atmosphäre der Räume in Klang zu übersetzen: Wie lässt sich das Klirren von Eis, das Rauschen einer Sommerwiese oder die Wärme eines sonnendurchfluteten Tages akustisch erfahrbar machen – und welche Assoziationen werden dabei geweckt? Wir haben versucht, musikalische Ideen des Impressionismus mit zeitgenössischen, mithilfe moderner KI-Technologie entwickelten Klangansätzen zu verbinden. Für jeden Raum entstand auf diese Weise ein eigenes Konzept – vergleichbar mit einer individuellen Klanginstallation. Die Wurzeln unseres Ansatzes liegen im Impressionismus, doch das Ergebnis wirkt elektronischer und offener, als es die impressionistische Musik vielfach war.“
–Henrik Schwarz
Barberini Music Walks ist kostenfrei in der Barberini App für iOS und Android verfügbar und kann vor Ort im Museum mit eigenen Kopfhörern aktiviert werden.
Barberini Music Walks ist ein Projekt des Museums Barberini und Henrik Schwarz, unterstützt durch die Hasso Plattner Foundation, technisch realisiert von MicroMovie und wissenschaftlich begleitet vom Hasso-Plattner-Institut (HPI) der Universität Potsdam. Soundkonzept und Komposition: Henrik Schwarz und Zacharias Falkenberg.
Die Sammlung Hasso Plattner im Museum Barberini
Das Museum Barberini in Potsdam präsentiert dauerhaft die umfangreiche Sammlung impressionistischer und postimpressionistischer Gemälde des Museumsgründers Hasso Plattner. Mit 115 Meisterwerken von 23 Künstlerinnen und Künstlern – darunter Claude Monet, Pierre-Auguste Renoir, Berthe Morisot, Alfred Sisley, Camille Pissarro, Henri-Edmond Cross und Paul Signac – bietet die Sammlung einen in dieser Geschlossenheit und Vielfalt einzigartigen Überblick über die französische Landschaftsmalerei. Mit 40 Gemälden von Claude Monet verfügt das Museum über den größten Bestand seiner Werke außerhalb von Paris; nirgendwo sonst in Europa sind an einem Ort mehr Arbeiten des Künstlers zu sehen. Potsdam zählt damit zu den weltweit bedeutendsten Zentren impressionistischer Landschaftsmalerei.
Henrik Schwarz
Musikproduzent und Komponist Henrik Schwarz ist bekannt für seinen eklektischen musikalischen Ansatz im Bereich Komposition und Sounddesign. Als Produzent verbindet er elektronische Musik mit Klassik und Jazz; seine DJ-Sets auf Techno-Events und in Clubs sind weltweit berühmt, seine Konzerte führten ihn auf die Bühnen bekannter Klassik-Institutionen weltweit. Über 100 Produktionen hat Schwarz für Labels wie Warner Music, Universal, Motown, !K7, Verve Records, Innervisions und Ninja Tune produziert, darunter Remixe für Stevie Wonder, Boy George, Coldplay und Mary J. Blige. Henrik Schwarz tritt regelmäßig als Komponist auf, u.a. für das Staatsballett Berlin, die Philharmonie Luxembourg, die Tonhalle Zürich und das Stuttgarter Kammerorchester. Mit dem norwegischen Pianisten Bugge Wesseltoft verbindet ihn eine langjährige kreative Partnerschaft, mit Dan Berglund (e.s.t.) bilden sie das Trio Wesseltoft Schwarz Berglund. Weitere Projekte entstanden u.a. mit Hauschka, Frank Wiedemann, Nik Bärtsch und dem Maler Norbert Bisky. Solo, im Duo, Trio oder mit Streichquartett fanden Konzerte u.a. in der Barbican Hall, London, dem Royal Concertgebouw, Amsterdam, der Berliner Philharmonie, dem Auditorium Parco Della Musica, Rom, der Elbphilharmonie, Hamburg, dem Festspielhaus Hellerau, Dresden, sowie bei Festivals wie Montreux Jazz, North Sea Jazz, Numusic, Worldwide Festival und Melt! statt. Für das Literarische Quartett des ZDF schuf er neue Soundlogos; Apple und Nike nutzen seine Kompositionen für weltweite Werbekampagnen.
Zacharias Falkenberg
Zacharias Falkenberg verbindet als Komponist Klassik, Jazz, Rock, Pop, Avantgarde und Punk. In letzter Zeit sorgte Falkenberg unter anderem mit seiner Zusammenarbeit mit dem Soundwalk Collective für Aufmerksamkeit. Gemeinsam komponierten sie die Filmmusik zu „All The Beauty And The Bloodshed“ von Oscar-Preisträgerin Laura Poitras – der Film wurde für den Academy Award nominiert und mit dem Goldenen Löwen der Filmfestspiele von Venedig ausgezeichnet. Weitere Projekte umfassen die Kollaboration mit Henrik Schwarz an Plunderphonia, CCMYK sowie dem Album „Duo II“ mit Bugge Wesseltoft. Zu den Künstler:innen, mit denen Falkenberg gearbeitet hat, zählen u. a. Matthew Dekay, Lee Burridge, ÄTNA, die NDR Bigband, Noah Slee, Kelvyn Colt, LARY, Mulay, das Moses Yoofee Trio und das Projekt A Song For You. Darüber hinaus prägte er als Komponist und Leiter Ensembles wie Them Caged Dogs, The Chronometer’s Orchestra und The Expressions Orchestra. Als Dirigent und Komponist war er auf Bühnen und Festivals zu sehen, darunter in der Elbphilharmonie Hamburg, auf dem XJAZZ Festival in Berlin und dem Reeperbahn Festival, Hamburg.