Avi Primor
Weit war der Himmel über Palästina
Seit Jahrtausenden siedeln Menschen an der südöstlichen Küste des Mittelmeers. Kanaaniter, Philister, Israeliten, Assyrer, Babylonier, Perser, Ptolemäer, Seleukiden, Römer, Byzantiner, muslimische Araber, Kreuzritter und Osmanen- die Folge der Völker und Reiche ist unüberschaubar.
Heute erheben die Israelis als auch die Palästinenser Anspruch auf das Gebiet, berufen sich jeweils auf ihre Abstammung und Geschichte und stehen sich mit ihren Interessen schier unvereinbar gegenüber, bis zum Krieg, der seine zerstörerische Fratze zeigt. Lesen Sie, liebe Leser dieses Buch, denn es gab eine Zeit des Miteinanders Ende der 1890er-Jahre. In diese Zeit führt Avi Primor seine Leser zurück, um von hier die Geschichte dreier befreundeter Familien bis zum UNO- Beschluss zum Ende des britischen Mandats über Palästina und die Gründung zweier Staaten im Jahre 1947 zu erzählen. Sie sind unterschiedlichen Glaubens und unterschiedlicher Herkunft, arbeiten aber zusammen , verlieben sich und heiraten. Sie leben in ihrer Zeit und mit ihren Herausforderungen, finden im Kleinen aber immer wieder das Glück, das das Leben lebenswert macht. Ein dokumentarischer Spielfilm könnte kaum eindrücklicher sein. Es ist ein Aufruf zu friedlichem Miteinander.
Drei Familien, ein Land – der große Palästina- Roman.
1869. Für Palästina ist es eine Zeit voller Umbrüche- Umbrüche, unter denen viele Familien leiden. Neta und David, ein junges jüdisches Paar, kommen aus Odessa nach Jerusalem. Die Templer Oswald und Gertrud finden aus dem protestantischen Württemberg den Weg ins Heilige Land. Mustafa und Raissa leben als Muslime in Jaffa.
Sie sind unterschiedlichen Glaubens und unterschiedlicher Herkunft und werden doch zusammen mit dem Jerusalemer Zeitungsherausgeber Pinchas Goren zu Pionieren. Wird es ihnen gelingen, ihre Freundschaft über Generationen zu bewahren?
Avi Primor, 1935 als Sohn eines niederländischen Emigranten und einer deutschen Mutter in Israel geboren, war von 1993 bis 1999 israelischer Botschafter in Deutschland. Nach vielen Jahren im diplomatischen Dienst, leitet Primor heute einen trilateralen Studiengang für israelische, palästinensischen und jordanische Studenten an dem von ihm gegründeten Zentrum für europäische Studien an der Universität Tel Aviv.