Konzerte | Brahms-Klavierwettbewerb

Datum: 23.09. - 28.09.2017
Ort: Hochschule für Musik Detmold


Neuer Hochschulwettbewerb erfährt großen Zuspruch – 30 Kandidatinnen und Kandidaten sind zum Brahms-Klavierwettbewerb Detmold zugelassen

Die Vorbereitungen für den Brahms-Klavierwettbewerb Detmold gehen in die nächste Phase – die Kandidatinnen und Kandidaten, die zum Wettbewerb zugelassen sind, stehen nun fest: 30 junge Klaviertalente wurden von einer Jury, bestehend aus den Pianisten Prof. Catherine Vickers (Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt), Prof. Markus Bellheim (Hochschule für Musik und Theater München) und Prof. Jacob Leuschner (Hochschule für Musik Detmold), aus insgesamt 54 eingegangenen Bewerbungen ausgewählt. „Dass wir schon beim ersten Mal so viele Anmeldungen von so hoher Qualität haben, übertrifft alle unsere Erwartungen“, betont der Detmolder Hochschulprofessor und Pianist Jacob Leuschner, der die Künstlerische Leitung des Wettbewerbs innehat. Seit Beginn der Ausschreibung wurde der Wettbewerb an allen deutschen, österreichischen und schweizerischen Musikhochschulen publik gemacht. Studierende aus 24 verschiedenen Hochschulen reagierten auf die Ausschreibung und stellten sich der Jury per Videoaufnahme vor. Neben elf deutschen Kandidaten haben sich Pianisten aus 15 weiteren Ländern beworben, darunter China, Japan, Korea, Taiwan, Indonesien, Iran, Mexiko, Rumänien und Russland. Die zugelassenen Bewerber sind zwischen 19 und 32 Jahre alt und setzen sich – zufällig – genau hälftig aus Frauen und Männern zusammen. Der Brahms-Klavierwettbewerb Detmold findet vom 23. bis 28. September 2017 erstmalig statt. Er wird von der Hochschule für Musik Detmold in Kooperation mit der Julius Blüthner Pianofortefabrik und der Alfred-Reinhold-Stiftung ausgerichtet und ist vornehmlich dem Werk von Johannes Brahms gewidmet. Neben 10.000 Euro Preisgeld winken den Preisträgern Konzertengagements und die Produktion einer Solo-CD. Der Lions Club Leipzig Cosmopolitan stellt darüber hinaus einen Sonderpreis in Höhe von 2.500 Euro zur Verfügung, der mit der Auflage verbunden ist, in Leipzig ein Benefizkonzert zu spielen.

Digitalisierung in musikbezogenen Studiengängen erfährt in Detmold neue Impulse

Die Fachtagung für künstlerische Praxis und Wissenschaft zum Thema „Digitalisierung in der musikbezogenen Aus- und Weiterbildung“ an der Hochschule für Musik Detmold lockte Anfang Juni 25 Experten verschiedener Hochschulen in die Kulturstadt am Teutoburger Wald. Die Tagung ermöglichte einen intensiven Austausch über Projekte, Lehr- und Lernpraxen, Konzepte und Forschungsvorhaben und zu Chancen und Risiken der Digitalisierung.

Ästhetische Wirklichkeit und Wertigkeit von Musik erfahren durch die Digitalisierung einen grundlegenden Wandel, der auch vor den musikbezogenen Studiengängen sowie Aus- und Weiterbildungen nicht Halt macht. In ihrer Vielfalt durchdringen digitale Medien wie Laptops, Smartphones, Tablets, iPads, Smartboards oder iWatches den Umgang mit Musik und verändern die Formen und Formate des Lernens und Lehrens. Unter der Tagungsleitung von Prof. Dr. Philipp Ahner und Prof. André Stärk befassten sich die Teilnehmenden aus den Bereichen Musik- und Medienpädagogik sowie Musikwissenschaft und Mitarbeitende verschiedener Musikhochschulen, Hochschulen und Universitäten mit neuen Möglichkeiten des Lernens, Unterrichtens und Forschens. Der Rektor der Hochschule für Musik Detmold, Prof. Dr. Thomas Grosse, hob in seiner Begrüßung die Bedeutung der Thematik für alle musikbezogenen Studiengänge und damit für die Entwicklung der Hochschulen insgesamt hervor. Inhaltlich eröffnete Jun. Prof. Dr. Beate Flath (Universität Paderborn) mit einem Vortrag zur „Digitalisierung in musikbezogenen Kontexten: Perspektiven und Rahmungen“ die Tagung und fasste zentrale Fragestellungen der Thematik treffend zusammen.

In neun Kurzpräsentationen wurden Projekte oder Praxisbeispiele aus unterschiedlichen pädagogischen, künstlerischen und wissenschaftlichen Bereichen vorgestellt. Diese bildeten die inhaltliche Basis für den anschließenden „Marktplatz“, in dem die Projekte oder Praxisbeispiele genauer erläutert und intensiv diskutiert werden konnten. Von digitalen Musikvermittlungskonzepten über Potentiale von Feedbacksystemen im Musikunterricht bis zu interaktiven Gehörbildungsprogrammen entstand ein facettenreiches Bild digitaler Medien für orts- und zeitunabhängigere Gestaltungs- und Lernsituationen, in denen individuelle Lernvoraussetzungen stärker im Mittelpunkt stehen.

Workshops wurden über die ganze Tagung verteilt angeboten und ermöglichten den Teilnehmerinnen und Teilnehmern praktische Erfahrungen in unterschiedliche Themengebiete: Matthias Krebs (Universität der Künste Berlin) vermittelte in zwei Workshops Anregungen zum gemeinsamen Musizieren mit digitalen mobilen Endgeräten (iOS), Prof. André Stärk zeigte Potentiale für ein sinnlich vernetztes Musiklernen mit der Lernplattform DetmoldMusicTools auf, Martin Dieckhoff (Hochschule für Musik Detmold) gab am Erich Thienhaus-Institut, dem Tonmeister-Institut der Detmolder Hochschule eine Einführung in die Tontechnik und Prof. Dr. Philipp Ahner (Hochschule für Musik Trossingen) bot in den Workshops handlungsorientierte Zugänge zu didaktischen Konzepten mit digitalen Endgeräten. Entwicklungen der Digitalisierung und Erwartungen an digitale Medien in musikpädagogischen Kontexten für Praxis und Forschung bildeten den Mittelpunkt für eine intensive Diskussion am Freitagvormittag. In einem Impulsvortrag verdeutlichte Prof. Dr. Philipp Ahner zu Beginn Anforderungen und Notwendigkeiten einer empirischen Forschung im Umfeld der großen Anzahl an verfügbaren musikbezogenen Apps für Tablets und Smartphones für künstlerische und pädagogische bzw. didaktische Fragestellungen. Die abschließende Diskussion zeigte ein differenziertes und weites Feld zukünftiger Lernumgebungen und weitreichende Veränderungen für zukünftiges Lehren und Lernen im Zeitalter der Digitalisierung. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren sich darin einig, dass es auch künftig eine stärkere Vernetzung in den zentralen Themen dieser Tagung geben muss. Aus dieser Notwenigkeit heraus wurde allseits der Wunsch nach einer kontinuierlichen und baldigen Fortsetzung der Tagung formuliert.

 

Concertino Piccolino erfährt Fortsetzung

Auf und davon mit dem Zauberbuch – Die glitzernde Bergwelt

Am kommenden Sonntag, den 25. Juni 2017, um 11.30 Uhr findet im Detmolder Sommertheater das 5. Familienkonzert der Reihe „Concertino Piccolino“ statt. Moderiert wird das Konzert von Jennifer Barth und Lena Wehle, die beide den Masterstudiengang Musikvermittlung/Musikmanagement an der HfM Detmold studieren. Für musikalische Highlights sorgt die Gitarristin Gillian Omalyev aus der Klasse von Prof. Dale Kavanagh zusammen mit ihrem Duopartner Vinicius Jacomin, Absolvent der Gitarrenklasse von Prof. Thomas Kirchhoff. Ihr gemeinsames Duo trägt den Namen „Americas Guitar Duo“. Die Gesamtleitung übernehmen Claudia Runde und Birgit Kronshage.

Das Konzert handelt von den beiden Zwergen Uku und Lele, die in der glitzernden Bergwelt leben und dort auf die beiden Bergwesen Git und Tarre treffen, die beide Gitarre spielen. Gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach einem neuen Zauberbuch. Hierfür müssen sie drei spannende Aufgaben mit Hilfe des Publikums lösen    Karten für das Konzert sind im Wert von 5 Euro im Haus der Musik oder am Konzertvormittag an der Matineekasse des Detmolder Sommertheaters erhältlich.

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