Ausstellung | Catalina Pabón

Datum: 10.09. - 08.10.2017
Ort: Schloss Detmold


Catalina Pabon

Landschaften als Medium oder künstlerisches Genre

Die 1979 in Bogotá geborene und heute in Berlin lebende kolumbianische Künstlerin, Catalina Pabón, verwendet Landschaften als Medium oder künstlerisches Genre, welches als Resonanzraum für psychologische, soziale und territoriale Fragen dient. Eine Logik zwischen Fragmentierung und Montage, Distanz und Nähe, Außen und Innen, die in ihre Arbeiten wiederkehrt, scheint unsere vertraute Wahrnehmung von Welt zu hinterfragen und gleichzeitig neue Möglichkeiten des Sehens und damit Zugänge zur Realität zu eröffnen. Für die Ausstellung in der Lippischen Gesellschaft für Kunst werden Werke der letzten vier Jahre gezeigt, die Pabóns Interesse, sich mehr und mehr von einer illusionistisch – narrativen Landschaft zu entfernen, verdeutlichen. In den Filzstiftzeichnungen der Serie neue Ordnung verhindern die Verschiebungen und Verkeilungen mehrerer Ebenen ineinander und das Verschwinden des Horizonts, jegliches Raumgefühl oder Orientierung. Der Landschaftsraum wird zerbrochen bzw. befreit und neu interpretiert. In Catalina Pabóns letzten Arbeiten entfernt sie sich von der Leinwand und benutzt stattdessen feste, brettartige Materialträger, die Ausschnitte ermöglichen. Anders als in neue Ordnung, fliegen die Ebenen nicht durch den Raum, sondern schweben still für sich. Diese Arbeiten erinnern vielleicht an Landschaften – es können aber auch nicht zuordenbare Weltstücke oder Träger einer hinterlassenen Leere sein.

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